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Discovery Centre Duisburg

Mini-Berater geben Lego Starthilfe

07.03.2008 | 16:30 Uhr
Mini-Berater geben Lego Starthilfe

Duisburg. Sechs junge Baumeister aus Duisburg durften als Junior-Berater im Lego Discovery Centre Duisburg ein wenig Hand anlegen. Dabei halfen sich auch ein bisschen auf die Sprünge.

Bob der Baumeister hat heftige Konkurrenz bekommen: Ben (8 Jahre alt), Gregor (9), Fabio (10), Johannes (8), Gerrit (7) und Finn (8). Eine starke Truppe. Mit weißen Helmen auf dem Kopf hocken sie um einen Tisch im Wehrhahnspeicher mit Blick auf den Innenhafen, vor sich ihre Werke aus bunten Legosteinen.

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Die haben ihnen nicht nur den Titel „Junior-Berater” eingebracht, die das Lego Discovery Centre im vergangenen Jahr per Wettbewerb gesucht hat. Sie sind auch bestens dazu geeignet, sich daran festzuhalten, wenn man so aufgeregt ist, wie die sechs jungen Baumeister aus Duisburg.

Schließlich ist es nicht alltäglich, dass sie beim Aufbau einer besonderen Lego-Attraktion mithelfen dürfen und schon gar nicht, dass ihnen ständig jemand ein Mikrophon unter die Nase hält, eine Kamera sie ins Visier nimmt und sie immer dieselben Fragen beantworten müssen.

Wie gut, das Carsten Müller, der das Lego Discovery Centre in Duisburg leiten wird, und Astrid Zillenseer, die Chefin der Gästebetreuer, die Vorstellungsrunde eröffnen. Vor allem können sie dabei endlich ihre Werke präsentieren.

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„Ich bin der Gerrit, bin sieben Jahre alt, und das hier ist ein Löwe.” Unübersehbar! Fabio hat den „Rasenden Falken”, das schnelle Schmuggelschiff von Han Solo aus „Star Wars” mitgebracht, Gregor ein Polizeischiff, das schwimmen kann, Johannes einen Lkw, der Schiffe transportiert und Finn ein Rennboot.

Die fantasievollste Konstruktion stellt allerdings Ben vor. Das muss im der Neid lassen. Es sieht aus wie eine knatschbunte Giraffe, ist es aber nicht. Weit gefehlt. Es ist, sagt Ben, „ein Polizeipferd mit Gefängnis im Bauch.” Samt Insassen. Und damit niemand das Tier für ein trojanisches hält, hat es ein Blaulicht auf dem Kopf. Großartig!

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Voller Erwartung machen sich die Jungs mit den Lego-Leuten anschließend auf den Weg durch den Werhahnspeicher. Doch der Gang über die Baustelle ist für sie dann doch eher unspannend.

Im Miniland, wo naturgetreue Gebäude aus dem Ruhrgebiet stehen sollen, sind lediglich Spanplattenpodeste zu sehen. Müller erklärt es und fragt: „Kennt ihr die Zeche Zollverein?” „Nö!” Nun gut, also weiter.

Das hauseigene, kleine Kino ist schon interessanter. Aber eben auch noch leer. Allerdings beschäftigte es Finn doch sehr, dass es darin mal regnen soll. „Aber dann wird hier drin ja alles nass”, wundert sich der kleine Lockenkopf. „Dann muss der Boden auch wasserdicht sein.” Dass es zudem schneien soll, kann Finn sich überhaupt nicht vorstellen.

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Die Drachenburg hingegen und der Dschungel im Untergeschoss beeindrucken das Sextett schon eher. Finn findet, dass die Burgmauern so aussehen „als hätte es hier schon mal gebrannt. Die Maler müssen bestimmt Künstler sein.”

„Ist das später alles aus echtem Lego”, will Gregor wissen. „Die Figuren werden aus Millionen von Steinen gebaut”, erklärt Müller. „Soviele habt ihr in euren Kinderzimmern natürlich nicht”. Mmmmh, da sind einige der jungen Baumeister aber höchst skeptisch, wenn sie an ihre Spielkisten denken.

Vor dem Wasserfall im Dschungel fragt eine Fernsehfrau Finn, welche Figur er sich inmitten des grünen Blattwerks wünscht. „Einen Menschen”, antwortet der prompt. „Einen Mann mit braunem Hut.” Öhh, ja ...? Die Frau weiß jetzt nicht so recht, was der Junge meint. Doch das pfiffige Kerlchen hilft ihr aus der Verwirrung: „Na ja, so einen Forscher, den braucht man hier unbedingt.” Indiana Jones im Lego-Land.

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Gute Idee, dann könnte Harrison Ford endlich altern und müsste nicht noch mit 70 den 5. Teil der Saga drehen. „Bist du denn stolz darauf, dass du hier mitmachen darfst”, will die Fernsehfrau von Finn noch wissen. „Na klar”, meint der, „wenn ich ein bisschen damit angeben darf.” Klar darf er.

Zurück am Tisch können die Jungs endlich auch „mitgestalten”. „Welche berühmten Gebäude aus Duisburg hättet ihr denn gerne im Miniland?”, fragt Astrid Zillenseer. „Das MSV-Stadion”, verlangt Gregor. Finn will lieber Menschen. Der Rest ist Schweigen. Und welche Band wollen sie gerne auf einer Bühne dort sehen? Für Ben keine Frage: „Tokio Hotel.” Finn wünscht sich „Die Ärzte” und Gregor – Peter Alexander.

Upps, damit hat Frau Zillenseer nun gar nicht gerechnet. „Alleine wäre der etwas verloren auf der Bühne. Sollen wir sagen, Peter Alexander und Band?” Gregor zuckt die Achseln und nickt. Auch gut, Hauptsache Peter Alexander. Der Rest ist egal. Den anderen sowieso.

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Erst als Astrid Zillenseer große Legosteine auf den Tisch stellt mit Einzelteilen für Minimenschen darin, die sie nach Lust und Laune zusammenbauen können und später eigenhändig ins Miniland setzen dürfen, werden die sechs Junior-Berater wieder munter. Voller Eifer stürzen sie sich auf die Steine. Bisher war ihr erster Besuch bei Lego Discovery recht ernst, streckenweise auch ein wenig langweilig, aber jetzt ist's Spaß. Endlich!

Videos: Stephanie Krüger und Frank Beilenhoff

Die Fotostrecke zum Thema gibt es hier.

Ulla Saal

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Kommentare
07.03.2008
20:29
Mini-Berater geben Lego Starthilfe
von schiri | #1

Alles Jungs? Lego = Technik = keine Mädchen? So kommen wir nicht weiter ...

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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