Millionenbetrüger muss für knapp vier Jahre hinter Gitter
22.12.2009 | 08:00 Uhr 2009-12-22T08:00:00+0100Duisburg. Mit einer Verurteilung zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis endete am Montag vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts am König-Heinrich-Platz der Prozess gegen einen 29-jährigen Kaufmann aus Siegen.
Zwischen Juni 2006 und Oktober 2008 hatte der Mann zu einer Tätergruppierung gehört, die im Zusammenhang mit Immobilienverkäufen überhöhte Kredite von Banken erschwindelte und so einen Schaden von rund 1,75 Millionen Euro anrichtete.
Zu günstigen Preisen hatten die Täter Immobilien in Duisburg, Jülich und in Westfalen erstanden. Der 29-Jährige hatte mit gefälschten Gutachten, Architektenzeichnungen und Wohnraumberechnungen dafür gesorgt, dass der Wert der Objekte bis zum Doppelten aufgebläht wurde.
Komplizen, die sich bereit erklärten, beim Kauf der Häuser entsprechend überhöhte Darlehen zu nehmen, wurden von der erschwindelten Summe entlohnt.
Den Rest steckten sich der 29-Jährige und der zweite Haupttäter, der bereits vor einiger Zeit verurteilt worden war, in die Tasche.
Vor einem deutlich längeren Aufenthalt hinter Gittern bewahrte den Angeklagten nur das während des mehrtägigen Prozesses abgelegte rückhaltlose Geständnis. Durch seine Mitwirkung bei der Aufklärung der Taten habe er deutliche Einsicht seines Unrechts offenbart, so die Richter.
Zugunsten des 29-jährigen Familienvaters wertete die Strafkammer auch den Umstand, dass er große Teile des erschwindelten Kapitals nicht für einen üppigen Lebenswandel, sondern zum Abtragen von Schulden verwendet habe. Bis zum Antritt der Strafhaft wurde der Mann auf freien Fuß gesetzt. Er muss sich in seinem Wohnort wöchentlich bei der Polizei melden.

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