Michael Altmann kehrt als Krapp auf die Foyer-Bühne zurück

Krapp hat, wie andere Tagebuch schreiben, seine Erinnerungen auf Band gesprochen. Jetzt sitzt der alte Mann in seiner trostlosen Bude und hört sich an, was er vor 30 Jahren festgehalten hat: den Tod seiner Mutter, die Liebesszene auf einem Boot. Er lauscht seiner eigenen jugendlichen Stimme als einziger Verbindung zum Leben und konfrontiert sich mit seinen Entscheidungen. Samuel Becketts „Das letzte Band“ ist wieder im Foyer III des Stadttheaters zu sehen: am 8. und 26. Februar um 20 Uhr.

Michael Altmanns Krapp-Darstellung hatte Ende der 80er Jahre am Düsseldorfer Schauspielhaus Premiere. 1992 ging Altmann wie ein alter Barde mit dem Stück auf eine Wanderung, die ihn von Flensburg bis nach Genua führte. Er gewann Preise in Kiel und Breslau. Nachdem er sich bereit erklärt hatte, noch einmal mit Michael Steindl eine Woche lang die szenische Umsetzung zu überprüfen, wurde der Abend ins Repertoire aufgenommen. Steindl und Altmann arbeiten seit fünf Jahren intensiv zusammen.