Mercatorhalle: 10 Mio Euro Kosten

Im Sommer soll nach der aufwendigen Vorplanung und Beweissicherung endlich die eigentliche Sanierung der Mercatorhalle starten. Während sich am Freitag der begleitende Ausschuss näher mit den technischen Details befassen wird (NRZ von gestern) geht es am Montag im Stadtrat um das große Ganze, nämlich um die Kosten. Das Immobilienmanagement hat dazu gestern eine neue Rechnung über die Gesamtkosten vorgelegt, was die Brandschutzsanierung wohl kosten wird: Exakt 9.873.000 Euro stehen unter dem Strich.

Vier Mio Euro mehr als erwartet

Das sind vier Millionen Euro mehr als noch im September 2014 angekündigt. Damals hatte der Rat 5,88 Millionen Euro an Bau- und Planungskosten beschlossen. Allerdings hatte es sich bei der Berechnung vor mehr als einem halben Jahr laut Immobilienmanagement um einen Vorentwurf gehandelt, der „noch mit erheblicher Kostenunsicherheit“ behaftet gewesen sei.

Eines der größten Probleme stellt offenbar die Sanierung des Ranges dar: Die Unterkonstruktion sei laut neu beauftragter Architekten „mangelhaft“ und „nicht reparabel“. Laut einem Gutachten vom Mai 2014 habe es dazu aber noch „keinen Hinweis“ gegeben, erklärt das Immobilienmanagement. Die Rangsanierung wird jetzt um 730.000 Euro teurer und zieht weitere Folgekosten nach sich.

Nötig sind viele weitere Anpassungen, mit den zusätzlichen Baumaßnahmen steigen auch die Honorare der Planer und Gutachter um 868.000 Euro auf mehr als 2,5 Millionen Euro. Mit der Sanierung des Kleinen Saals, der im Januar wieder eröffnete, liegt die Gesamtsumme bereits über zehn Millionen Euro. Die Stadt hofft, sich davon so viel wie möglich über den Klageweg zurückholen zu können.