Mercator bremst Mercator-Quartier
22.01.2013 | 18:52 Uhr 2013-01-22T18:52:00+0100
Duisburg. Der Fund des Mercator-Anwesens durch die städtischen Archäologen wird die Entwicklung des geplanten Mercator-Quartiers gegenüber dem Rathaus erheblich verzögern. Möglicherweise müssen die Pläne für ein urbanes Wohnviertel auch umfassend überarbeitet werden.
Der Fund des Mercator-Anwesens durch die städtischen Archäologen wird die Entwicklung des geplanten Mercator-Quartiers gegenüber dem Rathaus erheblich verzögern. Möglicherweise müssen die Pläne für ein urbanes Wohnviertel auch umfassend überarbeitet werden.
„Es ist toll, dass wir das Mercator-Haus gefunden haben“, sagt Uwe Rohde. Zugleich macht der Chef des städtischen Immobilien Managements (IMD) aber auch deutlich, dass dieser Fund erhebliche Auswirkungen auf Entwicklung und Vermarktung des ehemaligen Schulareals zwischen Kuhlenwall, Post-, Ober- und Gutenbergstraße haben wird.
Archäologische Zone
Denn als künftige „archäologische Zone“ komme nicht nur die Fläche des Hauses des berühmten Kartographen in Frage, sondern auch die Nachbargrundstücke, wo unter anderem Reste eines Bürgermeister-Domizils freigelegt wurden. Rohde zu den Auswirkungen auf das bisher verfolgte Nutzungskonzept für das Areal: „Macht der Entwurf so noch Sinn oder müssen wir umplanen?“ An der Stelle des Mercator-Fundes mit einiger Sicherheit, denn dort war bisher eine höhere Blockbebauung vorgesehen, hinter der eher kleinteilige Wohnbebauung mit einer gestalterischen Note Altstadt geplant war.
Über den möglichen Zeitverzug konnte Rohde noch keine Angaben machen. Er schloss aber nicht aus, dass die Minderung der nutzbaren Fläche durch eine „archäologische Zone“ auch geringere Einnahmen beim Verkauf des Areals mit sich bringen könne. Auf jeden Fall wird das Grundstücksvergabeverfahren nicht im Frühjahr, wie bisher vorgesehen, sondern frühestens im Herbst, wenn nicht gar im Winter durchgeführt. An Investoren gebe es, so Rohde, keinen Mangel: „Wir haben mehrere ernsthafte Konkurrenten.“
Viele qualifizierte Angebote
Auch für das Grundstück der Bibliothek an der Düsseldorfer Straße gibt es keinen Mangel an Interessenten, Rohde berichtet von „mehreren qualifizierten Angeboten“. Das Gebäude wird frei, wenn die Bücherei ins gerade entstehende „Stadtfenster“ an der Steinschen Gasse umgezogen ist. Bis Mitte Dezember mussten Investoren ihre Angebote beim IMD einreichen, jetzt werden sie geprüft. dabei geht es nicht nur um den Preis, der mindestens bei 5,6 Mio Euro liegen musste.
Ebenso wichtig sind laut IMD-Chef „städtebauliche Kriterien“ wie Nutzung, Architektur, Stellplätze und Einbindung in die Umgebung. Wünschenswert sei unter anderem eine Abstimmung mit dem geplanten Neubau der Volksbank Rhein-Ruhr auf der anderen Seite der Börsenstraße. Im März oder April könne der Rat über die Vergabe entscheiden.

18:15
@renton:
Der Vergleich mit Troja hat was.......
Unser Pferd heißt "Lügen-Link".
18:13
@renton:
Der Vergleich mit Troja hat was.......
Unser Pferd heißt "Lügen-Link".
17:47
In Abwandlung einer Prophezeiung der Cree:
Wenn das letzte städtische Eigentum (also von uns allen !) an sog. Investoren verhökert wurde,
wenn der letzte Investor Politik und Rat die Taschen vollgestopft hat,
wenn das letzte "Bimbes" geflossen ist,
was oder wen verkaufen unsere Politfuzzies dann????
DUISBURG - wir können alles, außer RICHTIG !
13:17
Und täglich grüßt das Murmeltier. Zumindest die Archäologen müssen sich in Duisburg niemals davor fürchten arbeitslos zu werden. Man könnte meinen, man wäre in Troja. Leider liegt die Schönheit der Stadt wohl ausschließlich unter der Erde.
03:27
In den späten 50ern ein zugegeben schlichtes, baufälliges Haus abreißen und gut fünfzig Jahre später durch "städtische Archäologen" recht kümmerliche Grundmauern einschließlich Fanta-Dose wiederentdecken.........grandios.
22:48
"Der Fund des Mercator-Anwesens durch die städtischen Archäologen wird die Entwicklung des geplanten Mercator-Quartiers gegenüber dem Rathaus erheblich verzögern."
Das halte ich für ein Gerücht. Läuft genau wie auf dem Bauloch in der Altstadt, da wurde der gleiche Grund vorgeschoben.
"Er schloss aber nicht aus, dass die Minderung der nutzbaren Fläche durch eine „archäologische Zone“ auch geringere Einnahmen beim Verkauf des Areals mit sich bringen könne."
Da kommt man der Sache schon näher.
Aber lesen Sie hier:
http://www.derwesten.de/nrz/staedte/duisburg/heute-wird-entschieden-id228968.html
Der Bieter (Goldbeck Public Partner) will das Projekt für beachtliche 101 Mio. Euro durchziehen: „ allerdings nur, wenn er die beiden Alt-Grundstücke in bester Citylage (Berufskolleg am Burgplatz und Friedrich-Albert-Lange-Kollges im Wasserviertel) bekommt„
Wo ist also die vermutliche Bremse?
Dann hoffen wir mal, dass die Stadtarchäologen demnächst auch zu einer Notgrabung an den Zinkhüttenplatz hinbeordert werden.
Könnte ja sein, dass unter den Fundamenten der Rhein-Ruhr-Halle Relikte von Sevenhecks Hamborner Vorfahren vermutet werden. Das wär doch was!
Zumindest beweist Sevenheck ein Vorurteil,
irgendwie haben Niederländer mit Käse zu tun,
und bestimmte Leute im Rat (oder besser: in den Spitzen der Parteifraktionen )
mögen den Käse.
19:03
Es war eh klar, dass das Teil wie das Euro-Gate und sonstige Duisburger Luftschlösser nie hätte realisiert werden können. Kein Investor - vor allem, wenn er in Duisburg bauen soll - lässt sich vorschreiben, was er genau wo bauen soll und vor allem, wie er das machen soll. eine Schnappsidee das Ganze. Jetzt hat man zumindest einen Grund, warum man das Areal in den nächsten 100 Jahren nicht bebauten wird.
Das ist doch der Forster Plan. Hat aber bestimmt nix gekostet.