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Mehrheit gegen und Hilfe für die Loveparade?

10.02.2010 | 19:00 Uhr

Alles blickt nach Düsseldorf, denn dort wird sich wohl entscheiden, ob die Loveparade durch Duisburg zieht oder nicht. Hilfe kann die Stadtspitze möglicherweise von der Landesregierung erwarten. Staatskanzlei und Innenministerium sind eingespannt, nach Finanzquellen für das Spektakel zu forschen.

Alles blickt nach Düsseldorf, denn dort wird sich wohl entscheiden, ob die Loveparade durch Duisburg zieht oder nicht. Einfach ist die Sache nicht: „Nach der jetzigen Rechtslage kann es keine Genehmigung geben”, erklärte Regierungspräsident Jürgen Büssow. Seine Behörde ist für die Kommunalaufsicht zuständig und dort haben die Vertreter der Stadt vor wenigen Tagen ihre Planungen vorgelegt.

Hilfe kann Duisburgs Stadtspitze aber möglicherweise von der Landesregierung erwarten. Staatskanzlei und Innenministerium sind eingespannt, nach Finanzquellen für das Musikspektakel zu forschen. Büssow: „In den nächsten zehn Tagen wird die Entscheidung getroffen.”

Soweit Düsseldorf. Nun zu Duisburg. Erst war es die FDP, die zur nächsten Ratssitzung beantragt, kein Geld der Stadt oder städtischer Gesellschaften für das Musik-Spektakel auszugeben. Und gestern folgte die SPD, die genau das nicht erst im März, sondern in einer Sondersitzung des Stadrates festlegen will.

„Wir glauben, dass wir nicht bis zum 22. März warten sollten, weil die Gefahr besteht, dass dann schon Verträge unterschrieben wurden”, begründet SPD-Fraktionschef Herbert Mettler seinen Vorstoß. Nach der Gemeindeordnung müsse Oberbürgermeister Adolf Sauerland nun „unverzüglich” eine außerordentliche Ratssitzung anberaumen. Mettler: „Wir begrüßen die Festlegung der FDP. Sie entspricht in vollem Umfang unserer Position.” Erstmalig rücke eine Ratsmehrheit in greifbare Nähe, die den Einsatz städtischer Mittel ausschließe.

In den anstehenden Haushaltsberatungen, so die SPD, würden Vorschläge diskutiert, Zuschüsse zu Jugendzentren und Altenbegegnungsstätten zu streichen. „Dazu würden Mehrausgaben für ein einmaliges Event, so schön es auch sein kann, nicht passen.”

Dabei geht Mettler nicht unbedingt von einer Absage aus: „Wenn ich sehe, wer sich in letzter Zeit alles überregional zu der Notwendigkeit dieser Loveparade geäußert hat, dann müssten diese Menschen doch das Geld dafür zusammen bekommen.”

Tatsächlich sind auf dem von Duisburg-Marketing angelegten Sonderkonto schon erste Zahlungen zwischen 94 Cent und 200 Euro eingegangen, berichtet DMG-Chef Uwe Gerste: „Das Interesse ist da.”

Willi Mohrs

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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