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Mehr Vogelschutz im Binsheimer Feld

11.11.2008 | 18:29 Uhr

Europäische Union verlangt Erweiterung des Gebietes. Landwirte hatten zunächst Bedenken.Empfehlung des Beirats der Unteren Landschaftsbehörde: Krähen und Tauben dürfen weiter bejagt werden

Nilgänse fühlen sich mittlerweile im Binsheimer Feld in Baerl heimisch. Im Vogelschutzgebiet können sie sicher sein, nicht vor die Flinte zu gelangen. Foto: WAZ, Andreas Mangen

Das Vogelschutzgebiet am Unteren Niederrhein soll erweitert werden. So verlangt es die Europäische Union. Die die Stadt Duisburg will den Beschluss alsbald in die Tat umsetzen. Aus diesem Grunde musste sich der Beirat der Unteren Landschaftsbehörde jetzt mit dem Thema befassen. Die Stadt präsentierte einen Beschlussvorschlag, wonach ein Teilbereich des Binsheimer Feldes (begrenzt von Orsoy im Norden, Baerl im Süden und dem Rhein im Osten) als zusätzliches Vogelschutzgebiet ausgewiesen werden sollte.

Grundsätzlich konnten sich die Fachleute dieses Gremiums mit der Idee anfreunden, nicht aber mit den streng gezogenen Linien, die sich nicht an der Landschaft (Waldgebiete) und der Wohnbebauung, sondern an Feldwegen orientier-ten. Beiratsvorsitzender Dr. Johannes Meßer bezeichnete die Bereiche als schlecht gewählt: Vögel (hier geht es insbesondere um Gänsearten) hielten sich auf ihrer Wanderschaft nun mal nicht an Grenzen, die durch Wege bestimmt seien. Stattdessen dienten ihnen Bäume und Gebäude als Grenzmarkierungen.

Deshalb erweiterte Meßer den städtischen Antrag. Demnach soll nun das gesamte Binsheimer Feld, eine nahezu komplett landwirtschaftlich genutzte Fläche, als Schutzgebiet ausgewiesen werden. Was den Landwirten im Beirat allerdings zunächst nicht gefiel. Sie fürchteten, dass in dem geschützten Bereich auch für den Ackerbau schädliche Vögel quasi mitgeschützt würden: "Wir bekommen dann keine Jagdgenehmigung mehr für Krähen und Tauben", gab Hans-Gerd Paschmann vom Rheinischen Landwirtschaftsverband zu bedenken.

Weshalb Meßer seinen Antrag um einen weiteren Punkt ergänzte: An den bestehenden Jagdregeln dürfe sich nichts ändern, ließ er notieren. Was bedeutet: Schädlinge dürfen wie bisher bejagt werden. Mit dieser Regelung habe man in den Rheinauen bei Walsum bereits gute Erfahrungen gemacht.

Die meisten Beiratsmitglieder können mit dieser Lösung leben und empfehlen deshalb der Politik, das Vogelschutzgebiet mit der Flächenerweiterung unter Beibehaltung der alten Jagdregeln im EU-Programm anzumelden.

Von Gregor Herberhold

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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