Mehr Polizei als Demonstranten

Mit einem Polizeiaufgebot, das vermutlich größer war als die Zahl der Demonstranten, erlebte Duisburg seinen dritten „Pegida“-Montag in der Innenstadt. Die Polizei bezifferte die Zahl der Anti-Islam-Truppe auf rund 170, die der Gegen-Demonstranten auf rund 300. Die Kundgebung einer neu gegründeten Pegida- Abspaltung bestand aus einem einsamen Vertreter. Bei einem „interkulturellem Gespräch“, zu dem OB Sören Link ins Rathaus geladen hatten, wurde am Abend die „Duisburger Erklärung für Demokratie und Vielfalt“ verabschiedet, mit der sich die Unterzeichner zu einem „toleranten, weltoffenen Duisburg“ bekennen. Kurzfristig drohten Stadt und Polizei zeitgleich zu den Kundgebungen ein weiterer Großeinsatz: An der Schmidtstraße in Meiderich war eine Weltkriegsbombe bei Arbeiten entdeckt worden. Da sie aber nicht bewegt worden war, blieb der Stadt die vorgeschriebene direkte Entschärfung erspart. Der Kampfmittelräumdienst rückt heute an.