Mehr Hilfe für Hospizarbeit gefordert

Der Wirtschaftsförderverein in Duisburg, der auch in diesem Jahr das Malteser-Hospiz St. Raphael mit 16 250 Euro unterstützt, zeigt wenig Verständnis für die schwierige Finanzierungssituation der ambulanten und stationären Hospizarbeit. „Wir freuen uns, diese wertvolle Arbeit zu unterstützen, sehen jedoch auch, dass ein Gesamtspendenbedarf von über 350 000 Euro pro Jahr eine zu hohe Belastung für eine solche Einrichtung ist“, sagte Dr. Karl-Josef Sassen, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins. Daher fordert der Förderverein die Politik zu einer besseren finanziellen Absicherung der ambulanten und stationären Hospizarbeit auf. Mitgliedsfirmen des Vereins sind Befesa Zinc, DK Recycling und Roheisen GmbH und die Grillo-Werke AG.

Debatte zu Beihilfe zum Suizid

Bei der letzten Mitgliederversammlung war zudem die aktuelle Debatte im Bundestag über das Verfahren zu einer möglichen Neuregelung der Gesetzgebung zum organisierten beziehungsweise assistierten Suizid Thema. „Wir sind uns alle einig, dass eine umfassende Information über die Möglichkeiten der Leistungen der Hospiz- und Palliativarbeit und darüber hinaus eine weitere Ausbreitung der palliativen Arbeit notwendig ist“, schilderte Gabriela Grillo „Es darf nicht sein, dass aufgrund von Unwissenheit, Unsicherheit und Mangel an schmerztherapeutischer Versorgung ein Klima der Zustimmung für die Beihilfe zum Suizid oder gar der aktiven Sterbehilfe in der Gesellschaft entsteht. Auch alle Menschen in Altenheimen müssen von der Schmerztherapie und der Linderung von belastenden Symptomen profitieren“, führte Gabriela Grillo weiter aus.

Im Wirtschaftsförderverein haben sich Firmeninhaber, Personalvorstände und Betriebsräte zusammengefunden und werben innerhalb ihrer Mitarbeiterschaft für das Malteser-Hospiz St. Raphael. Die Besonderheit dabei ist die hohe Überzeugungskraft der Geschäftsleitung für das Hospizprojekt, mit der sie gegenüber ihren Mitarbeitern und der Öffentlichkeit auftreten.