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Trickdiebe

Mehr Fälle von Trickbetrug in Duisburg

02.08.2012 | 10:26 Uhr
Mehr Fälle von Trickbetrug in Duisburg
Eine nachgestellte Szene: Ein Trickbetrüger lenkt den Kunden ab (l.), die andere stiehlt das Bargeld.Foto: Kerstin Kokoska

Duisburg.  Seit April gab es in Duisburg laut Polizei 23 Übergriffe an Geldautomaten. Die Finanzinstitute setzen auf Sicherheitskräfte und Videoüberwachung

Die Zahl der Fälle von Trickbetrug an Geldautomaten hat im gesamten Ruhrgebiet, aber auch in Duisburg zugenommen: Seit April registrierte die hiesige Polizei 23 Delikte dieser Art. „Die Aufklärungsquote liegt bei 80 Prozent. Wir konnten 13 Tatverdächtige ermitteln, bei allen handelt es sich um Personen aus Südosteuropa“, erklärte Polizeisprecher Stefan Hausch auf WAZ-Anfrage.

Hinzu komme laut Hausch noch die Dunkelziffer der nicht angezeigten Fälle. „Wir bitten auch jene Betroffene, bei denen der Diebstahlversuch nicht erfolgreich war, sich bei uns zu melden und Anzeige zu erstatten“, so Hausch.

Täter sitzt nun in U-Haft

Für großes Aufsehen hatte der jüngste Übergriff an einem Geldautomaten in der Innenstadt auf dem Sonnenwall gesorgt, der sich am Montag ereignet hatte. Ein 11-jähriges Mädchen und ein 16-jähriger Jugendlicher hatten einer 44-jährigen Duisburgerin nach einem Ablenkungsmanöver das Bargeld gestohlen. Das Mädchen biss zudem sein Opfer und zwei weitere Passanten , die sie aufhalten wollten, in die Hand. Beide Täter wurden von der Polizei gefasst. Der 16-Jährige ist bereits in Essen wegen sieben und in Duisburg wegen drei vergleichbarer Taten polizeilich in Erscheinung getreten. Seit gestern sitzt er nun in Untersuchungshaft.

„Diese jungen Täter aus Osteuropa suchen sich meistens Leute aus, von denen sie nur einen geringen Widerstand erwarten. Das sind oft ältere Menschen“, sagt Polizeisprecher Hausch. Neulich sei aber auch ein 18-Jähriger überrumpelt worden. Die Masche ist oft dieselbe: Entweder werden Menschen beim Vorgang des Geldabhebens in einer fremden Sprache angesprochen. Oder die Täter versuchen mit Hilfe eines Klemmbretts, die Sicht des Kunden auf den Geldautomaten kurz zu blockieren, um sich dann das bereits „ausgespuckte“ Geld einzustecken. „Viele sind in diesem Moment so perplex, dass sie gar nicht merken, wie sie überrumpelt werden“, weiß Hausch.

Diese so genannten „Klaukinder“ besitzen laut Polizei keine ausgeprägte kriminelle Energie, sondern werden von Familienangehörigen gedrillt und zu den Taten geschickt. „Kinder unter 14 Jahren sind nicht strafmündig, wir dürfen sie nicht festhalten“, sagt Hausch. Sie werden in Obhut des Jugendamtes übergeben. Aus diesen Einrichtungen würden sie aber stets nach kurzer Zeit davonlaufen. Und schon bald neue Taten begehen. „Diese Gesetzeslage ist auch für uns absolut unbefriedigend“, stellt der Polizeisprecher klar.

Und wie reagieren die Geldinstitute? „Wir haben unsere Mitarbeiter sensibilisiert, in einigen Filialen kommen Security-Kräfte zum Einsatz “, erklärt Johannes Hümbs, der stellvertretende Sprecher der Sparkasse. Zudem seien alle Selbstbedienungsbereiche mit Geldautomaten videoüberwacht. „Mit Hilfe dieser Bilder konnte die Polizei bereits einige Täter überführen.“

Auch die Deutsche Bank setzt laut Sprecherin Andrea Michels auf den verstärkten Einsatz von Sicherheitspersonal in dem sieben Geldautomaten fassenden SB-Bereich der Hauptstelle (Königstraße) und hat ihre Mitarbeiter zudem zu mehr Achtsamkeit aufgerufen.

Thomas Richter



Kommentare
25.09.2012
19:51
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Name von Moderation entfernt | #14

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04.08.2012
06:48
Mehr Fälle von Trickbetrug in Duisburg
von nangie | #13

nein ganz bestimm tn i c h t

Hier funktioniert die "Softspülermentalität" hervorragend!

Weitermachen...liebe Verantwortliche, immer rein hier...her ist das Schlaraffenland der Faulen und Abzocker!!!

03.08.2012
13:53
Mehr Fälle von Trickbetrug in Duisburg
von mamuell | #12

In Deutschland, auch in Duisburg doktort man an den Symptomen herum und die URSACHEN werden liebevoll und edel unter Verschluss gehalten und herab gespielt..
Und wehe, jemand spricht mal Tacheless (lt. Wickipedia: offen und unverblümt seine Meinung äußern („Klartext reden“).

03.08.2012
00:22
Mehr Fälle von Trickbetrug in Duisburg
von wattearvolt | #11

Jetzt weiß ich endlich, warum die Spk Duisburg ihre Kontogebühren nach oben geschraubt hat. Es sind nicht die Rückstellungen , die für die Verbindlichkeiten der GEBAG gebildet werden müssen. Es sind die Kosten für die Security-Kräfte.

02.08.2012
20:51
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Name von Moderation entfernt | #10

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02.08.2012
18:00
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Name von Moderation entfernt | #9

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02.08.2012
17:47
Mehr Fälle von Trickbetrug in Duisburg
von xxyz | #8

Duisburg ist im Standort-Ranking für internationale organisierte Banden im Standort-Ranking wohl doch noch knapp vor Dortmund. Auch wenn ich das nicht für möglich gehalten hätte.

Aber unserem Innenminister ist es wohl egal, was mit seiner Stadt passiert. Er muss sich aber auch bestimmt intensiv um den Rasermarathon und um rasende Fahrräder kümmern.

Duisburg hat doch Super-Chancen weiter zu wachsen. Die Häuser verlieren weiter an Wert und bieten bei gleichem Wohnraum viel mehr Menschen eine Heimat.

Für Sozialarbeiter und Müllwerker wird es auch einen Sonderboom geben. Blöd ist nur, dass es wahrscheinlich bald keine Geschäfte mehr gibt. Wer lässt sich schon gerne bei kleinen Margen noch ständig beklauen.

Es gibt für Dortmund also noch Hoffnung, nicht die Kriminalitätsstatistiken anzuführen. Es gibt ja noch DU und GE.

02.08.2012
17:35
Die EU-Osterweiterung
von PSorensen | #7

war die Rache der EU an Deutschland, nachdem die Einführung des € schon Deutschland nicht kaputt machte, versuchte man es halt auf diesem Wege.

02.08.2012
17:33
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von Rheinhauser | #6

@ horstludolf

Das ist ja das traurige, am Wochenende war SPD-Fest in Rheinhausen, selbst da hat er sich nicht sehen lassen! Dabei hätte der Mann aus dem Rotlicht bestimmt seine Bodyguards für Sören zur Verfügung gestellt! Warum auch nicht, der macht unter dem Schutz vom Sören 500.000 Euro im Jahr, da kann der die Bodyguards, die der blonden Frau beim Eintreiben der Miete zur Seite stehen auch mal dem Sören leihen ;-)

02.08.2012
13:46
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von horstludolf | #5

@ JanundPitt | #3 :

sehr schön formuliert und den Nagel der Realität mittig auf den Kopf getroffen !


@ Rheinhauser:
Der "Sörminator" schraubt gerade am Personalkarussell, der hat keine Zeit für solch fünftrangige Angelegenheiten ...

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