Mehr Babys für Duisburg

Sie schreien, machen in die Windeln und sind trotzdem zuckersüß – die Rede ist von kleinen, knuffigen Babys. Wie schön, dass Duisburg davon wieder ein paar mehr hat. Der ganz große Baby-Boom blieb zwar aus, dennoch verzeichneten die Duisburger Kliniken im vergangenen Jahr einen deutlichen Geburtenanstieg. Unangefochten auf Platz eins ist das Klinikum Duisburg, welches mit seinen rund 1500 Geburten stolze 125 Babys mehr vorzuweisen hat als im vorherigen Jahr. Das Besondere daran ist aber auch, dass es gleich ganze 140 Zwillingspaare gibt. Sogar eine Drillingsgeburt hat sich darunter gemischt.

Das Bethesda Krankenhaus steht dem mit seinen circa 1100 Geburten im Jahr 2014 aber in nichts nach. „Wir hatten sogar 33 Geburten weniger als 2013, das begründen wir aber mit der Sperrung der Autobahn A59. Viele werdende Eltern sind auf andere, besser erreichbare Krankenhäuser ausgewichen“, erklärt Pressesprecherin Jessica Reinartz. Seitdem die Autobahn wieder freigegeben ist, sind auch die Geburten wieder deutlich gestiegen. „Im Januar dieses Jahres haben wir schon 50 Entbindungen durchgeführt, letztes Jahr waren es zum selben Zeitpunkt ganze 19“, betont Jessica Reinartz.

Im Helios St. Johannes Hospital waren unter den 712 Neugeborenen gleich 23 Zwillingspärchen.

Auch das Malteser Krankenhaus St. Anna in Huckingen kann einen kleinen Anstieg vermelden. Insgesamt haben dort 575 Kinder das Licht der Welt erblickt. Elf mehr als im vergangenen Jahr. „Dabei haben die Jungs mit 292 Geburten die Nase vorne.Bei den Mädchen waren es nur 283“, erzählt Pressesprecher Patrick Pöhler.

Der Altersdurchschnitt der Mütter liegt zwischen 28 und 36 Jahren. Eine Tendenz zur jungen Mutter ist daran nicht abzulesen.

Thomas Gehl, Vorsitzender des Bezirksverbands der Frauenärzte in Duisburg, nimmt die steigende Geburtenzahl wohlwollend zur Kenntnis: „Es ist schon sehr auffällig, gerade weil es zum ersten Mal in Duisburg wieder steigende Zahlen gibt. Das ist sehr erfreulich. Der Trend lässt sich aber nicht nur auf Duisburg beschränken, sondern ist gerade im ganzen Bundesgebiet zu beobachten“, weiß Gehl. Eine vorsichtige Prognose gibt er auch noch ab: „Ein möglicher Grund dafür ist die gute wirtschaftliche Lage. Die Arbeitslosen zahlen sinken stetig, die Grundstimmung ist positiv und das schlägt sich schnell auf die Geburtenrate nieder“, erklärt Gehl.