Medizinischer Großvater mit 45 Jahren

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Die Musik kennt James Brown als „Grandfather of Soul“, in der modernen Medizin ist dieser Ehrentitel weniger geläufig. Über diese Auszeichnung kann sich aber nun Dr. Sascha Grunert freuen, leitender Oberarzt der Kardiologie am Rheinhauser Johanniter-Krankenhaus.

Die Europäische Kardiologische Gesellschaft zeichnet den 45-Jährigen Mediziner nun mit dem sogenannten „Grandfather“-Status aus, teilen die Johanniter mit. Eine Auszeichnung für eine besonders hohe Expertise in der Kardio-Kernspintomographie. „Wie man so schön sagt, in der Medizin gibt es nichts, was es nicht gibt. Dr. Grunert ist ,Großvater’ geworden. Auf Enkel muss er allerdings noch ein wenig warten“, schmunzelt Chefarzt PD Dr. Plehn.

Bereits 2002 wurde das Herz-MRT im Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen etabliert und seither ständig mit aktueller Software auf dem neuesten Stand gehalten. Dr. Sascha Grunert, der seit vielen Jahren leitender Oberarzt in der Kardiologie ist und diese diagnostische Methode von Anbeginn betreut und stetig weiterentwickelt hat, wurde nun diese Anerkennung zu teil. Die Europäische Kardiologische Gesellschaft würdigt mit dem „Grand­father“-Status seine langjährigen Erfahrung. „Er hat hier rund 3500 Patienten mit dem MRT untersucht“, so Johanniter-Sprecherin Sandra Kalkmann. Nur wenige hundert Kardiologen in Europa, erklärt sie, haben diese Auszeichnung erhalten.

Damit verbunden ist die „Level-III-Zertifizierung“, sie weist das Johanniter-Krankenhaus aus als ein Zentrum mit sehr hoher Expertise auf diesem Gebiet aus. Kalkmann: „Das ist ein Grund zur Freude für das ganze Kardiologenteam um Chefarzt Gunnar Plehn.“

Die Kernspintomographie ist auch in der Kardiologie ein wichtiges diagnostisches Instrument, um Herzerkrankungen zu beurteilen. Das hochauflösende, mit seinen digitalen Schichtaufnahmen bildgebende Verfahren, kommt ohne Strahlenbelastung aus und dient dazu, Funktionsstörungen sowie Narben und Entzündungen des Herzmuskels nachzuweisen.