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Medizinforum im Klinikum Duisburg zur Blasenschwäche

10.09.2014 | 14:00 Uhr
Medizinforum im Klinikum Duisburg zur Blasenschwäche
Referentinnen beim WAZ-Medizinforum: Physiotherapeutin Joana Barth-Kaminski, und Oberärztin Dr. Valerie Schwödiauer.Foto: Christoph Wojtyczka

Duisburg.  Viele Frauen sind betroffen, doch Blasenschwäche gilt immer noch als Tabuthema. Viele Betroffene schämen sich. Medizinische Infos und praktische Ratschläge durch sportliche Übungen vermittelt das nächste WAZ-Medizinforum im Klinikum Duisburg am Mittwoch, 24. September. Dafür können sich Interessierte ab sofort anmelden.

Darüber spricht „man“ – besser: „sie“ – nicht: Doch Blasenschwäche ist weit verbreitet. Ungefähr jede dritte Frau über 65 ist davon betroffen. Oft haben jüngere Frauen nach Schwangerschaften das gleiche Problem. Aufklärung und Rat wollen das nächste WAZ-Medizinforum am Mittwoch, 24. September, ab 18 Uhr im Klinikum Duisburg geben. Betroffene und Interessierte können sich unter der WAZ-Servicenummer 0800 60 60 710 ab sofort anmelden.

Vorträge sind üblich beim WAZ-Medizinforum: Diesmal wird es aber auch praktische Übungen nach den Referaten geben: Die Physiotherapeutin des Klinikums, Joana Barth-Kaminski, wird anschaulich mit Teilnehmerinnen Beckenboden-Übungen zeigen, mit denen sich die Muskulatur stärken lässt, damit die Blase besser ihre Dienste verrichten kann.

Zum Arzt gehen, wenn beim Niesen Urin fließt

Blasenschwäche ist immer noch ein Tabuthema. Oberärztin Dr. Valerie Schwödiauer aus der Fachklinik für Frauenheilkunde kennt die Beispiele aus ihrem Berufsalltag, dass Frauen ab morgens nichts mehr trinken, wenn sie wissen, dass sie nachmittags das Haus verlassen. „Andere kennen jede öffentliche Toilette in der Stadt, wenn sie einkaufen gehen“, weiß sie ebenfalls.

Sie rät Frauen, zu ihrem Frauenarzt oder Hausarzt zu gehen, wenn sie spüren, dass plötzlich ungewollt Urin fließt. Etwa beim Treppensteigen oder beim Niesen oder Husten. Dann deutet vieles auf die Belastungs- oder Stressinkontinenz hin. Stellt sich ständig ein Dranggefühl ein, spricht vieles für eine ­Reizblase. Um welche Form der Blasenschwäche es sich handelt, lässt sich schnell bei Untersuchungen, etwa mit dem Ultraschall oder bei Blasendruckmessungen feststellen. Es gibt auch Mischformen beider Blasenschwächen. Auch genetische Vorbelastungen spielen eine Rolle, hormonelle Ursachen gibt es ebenfalls.

"Wir können helfen"

„Wir können helfen“, ist die Botschaft der Ärztin und der Physiotherapeutin. Es muss eben nicht sein, dass betroffene Frauen ihre Blasenschwäche verheimlichen und sich tütenweise mit Binden eindecken.

Bei leichteren Formen der Blasenschwäche helfen konservative Therapien. Medikamente können den Verschluss der Harnöhre verstärken oder die Harnblase entspannen. Wichtige Komponente ist das Beckenbodentraining, das die Muskulatur stärkt. „Viele Frauen lernen bei uns erst einmal, ihren Beckenboden wahrzunehmen“, berichtet Barth-Kaminski.

Beckenbodentraining stärkt die Muskulatur

Mit dem Training lernen Frauen mit der Zeit ihren Beckenboden auch im Alltag zu trainieren. Das Training hilft auch begleitend, wenn Dr. Schwödiauer etwa mit einem kleinen chirurgischen Eingriff bei einer Senkblase mittels eines eingelegten Netzbändchens die Harnröhre anhebt. In vielen Fällen ist das Problem damit komplett behoben oder zumindest die Blasenschwäche deutlich gemildert.

Oliver Schmeer

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Medizinforum im Klinikum Duisburg zur Blasenschwäche
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2014-09-10 14:00
Medizinforum, Blasenschwäche, Klinikum Duisburg, Beckenbodentraining, Reizblase, Dranggefühl, Urin, Oberärztin Dr. Valerie Schwödiauer
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