Das aktuelle Wetter Duisburg 27°C
Vulkanstraße

Massive Gesundheitsprobleme im Duisburger Bordellviertel

22.03.2016 | 01:00 Uhr
Massive Gesundheitsprobleme im Duisburger Bordellviertel
Viele Prostituierte im Duisburger Rotlichtviertel sind nicht krankenversichert. Die Zahl der Geschlechtskrankheiten ist beträchtlich.Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services

Duisburg.  In NRWs größtem Bordellviertel wächst die Zahl von Geschlechtskrankheiten. Beratungsstelle sorgt sich um Frauen wegen fehlender Krankenversicherung.

Das Sexgeschäft im Bordellviertel an der Vulkanstraße ist von massiven gesundheitlichen Problemen durch Geschlechtskrankheiten begleitet. Viele der Prostituierten sind außerdem nicht krankenversichert. Das geht aus dem Jahresbericht der Beratungsstelle „Lily“ hervor, die vor einem Jahr an der Münzstraße eingerichtet wurde.

Prostitution
Zwei neue Bordelle im Duisburger Rotlichtviertel geplant

Zwei neue Bordelle werden möglicherweise bald in Duisburg das Rotlichtmillieu vergrößern. In einem Fall liegt der Stadt bereits eine Bauvoranfrage...

500 Frauen arbeiten in Duisburg nach dem Bericht pro Tag im Sexgewerbe. Mit zehn Bordellen und 440 Zimmern ist das Sex-Areal um die Vulkanstraße größte „Puff“-Meile im NRW. Die Beratungsstelle verzeichnete im vergangenen Jahr 319 Konsultationen von Prostituierten, deutlich mehr als bei den davor angebotenen Beratungsmöglichkeiten im Ruhrorter Gesundheitsamt (2014: 237). In den beiden ersten Monaten 2016 gab es schon 134 Beratungs- und Untersuchungstermine. In 90 Fällen ergaben die Abstriche und Tests Befunde für Geschlechtskrankheiten.

Zahl der Prostituierten ohne Krankenversicherung steigt

Große Sorgen bereiten der Stadt, dass die große Mehrheit der mehrfach untersuchten Frauen aus Südost-Europa nicht krankenversichert sind: 2015 waren es 115 von 156, in diesem Jahr bisher 99 von 113. Das Gesundheitsamt spricht von „erheblichen humanitären Problemen“ für die Sexarbeiterinnen und warnt zugleich vor einer Infektionsverbreitung über die Freierszene hinaus. Viele Prostituierte griffen zudem zu Selbsttherapie, bei der Antibiotika falsch eingesetzt würden.

Schwachstelle zudem: Die Beratungsstelle „Lily“ kann keine gynäkologische Untersuchungen anbieten. Wegen der fehlenden Krankenversicherung sind aber auch Untersuchungen durch niedergelassene Frauenärzte nicht möglich. Zugleich drängt das Gesundheitsamt aber auf die Fortführung des Beratungsangebotes.

Kommentare
22.03.2016
14:32
Massive Gesundheitsprobleme im Duisburger Bordellviertel
von Wuzzler | #6

Vor Jahren hat man auf dem Parkplatz der Stadtwerke doch mit 60000 Euro EU-Zuschüssen einen Behandlungscontainer errichtet, der nie an das Netz...
Weiterlesen

Funktionen
Fotos und Videos
Die Schöne und das Biest
Bildgalerie
Musical
NRZ Leser beim Kochkurs
Bildgalerie
NRZ Sommerserie
Diskuswerferin gibt nicht auf
Video
Paralympics
Cosplay am Wolfsee
Bildgalerie
Fotostrecke
article
11671536
Massive Gesundheitsprobleme im Duisburger Bordellviertel
Massive Gesundheitsprobleme im Duisburger Bordellviertel
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/massive-gesundheitsprobleme-im-duisburger-bordellviertel-id11671536.html
2016-03-22 01:00
Duisburg,Vulkanstraße,Bordelle,Prostitution
Duisburg