Massive Drohungen nach Unfallflucht mit Hunde-Schlitten

Heiko Haarkötter wird seit dem Unfall vom Neujahrstag verdächtigt und beschimpft. Er kämpft um seinen Ruf.
Heiko Haarkötter wird seit dem Unfall vom Neujahrstag verdächtigt und beschimpft. Er kämpft um seinen Ruf.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Polizei sucht den Hundeschlittenfahrer, der in Duisburg einen Kinderwagen angefahren hat. Indes muss sich Heiko Haarkötter gegen Anfeindungen wehren.

Duisburg.. Husky-Mann Heiko Haarkötter begeistert regelmäßig Kinder mit seinen von Hunden gezogenen Schlitten. Jetzt gerät der 54-Jährige, der regelmäßig als Weihnachtsmann verkleidet die Herzen vieler Jungen und Mädchen höher schlagen lässt, unter Druck: Nachdem ein von Hunden gezogener Schlitten am Neujahrstag einen Kinderwagen eine Böschung herunter gestoßen hatte (wir berichteten), halten scheinbar viele ihn für den Übeltäter. Er sagt: „Ich habe ein Alibi für den Abend.”

Seit Bekanntwerden des Unfalls steht das Telefon des Walsumers nicht mehr still. „Ich erhalte massive Drohanrufe und werde beschimpft.” Auch in sozialen Netzwerken ist der Unfall Thema – Haarkötter ist für viele der einzig mögliche Täter. „Ich kann ja verstehen, dass viele auf mich kommen. Ich bin bekannt wie ein bunter Hund hier und ich kenne auch niemand anderen in der Gegend, der sich auf einem Schlitten von Hunden ziehen lässt”, sagt er. „Aber ich war es nicht. Ich habe den Abend mit meinen Nachbarn verbracht, die können bezeugen, dass ich nicht mit meinen Tieren unterwegs war.”

Polizei sucht noch den Unfallfahrer und seinen Schlitten

Mittlerweile habe auch schon die Polizei bei ihm vor der Tür gestanden. „Sie haben nach den Hunden gesehen und meinen Schlitten inspiziert”, sagt Haarkötter. „Ihr Ergebnis: Meine Hunde halte ich vorbildlich, darauf bin ich stolz. Und am Schlitten gibt es auch keine Hinweise”, so der Husky-Mann weiter. Der 54-Jährige hofft, dass sich der Fall bald aufklärt. „Das schadet meinem Ruf. Es ist schrecklich, dass so viele Menschen mich verdächtigen. Hoffentlich stellt sich der wahre Täter bald, damit die Anfeindungen aufhören”.

Das zuständige Verkehrskommissariat 22 ist weiterhin auf der Suche nach Hinweisen und Zeugen. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0203/2800 zu melden.