Marihuana-Plantage zweimal in sechs Wochen überfallen
10.10.2012 | 17:40 Uhr 2012-10-10T17:40:00+0200
Duisburg. Mit einem Abstand von nur sechs Wochen überfielen ein Duisburger und ein Gelsenkirchener zweimal die selbe Marihuana-Plantage in Oberhausen, obwohl die neue Ernte noch nicht reif war. Angezeigt wurden sie vom überfallenen Cannabis-Pflanzer selbst.
Ein Überfall auf eine illegale Marihuana -Plantage mag ungewöhnlich sein. Zwei Überfälle im Abstand von sechs Wochen, wobei die neue Ernte noch gar nicht reif war, sind Dummheit. Abenteuerlich wird die Geschichte, wenn die überfallenen Cannabis -Pflanzer die Überfälle auch noch anzeigen. Das sind die Eckpunkte eines Verfahrens, mit dem sich derzeit die Jugendkammer des Landgerichts Duisburg herumschlägt. Bislang mit wenig Erfolg.
Ein Duisburger (21) und ein Gelsenkirchener (20) sollen die zwei Überfälle auf die Plantage in Oberhausen begangen haben. Erstmals sollen sie im November 2011 einen Mann auf einem Bauernhof an der Kurfürstenstraße bedroht, geschlagen und mit einem Messer attackiert haben, um auf diese Weise die komplette Ernte von 400 Gramm zu erbeuten. Sechs Wochen später sollen die Täter ein Opfer zwei Stunden lang regelrecht gefoltert haben, bis sie einsahen, dass es noch keine neue Ernte gab. Deshalb sollen diesmal nur zehn Gramm Rauschgift den Besitzer gewechselt haben. Den Plantagen -Betreibern reichte es. Sie erstatteten Anzeige.
Verfahren ist auf unbestimmte Zeit hin ausgesetzt
Zum Verfahrensauftakt in der vergangenen Woche blieb der Gelsenkirchener Angeklagte der Verhandlung allerdings unentschuldigt fern. Alle Versuche, ihn per Polizei bis zur gestrigen Fortsetzung des Prozesses dingfest zu machen, scheiterten.
Die Jugendkammer des Landgerichts hätte das Verfahren gegen den Flüchtigen am liebsten abgetrennt und gegen den Duisburger allein verhandelt. Staatsanwalt und Verteidiger protestierten: Es sei nicht sinnvoll, das Verfahren zu teilen. Ein Angeklagter könne die Tat auf den anderen abwälzen und variierende Zeugenaussagen womöglich zu weiteren Verfahren führen, so die Befürchtungen.
Die Richter ließen sich umstimmen. Das Verfahren wurde auf unbestimmte Zeit komplett ausgesetzt. Der bislang inhaftierte 21-jährige Duisburger kommt nun vorerst wieder auf freien Fuß, muss sich aber zwei Mal pro Woche bei der Polizei melden.

13:17
Bei 400 Gramm von einer ,,Plantage" zu reden, zeugt wirklich von einem äußerst dürftig recherchierten Artikel; oder aber es ist bewusste, dramatisierende Polemik aller BILD, derer sich die WAZ ja immer häufiger bedient.
02:31
achtung dealer:
verkaufen Sie zukünftig nur ordentliche ware, vielleicht gelangen Sie sonst an solche kunden...
22:17
wie kann man da von "Plantage" reden?
21:07
Edith fragt sich, warum der Kommentar blockiert wurde. Wie dem auch sei. Edith meint, dass es einfach sinnvoller sei, dass Verurteilte die entstehenden Kosten ihrer Inhaftierung selbst tragen, indem sie sinnvolle Arbeiten z.B. in Werkstätten verrichten. Dadurch würden immense Steuergelder gespart werden, die Inhaftierten würden dem Staat nicht "auf der Tasche liegen" UND: sie haben eine sinnvolle Beschäftigung.
20:01
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
19:57
Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur einer der Beteiligten einen Schulabschluss besitzt.
Für solche Dummheit sollte es pauschal 2 Jahre Knast mehr geben.
Ich leg noch einen drauf. Knast solange, bis der Schulabschluss in der Tasche ist.