Das aktuelle Wetter Duisburg 16°C
Duisburg

Mann soll Nichte seiner Lebensgefährtin missbraucht haben

26.01.2013 | 00:27 Uhr

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs muss sich seit gestern ein 35-jähriger Druck-Techniker aus Neudorf vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Duisburg verantworten. Zwischen Februar 2000 und Februar 2008 soll er die Nichte seiner ehemaligen Lebensgefährtin in mindestens 27 Fällen sexuell missbraucht haben.

Das Kind war zu Beginn der angeklagten Taten gerade einmal sechs Jahre alt. In der damals mit seiner Lebensgefährtin gemeinsam genutzten Wohnung soll der Angeklagte die Abwesenheit der Frau ausgenutzt haben, um das Mädchen im Intimbereich zu streicheln. Unter dem Vorwand, dass es sich um ein „neues Spiel“ handele, soll der Angeklagte seine Übergriffe in den Jahren danach einige Male wiederholt haben.

Übergriffe, die sich laut Anklageschrift dramatisch verschärften: So soll er das Mädchen ab dem Jahr 2007 regelmäßig vergewaltigt haben, obwohl sich das Kind dagegen zu wehren versuchte. Das Mädchen hatte den Mann und ihre Tante, die zunächst noch zusammen lebten, mehrfach in deren Wohnung besucht. Auch später, nachdem der Angeklagte ausgezogen war und in einer eigenen Wohnung in Duissern lebte, soll das Kind mehrfach bei ihm übernachtet haben und von ihm missbraucht worden sein. Ähnliche Vorfälle soll es auch bei einem Urlaub auf Rügen und während einer Ferienfreizeit an der Mosel gegeben haben.

Über die Verlesung der Anklageschrift kam das Verfahren gestern nicht hinaus. Der Verteidiger des Angeklagten leidet unter einer schweren Grippe. Die Kammer entschloss sich, dem fiebernden Anwalt keine Beweisaufnahme zuzumuten. bereits geladene Zeugen wurden kurzfristig auf einen der kommenden Termine umgelegt.

Darauf, dass der Angeklagte die Tat bislang bestritt, deutete die Anwesenheit einer Psychologin hin: Die Expertin soll ein Gutachten über die Glaubwürdigkeit der Aussage der Hauptbelastungszeugin erstatten.

Bodo Malsch



Empfehlen
Lesen Sie auch
Kommentare
Kommentare
autoimport
Aus dem Ressort
Ex-MSV-Profi Andreas Voss liegt nicht mehr im Koma
Koma
Gute Nachrichten! Andreas Voss ist wieder wach und auf dem Weg der Besserung. Wie berichtet hatte sich der frühere MSV-Profi einem vermeintlich leichten Eingriff unterzogen. Doch Komplikationen führten dazu, dass der 35-Jährige ins Koma fiel und sogar mit dem Tod rang.
Marxloher fürchten um den Ruf ihres Ortsteils
Zuwanderung
Weit über 100 Menschen kamen in die Marxloher Kreuzeskirche, um über die Lebenssituation im Ortsteil zu sprechen, die sich seit der verstärkten Zuwanderung aus Südost-Europa verändert hat. Die evangelischen Pfarrer warnen vor Ausgrenzung der Neubürger.
Kritik an Stadt Duisburg - Zeltstadt wie in einem Krisenland
Asylbewerber
Das Asyl-Auffanglager auf dem Ascheplatz der Sportfreunde 09 in Duisburg gilt bundesweit als Negativ-Beispiel dafür, wie unzureichend eine Stadt auf die Welle an Flüchtlingen aus Krisengebieten eingestellt ist. In 20 Zelten sollen 150 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Kritik an der Stadt wächst.
„Platzhirsch“ zeigt Kulturvielfalt auf Duisburger Dellplatz
Platzhirsch
Auf und um den Duisburger Dellplatz herum wird es an diesem Wochenende voll werden. Die „Platzhirsch“-Macher haben ein breites kulturelles Programm auf die Beine gestellt. Selbst in der wiedereröffneten St. Joseph-Kirche im Dellviertel finden zahlreiche Veranstaltungen statt.
Wohnungsbrand in Duisburg-Rumeln - Ein Verletzter
Feuer
Feuer in Rumeln: Am Donnerstagmorgen rückten 45 Feuerwehrleute und Rettungssanitäter aus, um einen Wohnungsbrand zu löschen. Eine Person erlitt eine Rauchgasvergiftung, die weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses kamen unverletzt ins Freie. Eine Zigarette hatte den Brand ausgelöst.