Manches bewegt sich doch

Initialzündung war das am häufigsten gebrauchte Wort im Zusammenhang mit dem NRW-Kabinettsbeschluss, die Niederlassung der Landesumweltbehörde Lanuv von Düsseldorf nach Duisburg zu verlagern. Denn damit verbunden sind nicht nur mehr als 300 neue Arbeitsplätze in der Innenstadt, sondern vor allem die Hoffnung, dass sich südlich vom Hauptbahnhof endlich etwas tut. Zu lange liegt dort ehemaliges Bahngelände brach, bilden die Ruinen alter Gebäude ein Entree zur Innenstadt, das alles andere ist als Image-Werbung.


Das sollte nicht so bleiben, doch liegt es weder an der Politik noch an den städtischen Planern, ob sich dort in absehbarer Zeit etwas Positives tut. Der Lanuv-Neubau kann weitere Investoren anlocken für die unmittelbare Bahnhofsnachbarschaft. Aber ob es auf dem rieseigen Güterbahnhofsgelände einmal Bewegung gibt, ist einzig und allein Sache des Eigentümers Kurt Krieger, der eigentlich dort ein Möbelhaus bauen wollte. Ob er’s immer noch will und wann das sein könnte? Mehr als Fragezeichen gibt’s bisher nicht.


Positiv für Duisburg ist dagegen, dass die Opernehe mit Düsseldorf fortgesetzt werden kann, dass es zwischen den alten Ehe-Partnern nun auch eine Verständigung über die Kosten gegeben hat. Eine Großstadt wie Duisburg braucht Kultur, die sich sehen – und hören – lassen kann. Auch, wenn’s ein paar Euro mehr kostet.