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9. November

Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht

09.11.2012 | 19:02 Uhr
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
Das Mahnmal am Harry-Epstein-Platz erinnert an die deportierten und ermordeten Kinder.Foto: Fabian Strauch

Duisburg. Auf dem kleinen Baumhain am Harry-Epstein-Platz in Sichtweite des Hauptbahnhofes wurde am Freitag, an diesem schwer lastenden 9. November – dem Gedenktag der Pogromnachtdas Mahnmal für deportierte jüdischen Kinder eingeweiht .

Eine kantige, drei Meter hohe Säule aus hartem, schon rostenden Stahl: Darin vergitterte Sichtluken, die den Blick erlauben auf hängende Stahlplättchen mit den – zumindest bekannten – über 130 Namen der Kinder, die zwischen 1938 und 1945 in Nazi-Todeslager geschafft wurden. Man muss nahe herangehen, herumgehen, um das Ausmaß des Grauens zu erfassen. Aber eben das ist es, was der Künstler Gerhard Losemann mit seiner mahnenden Stele erreichen wollte: „Das Bruchstückhafte muss erkennbar sein.“

Planung begann bereits 2008

Schon 2008 begannen auf Initiative des Stadtjugendrings die Planungen für das Mahnmal. „Höchste Zeit“, sagte Superintendent Armin Schneider als Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage, „endlich“, meinte Pascal Rüsche vom Stadtjugendring zum Tag der Einweihung. Dabei steht das Mahnmal noch nicht am endgültigen Platz. Es soll später mit Umgestaltung des Vorplatzes direkt zum Hauptbahnhof umziehen, dorthin wo einst die Reichsbahn willfährig mit „peinlich genauer“ Logistik dem Massenmord an Juden den Weg ebnete.

Historische und aktuelle Bilder der...

„Das Mahnmal wird von heute an zu unserer Stadt gehören, als Teil der Erinnerungskultur, als Teil auch des öffentlichen Gewissens“, sagte Oberbürgermeister Sören Link. Duisburg gedenke damit dieser jungen Opfer des Nazi-Terrors: „Das ist das Mindeste, was wir ihnen schuldig sind“, erklärte er vor einer beachtliche Menge: Darunter auch viele Jugendliche des Stadtjugendringes und die Auszubildenden von Thyssen-Krupp Steel, die das Mahnmal in ihrer Ausbildungswerkstatt hergestellt hatten – wie schon das Loveparade-Mahnmal, das ebenfalls Losemann entworfen hatte.

 Für die jungen Azubis war das mehr als ein Werkstück, wie der ehemalige Thyssen-Krupp-Arbeitsdirektor Dieter Kroll unterstrich: „Wir wollten Spuren hinterlassen .“ Und damit auch ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen.

Oliver Schmeer

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Kommentare
12.11.2012
07:47
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Name von Moderation entfernt | #14

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11.11.2012
17:08
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von rickylee | #13

#11 Polt Ergänzung :
Mehr noch :
AUS WIKIPEDIA :
http://de.wikipedia.org/wiki/Duisburg#Zweiter_Weltkrieg

" In der Zeit von 1942 bis 1944 gab es in Duisburg ein Konzentrationslager. Dieses befand sich anfangs in Duisburg-Ratingsee, wurde aber 1943 in die bereits zerbombte Diakonenanstalt am Kuhlenwall verlegt. Zunächst war das Duisburger Lager ein so genanntes Außenlager des Konzentrationslager Sachsenhausen, später wurde das Duisburger Lager dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt. Die Insassen kamen zwangsweise unter anderem zu Aufräumarbeiten nach Luftangriffen zum Einsatz. "

11.11.2012
15:04
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von Rheinhauser | #12

Ich bin mal gespannt, wie Herr Link mit den Zuwanderern im Elendsquartier umgeht!
Hier wird ja von ihm aus nicht zur Integration unternommen.
Der Vermieter brüstet sich zur Zeit damit, dass er ethnische Säuberungen in dem Haus durchführt und so der Stadt gefallen will. Er kündigt nun Mietern, welche einer bestimmten ethnischen Minderheit angehören! Da bin ich mal gespannt, ob Herr Link das duldet oder ob die Stadt den Vermieter nun verklagt!

Was im Elendsquartier in Bergheim passiert ist langsam wirklich unglaublich! Den Rechten wird hier Tor und Tür geöffnet, nur damit die Stadt das Thema vom Tisch bekommt! Herr Link sie wirken wirklich hilflos und kopflos!

11.11.2012
14:32
"Mahnmal"? - Eine bigotte und dreiste Peinlichkeit!
von Polt | #11

Da stellt unsere Stadt ein Mahmal mit einer Inschrift auf, in der an die Deportation jüdischer Kinder "durch die Reichsbahn" erinnert wird, und der Redakteur greift das so auf, ohne dass sich bei ihm ein Störgefühl einstellt.

Gehts eigentlich noch?

Die deportierten Kinder wurden zuvor von unserer Stadtverwaltung erfasst, in einigen Fällen von unseren Mitbürgern denunziert, in Listen aufgenommen, zusammengetrieben - und dann von der Reichsbahn deportiert.

Duisburg hat an diesen Verbrechen genauso seinen Anteil wie die Reichsbahn.

Und geht nun hin und errichtet ein "Mahnmal", das mit dem Finger auf die Bahn zeigt, als hätte sie selbst mit der Sache nichts zu tun gehabt.

Peinlich, provinziell und schäbig!

11.11.2012
12:14
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von rickylee | #10

zu # 8
[Off Topic]
ICH finde Mahnmale gut und wichtig gegen das Vergessen ! Besuche von Schulen an den früheren Tatorten wie Auschwitz / Buchenwald / Dachau und und und, die heute auch " Gedenkstätten " sind, allemal.
Allerdings nur, wenn diesen Mahnmalen auch Taten in der Gegenwart folgen.
Hören wir dazu Henryk M.Broder :

http://www.youtube.com/watch?v=Lsgk061NkHY

Kommentar zu diesem Video:
" Henryk M. Broder stellt sein neues Buch "Vergesst Auschwitz" vor. Seine Haupthese: Während Deutschland den Holocaust feiert und daraus quasi eine Religion macht, die wie eine Art Ablassbrief wirkt, droht der Iran währenddessen Israel mit der Vernichtung und arbeitet an einer Atombombe ohne das es uns sonderlich stört: "

Sowie uns soviel Anderes nicht ( mehr ) stört.
Und das stört mich. Denn für viele ist so ein Mahnmal sowas wie eine Absolution. Dieses Betroffenheitsgetue ist MIR unerträglich. ( Gilt ja nicht für alle )

10.11.2012
21:58
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Name von Moderation entfernt | #9

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10.11.2012
21:54
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von Kritiker90 | #8

[edt.]

An den Moderator: in Deutschland gilt immer noch die Meinungsfreiheit, solange die Aussagen nicht unter die Gürtellinie gehen, was in meinem Kommentar nicht der Fall war und ist!

2 Antworten
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von Moderation | #8-1

Die Meinungsfreiheit wird dadurch nicht berührt: Sie können immer noch frei sagen, was Sie möchten. So wie wir immer noch entscheiden können, ob wir das publizieren möchten oder nicht. Verstehen wir uns?

Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von Kritiker90 | #8-2

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, ob ein Beitrag veröffentlicht wird oder nicht? Ich habe eher den Eindruck, dass bei Ihnen die Willkür entscheidet.
Passt es Ihnen nicht, dass ich dieses Mahnmal als hässlich bezeichnet?
Was passt Ihnen überhaupt nicht?
Oder können oder wollen Sie nicht, meine Argumente verstehen?

10.11.2012
21:32
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von pl88 | #7

So ein hässliches Mahnmal. Hauptsache der erschaffende "Künstler" hat abgesahnt.

10.11.2012
15:32
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von ayersrock | #6

Wes "rechten" Geistes Kind muß man sein, um solche ebenso peinlichen wie verstörenden Kommentare (#1,3,4) angesichts der schweren Verbrechen zu veröffentlichen. Die Schuld für diese Unmenschlichkeiten wird nicht einfach verjähren und mahnt auch alle Nachfolger der Tätergeneration zur reuevollen Erinnerung. Völlig deplaziert sind auch die willkürlichen Zusammenhänge mit anderen schlimmen Erscheinungen der Geschichte. Jedes von Menschen geschaffene Greuel muß für sich betrachtet und verarbeitet werden.

1 Antwort
Mahnmal für Deportation in Duisburg eingeweiht
von Pitti12 | #6-1

Ich denke mal, dass es die meisten Menschen einfach satt haben, permanent mit diesem Thema konfrontiert zu werden. Ich bin zum Glück erst nach dem Krieg geboren und nicht bereit, für alles schlechte mein Leben lang mit gesenktem Haupt durch die Lande zu laufen. Dafür ist mein Leben zu kurz. Natürlich darf so ein Thema nicht vergessen werden und sollte in jedem guten Geschichtsuntericht auch behandelt werden. Jedoch durch die Art, wie dieses Thema jeden Tag durch die Medien getrieben wird, an jeder Ecke ein neues Mahnmal errichtet wird und als Vorwand für eine zum Teil völlig verquere Politik genutzt wird, erreicht man bei sehr vielen Menschen genau das Gegenteil von dem was man eigentlich will. Sie schalten einfach ab!

10.11.2012
11:20
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Name von Moderation entfernt | #5

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Delfinarium schließen?
Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen ( zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des

Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen (zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des "Säugetiergutachtens" eingeladen hatte, war auch die Delfinhaltung ein Streitthema (zum Artikel ). Das Delfinarium Duisburg ist aber ein Publikumsmagnet. Was denken Sie?

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