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,Mafia' mischt mit

31.07.2008 | 17:56 Uhr

DGB-Aktionen für Mindestlohn mit Politikern und Pfarrer, mit Bischoff und einem Boss. DGB-Jugend an Schulen aktiv

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gibt mächtig Gas - und das nicht nur mit einem Mindestlohn-Truck, der am kommenden Donnerstag, 12 bis 14 Uhr, am Kuhtor in der Innenstadt Halt macht.

"Kein Lohn unter 7,50 Euro" ist das Motto der Aktion, die vor allem in Duisburg viele Menschen ansprechen dürfte, erklärte Angelika Wagner. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende verwies auf Zahlen, nach denen 22 Prozent der Erwerbstätigen im Niedriglohnsektor tätig seien, trotz unbestreitbarer Abnahme der Arbeitslosigkeit: "Immer mehr Menschen müssen für immer weniger Geld arbeiten." Und bei immer Menschen reiche es trotz Achtstundentag nicht aus, müssten zusätzliche soziale Leistungen gezahlt werden.

Dagegen gebe es in 20 der 27 EU-Staaten eine Mindestlohnregelung, in sechs Ländern würden gar mehr als acht Euro gezahlt. Wagner: "Deutschland gilt als Niedriglohnland." Unter 7,50 Euro dürfe künftig kein Lohn liegen: "Nach oben sind wir natürlich offen."

Am Truck wird es mafiös zugehen, denn die deutsch-türkisch-italienische Rap-Gruppe "Microphone Mafia" ist fürs Musikprogramm zuständig. Den politischen Teil bestreiten Unternehmerverbands-Geschäftsführer Wolfgang Schmitz, Pfarrer Jürgen Widera, DGB-Chef Rainer Bischoff und eingeladene Politiker.

Eine weitere spektakuläre Aktion startet die DGB-Jugend. An drei Hauptschulen in Rheinhausen wird es mit 130 Teilnehmern eine Intensiv-Vorbereitung der Berufswahl geben, angefangen mit einer Potenzialanalyse. "Sich selbst entdecken" heiße das, so DGB-Jugendbildungsreferentin Cigdem Gülen, Stärken und Schwächen erkennen. Es folgen ein Planspiel mit echten Betriebsräten und Personalexperten aus Betrieben sowie zum Abschluss eine "gezieltes, vertieftes Training", beispielsweise für Einstellungstest und Vorstellungsgespräche. Begonnen wird nach den Ferien mit neunten Klassen.

Von Willi Mohrs

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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