Luxus-Kreuzfahrer legen bei "Romantic Rhine-Tour" in Duisburg an

Die „Scenic Crystal“ lockte beim Anlegen in Duisburg an der Mühlenweide auch Neugierige wie Heinz-Hermann und Hella Wagner aus Mülheim an, die gleich ein Erinnerungsfoto schossen. Heinz-Hermann und Hella Wagner kamen aus Mülheim, um sich das Ereignis anzuschauen und mit dem Handy ein Erinnerungsfoto zu machen.
Die „Scenic Crystal“ lockte beim Anlegen in Duisburg an der Mühlenweide auch Neugierige wie Heinz-Hermann und Hella Wagner aus Mülheim an, die gleich ein Erinnerungsfoto schossen. Heinz-Hermann und Hella Wagner kamen aus Mülheim, um sich das Ereignis anzuschauen und mit dem Handy ein Erinnerungsfoto zu machen.
Foto: FUNKE Foto Services
Duisburg wird endlich wieder Anlegestelle bei den beliebten Flusskreuzfahrten. Touristik-Reedereien entdecken Duisburg und das Revier für Landausflüge.

Duisburg.. Wenn ein Schiff an der Mühlenweide vorüber fährt, dann gehört es künftig nicht zu den schwimmenden Luxushotels der Scenic Cruises Line, denn die legen ab sofort zwischen dem Flaggenmast, der Statue des Heiligen Nikolaus und der Rheinbrücke in Ruhrort an. Noch 17 Mal werden sie in diesem Jahr auf ihrer „Romantic Rhine“ Tour zwischen Amsterdam und Zürich in Duisburg festmachen.

An Land standen Samstagmittag der Oberbürgermeister Sören Link und Thomas Krützberg als Geschäftsführer der Duisburg Marketing Gesellschaft mit der Touristikchefin Inge Keusemann-Guben zum Empfang bereit. Die 2012 gebaute „Scenic Crystal“ mit vier Decks, 135 Metern Länge, 11,5 Metern Breite und zwei Metern Tiefgang erregte einiges Aufsehen. Sie fasst 169 Passagiere, hat 72 Balkonkabinen und knapp 50 Mann Besatzung an Bord.

Kreuzfahrt-Passagiere verwundert über großen Empfang

Die Passagiere, zum größten Teil Australier, waren etwas verwundert über den Empfang. „Was ist denn so besonderes an uns?“ fragten sie mit Blick auf die zahlreichen Fotografen und Yesim Ates im knallbunten Duisburg-Kostüm als „Miss Duisburg“ an der Anlegestelle. Viele von ihnen sind erfahrene Deutschlandreisende, kennen das Obere Rheintal und die Mosel wie ihre Westentasche und können Cochem und Traben-Trabach sagen, ohne sich die Zunge zu brechen. Aber Duisburg ist bisher ein blinder Fleck auf ihrer Deutschlandkarte.

Das lässt sich ändern. Mit den bereitstehenden Bussen brachen 30 von ihnen nach Essen auf, um die Zeche Zollverein anzuschauen, die anderen blieben in Duisburg und stöberten über den Handwerkermarkt. Auch eine Bier-Verkostung im Innenhafen stand auf ihrem Programm. „Das Verhältnis lobe ich mir“, sagte Thomas Krützberg vergnügt, „130 für Duisburg und 30 für die Route der Industriekultur, so kann das bleiben.“ Während die Australier die Stadt erkundeten, lieferte ein holländischer LKW kistenweise Feldsalat und viele Säcke Kartoffeln für die Bordküche.

Kreuzfahrtschiffe sind "willkommener Zuwachs" im Duisburger Hafen

Über mehr Schiffsverkehr der eleganten, touristischen Sorte freute sich auch Julian Böcker, Pressesprecher der Duisburger Hafen AG. „Nicht dass wir hier zu wenig Schiffe hätten, mit 20. 000 Frachtschiffen pro Jahr“, erklärte er Plamen Veselinov dem Kapitän der Scenic Crystal, „aber die Fluss-Kreuzfahrer sind ein sehr willkommener Zuwachs.“

Tourismus Kapitän Veselinov lobte den freundlichen Hafenmeister und die Anlegestelle an der Ruhrorter Mühlenweide. Dort gibt es keine direkten Anwohner, die sich durch anfahrende Busse gestört fühlen könnten.

Hafen baut eine neue Anlegestelle für 500.000 Euro

Die Duisport AG wird gemeinsam mit der Reederei Viking aus den USA einen repräsentativen Ausbau des Anlegeplatzes vornehmen, der eine halbe Million Euro kosten und schon im Sommer fertig ist.

Danach werden auch die „Wikinger“-Schiffe der Amerikaner in Duisburg anlegen, die flussfahrtauglich gemacht wurden. Zugleich will Duisport an der Anlegestelle einen Werbe- Container aufstellen.