Loveparadegutachter beraten Duisburg bei Projekten
05.08.2010 | 19:20 Uhr 2010-08-05T19:20:00+0200
Duisburg.Die Kanzlei Heuking, Kühn, Lüer und Wojtek hat das Gutachten zur Verantwortung der Stadt Duisburg für die Loveparade-Katastrophe erstellt. Tenor: kein Fehlverhalten. Fakt ist: Die Juristen beraten Duisburg auch bei anderen Projekten.
Die Kanzlei Heuking, Kühn, Lüer und Wojtek, die den Zwischenbericht über „die Zuständigkeiten und Aufgabenerfüllung der Stadt“ im Zusammenhang mit der Loveparade-Katastrophe erstellt hat, ist in Duisburg nicht unbekannt. Sie war in der Vergangenheit und ist aktuell für diverse Projekte als Berater der Duisburger Stadtverwaltung tätig.
Auf den eigenen Internetseiten wird damit geworben, dass Dr. Ute Jasper an insgesamt sechs Projekten als juristische Ratgeberin beteiligt ist. Dazu zählen: Das Eurogate-Projekt am Innenhafen (geplant), das neue Berufskolleg in Neudorf (in Bau befindlich), das Museum Küppersmühle, der Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzug (hierfür sind in der Vorwoche Aufträge für den 1. Bauabschnitt vergeben worden) und Wassergrundstücke im Duisburger Hafen. Die vom Handelsblatt mit zu den Top-Frauen der Wirtschaft gekürte Juristin gilt als Expertin im Vergabe- und im Kommunalrecht. In die Schlagzeilen geriet sie vor einigen Jahren überregional. Damals sah sie sich mit dem Vorwurf der Interessenkollision ausgesetzt, der jedoch folgenlos blieb.

18:13
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01:05
Ich wünsche mir, dass alle Beratungstätigkeiten, für die diese Kanzlei tätig war, für alle Duisburger Bürger einsehbar sind.Bitte alle Verträge auf den Tisch.
23:29
Erneut eine recht unappetitliche Verquickung von persönlichen Interessen und Beziehungsgeflechten - auf Kosten des Steuerzahlers- aus dem Duisburger Rathaus!
In anderen Blogs und Kommentaren wird dieses treuere Machwerk leider als Gutachten dargestellt, dass die politische Führung Duisburgs exkulpiert!
19:42
üblich und letztlich auch zwingend dieses durch einen Rechtswissenschaftler
Wieso ist eine Anwaeltin keine Rechtswissenschaftlerin? Sie hat doch Rechtswissenschaften studiert und zwei vermutlich ueberdurchschnittlich gute Examina gemacht, sonst waere sie naemlich nicht bei Heuking.
18:05
Sieh auf zu den Sternen.
Gib Acht auf die Gasse.
-Wilhelm Raabe-
www.loveparade2010doku.wordpress.com
12:54
Wie heißt es doch so schön: Beiße nicht in die Hand, die dich füttert
00:22
Von wem bekäme die Kanzlei weitere Aufträge, wenn OB AS kein OB mehr ist?
Hat die Kanzlei ein Interesse daran, daß OB AS OB bleibt?
Ein Schelm, wer böses dabei denkt?
Fragen über Fragen - und der OB hält sich im Rathaus versteckt.
20:03
Stadt gibt Gutachten zur Klärung in Auftrag - was dabei herumkommen würde war doch schon klar als die Meldung bekannt wurde.
.
Das dann noch andere Verzeigungen mit der Stadt bestehen, konnte selbst der unbedarfste Bürger erahnen. Erwartungsgemäss fürderte das Gutachten ja auch dann zu Tage, was jeder zuvor der 1 und 1 zusammenzählen kann ohnehin schon wusste.
13:42
„Die Kanzlei Heuking, Kühn, Lüer und Wojtek hat das Gutachten zur Verantwortung der Stadt Duisburg für die Loveparade-Katastrophe erstellt. Tenor: kein Fehlverhalten“
Betreut unser Oberbürgermeister die Duisburger Rechtsabteilung mit der Aktenstudie?
Nein, er beauftragt (mit unserem Geld) eine externe Kanzlei.
Welche beauftragt er?
Von all den guten und überteueren Düsseldorfer Kanzleien, sucht sich Sauerland für sein „Gutachten“ ausgerechnet die aus, die mannigfaltige Duisburger Projekte betreut.
-Eurogate
-Museum Küppersmühle
-Berufskolleg Neudorf
-Hafen
-Karl-Lehr Brücke
Deren Vorzeigejuristin Dr. Ute Jasper hat sich in ihrer Vergangenheit schon mit dem Vorwurf der Interessenskollision ( für Anwälte ein absolutes NOGO!) auseinandersetzen müssen.
Traut Sauerland seiner eigenen gutbestückten Rechtsabteilung nicht zu, die passenden Ergebnisse zu erreichen?
Leider kein Schelm mehr, der Böses dabei denkt!
11:32
Das Gutachten ist kein Gutachten sondern ein Zwischenbericht, der beständig auf Anlagen zum Bericht verweist, aus denen zitiert wird - natürlich fehlen genau diese Anlagen in dem auf duisburg.de veröffentlichen PDF-Dokument.
Es fehlen auch sämtliche direkten Hinweise auf versetzte Mitarbeiterinnen und einen weggelobten Polizeichef. Einzig es sind ein paar Informationen bekannt geworden, die man bisher so nicht kannte. Die Düsseldorfer Polizei war mit dem Ständigen Stab vor Ort und das Ordnungsamt sollte ein Musikprogramm abhalten, wenn es auf den Zuwegen zu Staus kommt.
Leider ist mir keine Karte der Zuwege zur Loveparade bekannt, auf denen genau die im Dossier beschriebenen Bühnen eingezeichnet sind. Auch ist im Vorfeld nirgends auf diese Alternativmöglichkeit hingewiesen worden.
Es wird auch nirgends im Dossier über mögliche alternative Routen zum Veranstaltungsgelände geschrieben.
Das OB Sauerland nichts von Gründen gegen die Veranstaltung an diesem Ort mitbekommen haben will ist unglaubwürdig. Wenn der Polizeichef einer Stadt entlassen wird, der sich sehr kritisch gegen die LP geäußert hat, dann kommen solche Informationen auch im Rathaus an.
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Das auch der IM Jäger nicht so ganz unbeteiligt an der LP ist, wie er behauptet zeigt ein Interview das der wdr mit Schaller während der LP geführt wurde. Gegen 16:43 Uhr wurde Schaller zur vorübergehenden Schließung des Geländes befragt. Im Hintergrund stehen IM Jäger und der Duisburger Polizeichef Detlef von Schmeling. Bei einem Schwenk der Kamera sieht man das genau zu diesem Zeitpunkt Menschen im Bereich der Rampe über den Masten nach oben klettern.
Festzustellen bleibt: Alle Beteiligten der LP sind nicht an einer Aufklärung interessiert. Alle versuchen ihre Beteiligung zu verschleiern, und einige bemühen bereits Anwälte zu ihrer Verteidigung - sie werden schon wissen wieso.