Wohnungs-Durchsuchung bei Lopavent-Mitarbeiter
25.10.2011 | 11:23 Uhr 2011-10-25T11:23:00+0200
Duisburg/Bochum.Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen zum Loveparade-Unglück ausgeweitet. Im Zuge der Untersuchung wurde am Montag die Wohnung eines Lopavent-Mitarbeiters durchsucht. Es soll sich um den Organisationsleiter der Loveparade handeln.
Ein weiterer Mitarbeiter der Firma Lopavent ist im Zuge der Ermittlungen nach dem Loveparade-Unglück in Duisburg ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Das erklärte am Morgen Sprecher Detlef Nowotsch gegenüber DerWesten. Bereits am Montag habe es demnach eine Wohnungsdurchsuchung bei dem Beschuldigten gegeben, um Beweismaterial sicherzustellen.
Nach Recherchen von „Spiegel Online“ soll es sich dabei um den Organisations-Chef der Loveparade 2010 handeln. Der Bochumer habe demnach die Verantwortung für die Gesamtleitung der Musikveranstaltung gehabt. Damit würde die Staatsanwaltschaft gegen einen hochrangigen Mitarbeiter des Loveparade-Veranstalters Lopavent ermitteln.
Ermittlungen gegen 17 Personen
Der Ermittlungsbericht der Staatsanwaltschaft umfasst mehr als 400 Seiten. Insgesamt wird nun gegen 17 Personen ermittelt: fünf Mitarbeiter von Lopavent, elf Verantwortliche der Stadt Duisburg und gegen den damaligen Einsatzleiter der Polizei. Ihnen wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Lopavent-Chef Rainer Schaller und Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland sind nicht unter den Beschuldigten .
Bereits im Januar 2011 hatte die Staatsanwaltschaft Duisburg im Zuge der Loveparade-Ermittlungen Objekte der Stadt und des Veranstalters Lopavent durchsucht .
Bei der Loveparade waren am 24. Juli 2010 in Duisburg 21 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 500 wurden bei der Panik verletzt. (kari)

20:55
Ich suche Ihnen das Video bei Youtube raus.
#64 von Duisburg2000 , am 25.10.2011 um 18:07
Danke, verzichte. Habe den erschütternden Augenzeugenbericht der fotografierten Jugendlichen gehört und mich graust es bis heute beim Anblick dieses Fotos. Die hatten nackte Angst! Keine Spur von Partylaune Schauen Sie sich doch die Gesichter auf dem Foto an. Sehen die nach Partylaune aus? Wohl nicht. Die sind geflüchtet, auf dem einzigen Weg, der ihnen noch möglich erschien.
20:13
#12 KritikerMH
Sie verwechseln da etwas. Der Besucher war eingeladen worden. Die Einladenden waren McFit und die Stadt Duisburg, vertreten durch ihren OB Adolf Sauerland. Wenn ich eingeladen werde, darf ich normalerweise davon ausgehen, dass man mich nicht ins Jenseits schicken möchte, sondern mich als Gast empfängt, für dessen Wohlbefinden alles trefflich vorbereitet ist. Niemals käme ich auf die Idee, dass hinter dem Gastgeber jemand steckt, der um seiner eigenen Profilierung willen Sicherheitsaspekte nicht nur negiert, sondern sie schlichtweg ablehnt. Was da in Duisburg passierte, ist schon besonders harter Tobak.
20:03
Die Besucher trifft keinerlei Schuld, weder moralisch, noch strafrechtlich, noch sonst irgendwie.
#74 von makoco , am 25.10.2011 um 19:47
...aber der Gutbürger und Sauerland-Freund KikirikiMH konnte doch wenigstens wieder mal kenntnisfrei abledern. Warum hat Kikiriki nicht noch sein Alter Ego saarner ins Rennen geschickt?
19:47
#12 von KritikierMH,
Und letztendlich darf auch nicht ausser Acht gelassen werden, das die Besucher mit ihrem gandenlsoen Nachdrängen in den Tunnel, selbst viel mit zur Katastrophe beigetragen haben.
Dass weiter hinten stehende Besucher nicht darüber informiert werden und daher nicht wissen konnten, was weiter vorne geschieht, lag an der zwar vorgeschriebenen, aber fehlenden bzw. nicht funktionierenden ELA.
Auch konnten aus diesem Grund die unten an der Rampe im Bereich der Treppe stehenden Menschen nicht informiert werden. Mit der vorgeschriebenen wie bei solchen Besucherzahlen selbstverständlichen Möglichkeit, über Lautsprecher (ELA) die Gäste informieren zu können, hätten Tote wahrscheinlich vermieden werden können.
Es muss furchbar gewesen sein, alles auf den Monitoren mitverfolgen zu müssen, ohne eingreifen zu können.
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Die Besucher trifft keinerlei Schuld, weder moralisch, noch strafrechtlich, noch sonst irgendwie.
19:05
#69 von taosnm,
ja, und von den 30% hatten die Mädchen ein Gläschen Sekt-Orange, die Jungs ein Kölsch getrunken.
Das sind dann die drogensüchtigen Raver der, ich glaube es war die RP.
#71 von Bernd1959,
so siehts aus, damit fing die Aufklärung an ;-
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Was ist jetzt mit dem youtube-Video?
18:49
@ #71
Diese Anhäufung von Vorurteilen und Vor-Verurteilungen in der Medienberichterstattung ist doch kein Wunder, wenn man die Geilheit der Fernsehmacher auf Katastrophen- und Asozialenbilder kennt.
Und der Ruf der LoPa wurde ja schon in den Jahren davor derart auf Sauf- und Drogengelage herunter gehyped, dass man derartige verbale Aussetzer mit gutem Gewissen dem teutschen Law-and-Order-Bürger präsentieren konnte - die Quote richtet alles.
18:29
#67 makoco
Ein ähnliches Stateman gab auch Sauerland in der Nacht des Unglücks auf N24 ab. Dies ist auch unteranderem der Grund warum ich dieses Mann nur noch verabscheue. Wie kann man solchen Schwachsinn im Fernsehen behaupten ohne zu wissen was und wie dieses Unglück zu stande kam.
18:28
Für mich hat hier die Polizei versagt, wie auch schon in Dortmund, da war es ähnlich nur spricht da keiner von, weil dort gerade noch alles gut gegangen war.
Lesen Sie hier nach, was man über Dortmund wusste ...
http://docunews.org/loveparade/analyse/katastrophe-mit-vorwarnung/
Was die Situation in Duisburg betrifft: da hätte man schon Panzertüren an die Tunneleingänge bauen müssen, hätte aber Geld gekostet ;-
18:27
# Duisburg2000
Die Untersuchungen der Verletzten und die sich anschliessenden Auswertungen ergeben, dass ein Prozentsatz von weniger als 30 alkoholisiert war, und zwar nur schwach alkoholisiert. Weitere Drogen haben wohl keine Rolle gespielt. Das bedeutet im Klartext, dass die Mehrzahl der Teilnehmer sauberer und nüchterner war als die Teilnehmer eines Dorfschützenfestes. Im zusammenhang mit all den üblen Behauptungen zur Katastrophe scheint mir dieses Ergebnis sehr wichtig zu sein.
18:27
Die hier von Drängelei reden, sollten sich erst mal kundig machen, was die Panikforschung herausgefunden hat. Einige wenige menschen auf einem Quadratmeter, und schon kommt es zur Panik.