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Von der Friedensdemonstration zum Groß-Event

12.07.2010 | 12:39 Uhr
Von der Friedensdemonstration zum Groß-Event
Wo sonst Autos fahren, tanzten in Dortmund die Raver. Bild: Ilja Höpping

Duisburg.Im Laufe der Zeit hat die Loveparade sich weiterentwickelt, doch die Grundidee ist immer noch erhalten.

“Friede, Freude, Eierkuchen“ - unter diesem Motto zogen am 01. Juli 1989 die ersten Raver über den Kurfürstendamm in Berlin. Die Geschichte der Loveparade beginnt.

Die Grundidee der Loveparade: Eine Friedensdemonstration

Abrüstung, bessere Völkerverständigung, gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln - dafür setzte sich die noch kleine Gemeinde der Elektro-Fans ein. Die Grundidee der Loveparade war somit geboren: Menschen aus allen Teilen der Welt feiern friedlich unter freiem Himmel. Respekt, Toleranz, Gemeinschaft - diese Werte versucht die Liebesparade jedes Jahr zu vermitteln.

Die größte Steigerung an Teilnehmern im Verhältnis zum Vorjahr verzeichnete die zweite Loveparade. 2000 Menschen und sechs Trucks nahmen an der Veranstaltung teil, die unter dem Motto „The Future is ours“ stand – und damit sollten sie Recht behalten. .

Bundesweit warb die Fangemeinde im nächsten Jahr - mit Erfolg. Aus dem ganzen Bundesgebiet strömten die Besucher nach Berlin.

Nach dem vierten „Worldwide party people weekend“ feierte das Event 1993 Geburtstag. 31.000 House- und Techno-Begeisterte kamen zum fünften Jubiläum der ursprünglichen Friedensdemonstration.

Bei der Loveparade 2008 in Dortmund An der zweiten Loveparade feierten nach amtlichen Angaben 1,6 Millionen Raver gemeinsam zu elektronischer Musik. Bild: Ilja Höpping

Die Loveparade wächst und wächst. Am 2. Juli 1992 feierten 110.000 Elektro-Fans unter dem Motto „The Spirit makes you move“. Die Fangemeinde vergrößert sich von Jahr zu Jahr.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Im Frühjahr 1996 wird die Loveparade Berlin GmbH gegründet. Es gibt in diesem Jahr noch weitere Neuerungen: Der Veranstaltungsort wird auf die Straße des 17. Juni verlegt und an der Siegessäule findet die Abschlusskundgebung statt.

Eine Million Teilnehmer - diese magische Summe erreichte die neunte Loveparade. Außerdem gibt es zum ersten mal eine offizielle Single und ein Musikvideo.

Nach „One World- One Future“ und „Music is the key“, fand die Parade am 8. Juli 2000 unter dem Motto “One World – One Loveparade“ statt. Inzwischen gibt es weltweit Nachahmer des Musik-Events.

Loveparade verliert Demonstrationsstatus

Ihren Demonstrationsstatus verlor die Loveparade im 13. Jahr. Für sämtliche Kosten müssen die Veranstalter ab diesem Zeitpunkt selbst aufkommen - dies sorgt in der weiteren Geschichte der Loveparade immer wieder für Probleme. Die ersten Diskussionen zur Finanzierung der Loveparade werden geführt. Dennoch kann die Veranstaltung im folgenden Jahr stattfinden.

Die Kosten sind zu hoch: das Aus für die Loveparade 2004. Erstmalig gibt es für die Raver nichts zu feiern.

Nie wieder Loveparade? - Nein. „Love is back“: Nach dreijähriger Pause gibt es rund um die Siegessäule wieder etwas auf die Ohren. 1,2 Millionen Menschen raveten zu Techno, Trance und Co.

Loveparade nun im Ruhrgebiet

Die Planungssicherheit für die kommenden Jahre fehlte allerdings in Berlin - die Veranstalter wählten einen neuen Austragungsort. In der Metropole Ruhr kommen die Fans der elektronischen Musik von 2007 bis 2011 in fünf verschiedenen Großstädten zusammen.

Beim Auftakt in Essen verwandelten 1,2 Millionen Besucher die Innenstadt in einen riesigen Dancefloor. 27 Floats aus sieben Ländern gingen an den Start. Neu war nicht nur der Ort, sondern auch das „Love-Weekend“. Vier Tage feierten Fans der Szene städteübergreifend in verschiedenen Clubs. Ganz nach dem Motto: „Love is everywhere“.

Dortmund bricht Rekorde

Wo sonst Autos fahren, tummelten sich die Raver - die B1 verwandelte sich 2008 in den „Highway to Love“. 1,6 Millionen Besucher tanzten zu der elektronischen Musik - mehr als je zuvor. Sieben Stunden hämmernde Beats bei der Abschlusskundgebung - länger als je zuvor. Die Loveparade in Dortmund brach alle Rekorde. Um 23.30 Uhr blickten alle Augen gen Himmel: Die Lichtshow „Colosseum of Light“ läutete das Finale ein . Die Scheinwerfer erhellten in bis zu 50 Kilometern Höhe den Himmel über Dortmund.

Das Aus für Bochum

Die nächste Absage für die Loveparade. Die Stadt Bochum sah sich nicht in der Lage die Loveparade auszurichten. Die Kapazität der vorhanden Infrastruktur hätte nicht ausgereicht, um die Besuchermassen zu bewältigen – so die offizielle Begründung. Einen neuen Veranstaltungsort konnten die Veranstalter nicht finden. Die Absage war zu kurzfristig. Ausgerechnet zum 20-jährigen Jubiläum fand die Loveparade nicht statt.

Die Loveparade meldet sich in der Metropole Ruhr wieder zurück. Nach einjähriger Pause findet das Mega-Event in Duisburg statt. Der Veranstalter ist sich sicher, dass auch in Duisburg wieder tausende Besucher zu der elektronischen Musik tanzen werden.

Sina Clemendt

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Kommentare
14.07.2010
13:55
Von der Friedensdemonstration zum Groß-Event
von Peter Buda | #1

Viele Duisburger ahnen noch nicht einmal, was ihnen blüht.....

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