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Spott in sozialen Netzwerken - "Wulff ist der Bundes-Sauerland"

13.02.2012 | 13:10 Uhr
Spott in sozialen Netzwerken - "Wulff ist der Bundes-Sauerland"
Adolf Sauerland wurde mit großer Mehrheit von den Bürgern abgewählt - ein bislang einmaliges Ereignis in der Geschichte des Landes. Dementsprechend groß ist das Medienecho. Foto: Lene-Lotte Burkhard

Duisburg.  Nach der Abwahl von Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland herrscht größtenteils Erleichterung. Die Medien zollen vor allem den Duisburgern Respekt, die "die Hürde beim Bürgerentscheid mit Bravour übersprungen" haben.

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Duisburg, 13.02.12: Anderthalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe haben die Duisburger am Sonntag mit großer Mehrheit ihren Oberbürgermeister Adolf Sauerland abgewählt. Knapp 130.000 Bürger stimmten gegen einen Verbleib des CDU-Politikers im Amt.

Der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) wurde am Sonntag mit großer Mehrheit von den Bürgern abgewählt - ein bislang einmaliges Ereignis in der Geschichte des Landes. Dementsprechend groß ist das Medienecho.

"Es ist vorbei. Endlich!", titelt die taz und spricht gar von einem "Sieg für die politische Kultur in der Bundesrepublik". Gleichzeitig zollt die Zeitung insbesondere den Duisburgern Respekt: "Die Hürde beim Bürgerentscheid am Sonntag war hoch. Doch sie wurde mit Bravour übersprungen." Die Frankfurter Rundschau sieht in dem gelungenen Abwahlverfahren eine "Warnung - auch für den Bundespräsidenten": Der Fall Sauerland sei "der neuerliche Beweis dafür, dass die Menschen bereit sind, mit Macht und Ausdauer für ihre Überzeugungen zu kämpfen."

"Unwürdiges Schauspiel"

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Loveparade und OB-Abwahl

Artikel, Fotos, Videos und ausgewählte Beiträge zur Loveparade in Duisburg und den Folgen – etwa zur Abwahl von Adolf Sauerland als OB und dem politischen Neuanfang in Duisburg – finden Sie auf unseren fünf Spezialseiten.

Die Schwäbische Zeitung nennt es ein "unwürdiges Schauspiel, das Duisburgs Stadtoberhaupt Adolf Sauerland am Rathaussessel klebend abgegeben hat". Die Westfälischen Nachrichten kommentieren: "Sauerland hat die tragische Rolle selbst gewählt, er hätte sich die Schmach des Misstrauensvotums ersparen können" und spricht von einem Befreiungsschlag. Auch die CDU habe "massiven Schaden erlitten". Ihre bedingungslose Unterstützung für ihren Oberbürgermeister reduziere die Aussichten, erneut das Rathaus zu erobern, heißt es weiter.

Über die Nachrichtenagenturen verbreitete sich die Abwahl Sauerlands sogar bis nach Übersee. "German mayor forced out over Love Parade disaster" schreibt beispielweise die Chicago Tribune in ihrem Online-Portal. "Voters in German city of Duisburg oust mayor criticized after deadly Love Parade crush" veröffentlicht die Washington Post.

„Wulff ist im Grunde der Bundes-Sauerland"

In den sozialen Netwerken hagelte es Kritik gegen Adolf Sauerland. Uwe Klöckner stellt fest: „So wie der nach der Loveparade an seinem Stuhl geklebt hat, gehört der abgewählt! Ein Politiker mit ‚Arsch in der Hose’ hätte die politische Verantwortung dafür übernommen.“ Userin Gilla Duhn schreibt auf der DerWesten-Seite: „Hurra, Sauerland ist abgewählt. Ich glaube wieder an die Gerechtigkeit.“ Und Peter Drews erklärt: „Das Schöne daran ist, dass es ein Beispiel für funktionierende Demokratie ist, und zwar unabhängig von Parteizugehörigkeit." Und auf Twitter ziehen die Nutzer bereits Parallelen zur Causa Wulff. Niels Ruf meint: „Wulff ist im Grunde der Bundes-Sauerland.“ Die Mutti schlägt vor: "'Schlag den Star'-Spiel: Stuhlkleben. Es treten an: Adolf Sauerland gegen Christian Wulff. Wer als erster zuckt, verliert."

OB Adolf Sauerland abgewählt

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Kommentare
14.02.2012
10:20
Spott in sozialen Netzwerken -
von trixin | #15

Wer die Wahrheit sagt..braucht nicht zu Lügen..Ja,da ist was dran..denn alle Lügen nutzen nichts.. da diese auf die/den Menschen zurück fallen,und spätesten dann..wenn man es beweisen kann!..Ich denke mit der Abwahl des Sauerland ist es im Rathaus längst nicht getan,da sitzen immer noch zuviele,die die Sache mitgetragen haben,auch diese sollten entfernt werden!Dazu zählt für mich eine Gruppe(die sitzt nicht im Rathaus)die immer sehr heftig gegen die einzigste Gruppierung +Never Forget+..Konni H.die die Gedenkstätte errichtet hat,und sich seit September 2010 um die Gedenkstätte/Rampe kümmert,diese pflegt und bestückt und keiner von denen hat was dazu bei gesteuert,das einzigste was diese Leute getan haben...sie haben Intrigiert und K.H.schlecht gemacht,um alles an sich zu reißen.Wenn es einen ehrlichen-Neu Anfang-für Duisburg geben soll,dann sollte man auch das nicht außer acht lassen!

13.02.2012
20:32
@8,Harry Hirsch-
von mspoetnik | #14

Respekt.
Es ist ungleich schwerer,eine Meinung zu revidieren-
als sich über etwas aufzuregen,was man nie unterstützt hat.

13.02.2012
18:50
Endlich
von WeissBlau | #13

Endlich ist dieser grausame Spuk durch einen vebrlendeten Menschen vorüber...
Erst hat er "alles" gewollt, dann hat er "seine" Verwaltung im Regen stehen lassen, nicht die "Größe" gehabt, sich bei den Opfern aufrecht und ehrlich zu entschuldigen und dann diese elende Salami-Beleidigungs-Verzögerungs-Taktik....
Gut dass die Duisburger Bürgerschaft sehr, sehr deutlich gezeigt hat, dass so etwas nicht ohne Folgen bleiben kann!
Zu einem echten Neuanfang für die CDU in Duisburg wird das Ganze aber erst, wenn auch der Kreisvorsitzende Mahlberg und die Fraktionsvorsitzende Vogt vorbehaltlos und sofort von ihren Ämtern zurücktreten! Beide haben Sauerland zu dessen starrsinniger Haltung gedrängt, weil ihnen wohl bewusst war, dass sie mit "ihrer" CDU in Duisburg eben nur durch den OB und somit am Rat (in dem sie keine Mehrheit haben) vorbei noch Politik machen konnten. Dass haben sie eifrig genutzt und deshalb brauchten sie Sauerland als OB, koste es was es wolle...
Deshalb: Treten Sie bitte zurück, dann hat nicht nur Duisburg, sondern auch die CDU in Duisburg eine Chance für den dringend notwendigen Neuanfang. Nur ein rot-rot-grünes Bündnis allein wäre für diese Stadt viel zu wenig.......

13.02.2012
17:04
Blockierter Kommentar.
von Bernd1959 | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.02.2012
16:49
Es geht nicht nur um Hohn und Spott
von Ein_guter_Freund | #11

Es geht um eine sich als äußerst elitär empfindende Politikerkaste. Dabei spielt eine Parteizugehörigkeit eine untergeordnete Rolle. Das System der Volksparteien erlaubt es nur denen nach oben zu kommen, die sich bei "Freunden" warm empfohlen haben. Egal ob über hochlaufen oder Geschenke annehmen. Wenn sie da angekommen sind, wo es nur noch nach unten zu gehen scheint ist es vor allem um die Eigenschaft der Selbstreflektion geschehen. Das ist bei Wulff nicht anders als bei Schröder und Sauerland. Alle haben einen unglaublichen Flurschaden durch Ignoranz hinterlassen, die keinem Normalbürger erlaubt währe. So schwingt eher der Gedanke an Gerechtigkeit in diesem Spott mit. Und Erleichterung, dass eben nicht jede Frechheit im Amt siegt.

13.02.2012
16:24
Spott in sozialen Netzwerken -
von Bronkhorst | #10

Es ist vollbracht, hat viel zu lange gedauert

13.02.2012
16:05
Erleichterung nach Sauerland-Abwahl ...
von Siegrun2 | #9

... wer es glaubt - wird selig!

13.02.2012
16:03
@Kritiker MH und Saarner
von Harry.Hirsch | #8

Hey, welchen Namen hat ihr/du denn jetzt zugelegt? Würde mich schon interessieren.

Ähh, ich hatte den Addi ja auch gewählt und auch abgewählt, aber aus meiner Sicht hat die CDU nachhaltig dafür gesorgt, auf die nächsten paar Wahlen nicht mehr gewählt zu werden zu könne zu dürfen. Die haben so ziemlich alle vergrault, sogar die Migranten. Boah, hoffentlich haut der Benno jetzt nicht genauso auf die Kacke.
Und wenn man über den Tellerrand schaut sieht es genauso aus. Angela habe ich auch gewählt, und ich kann sie nicht mehr Hören. Und auch nicht mehr sehen. Spätestens nach Fukushima. (...nun verstehen sie doch! Wir haben eine neue Lage...) Eine Physikerin. Iss klar!!

Und ja, jetzt sollte man sich mit den "Menschen" beschäftigen dessen Druck der Sauerland im Bezug auf die LP nachgeben MUSSTE! Wird aber wahrscheinlich nicht passieren, dafür ist es zu lange her.

Ich hoffe es kommt jemand ohne Parteibuch, der sich überall die Rosinen rauspicken kann, mit der Kraft einer Planierraupe (wegen der Gräben), damit hier endlich mal dieses Parteigezänke (voll der Kindergarten) aufhört und man sich wirklich um die Probleme kümmern kann.

Es ist toll und spürbar das wieder alle voller Tatendrang sind und sich diese Starre löst.

Und an die Hinterbleibenen der 21 Toten und an die zahllosen Verletzten:
Die Duisburger Bürger haben euch nie vergessen. Das hier ist auch für euch geschehen. Wir haben getan, was unser OB nicht konnte. Ich hoffe das eure Wunden jetzt eher die Chance haben, zu heilen. Mir hilft es zumindest.
Alles Gute!

13.02.2012
14:19
Leute Sauerland ist Geschichte
von meigustu | #7

aus und vorbei. Der Hat die CDU genug beschädigt - macht nicht noch so weiter. Die Neuwahl braucht auch einen CDU Kandidaten, der nicht dümmlich rumholzt sondern einen überzeugenden Charakter hat.

Und wer in Duisburg Dorf glaubt grosse Politik machen zu müssen und Innenminister Jäger angreift, muss auch die Frage beantworten falls Fehlplanungen gemacht wurden, die Jäger in einer Woche hätte erkennen müssen, wer diese Fehlplanungen gemacht hat und welcher Minister sie trotz größerem Zeitfenster nicht erkannte.

Begreift endlich das die Abwahl von Duisburg gezeigt hat, das der Bürger und Wähler sehr genau zwischen formeller und echter Verantwortung unterscheiden kann.

Lasst also eure Küchenrhetorik und seht zu, das die CDU bis zum Sommer ein ehrliches und aufrichtiges Gesicht in Duisburg wiedergefunden hat.

2 Antworten
@bocki48
von Harry.Hirsch | #7-1

Ganz ehrlich? Ich bin fast 40 und in Ruhrort geboren und habe immer hier gelebt! Ich liebe diese Stadt und vor allem das Wasser.

Ich wäre noch heute nach Gelsenkirchen zu meiner Freundin gezogen. Das meine ich ernst.

Blockierter Kommentar.
von Harry.Hirsch | #7-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.02.2012
13:56
Erleichterung nach Sauerland-Abwahl -
von bocki48 | #6

Mir ist völlig wurscht , ob der abgewählt wurde oder nicht. Was mich sehr interessieren würde, wäre, ob diejenigen, die jetzt den Sieg der Demokratie feiern und Ruhe fordern , das genauso gesehen hätten, wenn das Ergebnis anders ausgefallen wäre.

2 Antworten
Spott in sozialen Netzwerken -
von Bronkhorst | #6-1

Warum sollte man denn weiter krach schlagen wenn man erreicht hat was man wollte? Und ja, das hätte man anders gesehen weil es nicht richtig gewesen währe.

Spott in sozialen Netzwerken -
von luchti | #6-2

@bocki: was für ein in sich unlogischer Gedankengang!
1. Es hat kein anderes Ergebnis gegeben, sondern 85:15 gegen den OB.
2. Wenns einem wurscht ist, dann hat man sich noch nicht mal die Mühe gemacht Informationen zu sammeln und sich eine Meinung zu bilden. Warum sollte das irgendeinen Leser dann noch interessieren? Ich denke, Sie bekommen keine Antwort auf die Frage, die Sie aufwerfen und das zu Recht.

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