Sauerland-Gegner können stolz auf sich sein
16.10.2011 | 18:51 Uhr 2011-10-16T18:51:00+0200
Es wird ernst für Adolf Sauerland: Eine Bürgerinitiative will dem Duisburger Stadtrat Zehntausende Unterschriften gegen den umstrittenen OB übergeben. Stolz können die Sauerland-Gegner sein. Sie geben Duisburg die Chance für einen Neuanfang. Ein Kommentar.
Stolz dürfen die Frauen und Männer der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ sein, wenn sie am Montag ein Riesenpaket mit Unterschriftenlisten im Rathaus abliefern. Drei Monate sammelten sie auf den Straßen Stimmen für die Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland – und ernteten dabei enormen Zulauf, Respekt und Sympathien. Über Parteigrenzen hinweg empören sich die Duisburger über das unsägliche Verhalten ihres Stadtoberhaupts nach der Loveparade-Katastrophe, die 21 junge Menschen das Leben kostete. Das städtische Leben ist seitdem erstarrt, Duisburg wirkt wie traumatisiert.
Es gilt als sicher, dass die nötigen 55 000 Unterschriften für die Einleitung eines Bürgerentscheids locker zusammenkommen. Stürzen können diese Stimmen den OB indes noch nicht, denn für das offizielle Abwahlverfahren sind demnächst 92 000 Stimmen nötig – das entspricht einem Viertel der Wahlberechtigten in der Stadt.
Duisburgs Stadtspitze weiter ignorant und starrköpfig
Gleichwohl rückt das Ausscheiden des Stadtoberhaupts unaufhaltsam näher. Weil er sich nicht selbst aus dem Amt bewegt, bewegen ihn nun die Bürger. Die Duisburger leben vor, was es heißt, wenn sich Menschen nicht mehr alles von ihrer Obrigkeit gefallen lassen wollen. Sie liefern ein gutes Beispiel für die Aktion „Mehr Demokratie jetzt“, die am Wochenende Abertausende auf die Straßen brachte. Dass es in NRW künftig leichter ist, einen OB oder einen Landrat abzuwählen, hat die Initiative bereits erreicht.
Derweil zeigt sich Duisburgs Stadtspitze weiter ignorant und starrköpfig: Erst kürzlich zweifelte sie die Anzahl der Abwahlstimmen an, weil nicht alle Hausnummern verzeichnet seien. Uneinsichtiger und kleinlicher geht’s kaum. Und die Serie von Unsäglichkeiten nach der Loveparade-Tragödie reißt damit nicht ab. Seit den furchtbaren Ereignissen vom 24. Juli 2010 hat niemand der Beteiligten wirklich Verantwortung übernommen. Das gebeutelte Duisburg braucht dringend einen Neuanfang. Es sind die Bürger, die genau dies nun einfordern. Ein gutes Signal.

17:11
#73 totesland
Offensichtlich fehlt Ihnen einiges an Wissen zur Genehmigung der Loveparade, sonst würden Sie anders argumentieren.
Grundsätzlich ist jedoch der OB einer Stadt für jegliches Handeln seiner Verwaltung verantwortlich, auch wenn er das nicht sein möchte. Das spielt keine Rolle. Er ist kein Sündenbock, er ist der OB. Nutzen Sie die Informationsmöglichkeiten des Netzes, Sie finden dort alles zu diesem Thema.
17:09
#76 cartimandua
Genau das hat er eben nicht getan, und deshalb wird er nicht mehr gebraucht, sondern nur noch bezahlt.
15:56
Boah,kollo,jetzt haben sie mir es aber gegeben.Ich bin ja sowas von fertig.
14:11
Unerträglich finde ich, dass es öffentlichkeitsgierige *********** gibt, die das Leid und die Trauer der Hinterbliebenen der LP dazu nutzen, sich derartig beschämend in die Öffentlichkeit zu drängen.
Was heißt Neuanfang für Duisburg? Ich habe keinerlei Stillstand bemerkt, warum soll ich mich fremdschämen? Für wen oder was? Laßt den Mann in Ruhe das tun, wofür er gewählt wurde.
14:10
Unerträglich finde ich, dass es öffentlichkeitsgierige *********** gibt, die das Leid und die Trauer der Hinterbliebenen der LP dazu nutzen, sich derartig beschämend in die Öffentlichkeit zu drängen.
Was heißt Neuanfang für Duisburg? Ich habe keinerlei Stillstand bemerkt, warum soll ich mich fremdschämen? Für wen oder was? Laßt den Mann in Ruhe das tun, wofür er gewählt wurde.
12:50
@ #73
Als oberster Beamter der Stadt Duisburg *hat* A.S. die dienstrechtliche Verantwortung für *alle* Mitarbeiter seiner Verwaltung - egal, ob und mit welchem Parteibuch.
Natürlich kann er dienstrechtlich *noch nicht* zur Verantwortung gezogen werden, solange keiner der 11 Verwaltungsmitarbeiter, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt, für konkrete Verstöße rechtskräftig verurteilt wurde.
Gleichzeitig trägt er die *politische* Verantwortung für die Beschlussvorlagen z.B. zur Finanzierung, mit denen er dem Rat die Zustimmung für die LoPa-Durchführung abpresste, oder auch für die Kosten des unsinnigen, überflüssigen Gutachtens zur Schuldfrage seiner Verwaltung.
Er ist also keineswegs ein armer Kerl, der völlig passiv und unvorbereitet zur Verantwortung gezwungen wurde.
11:34
die staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beschuldigten. dabei ist nicht der obü sauerland genannt. also besteht kein anfangsverdacht, dass er im genehmigungsverfahren bestimmend mitgewirkt hat, sondern eher die fachleute vom ordnungsdezernat oder von der bauverwaltung.sauerland ist cdu die mehrheit hat aber im rat die spd.es gibt auch die meinung, dass letztere sauerland aus politischen gründen loswerden wollen, obwohl möglicherweise ihre leute nach dem gesetz zuständig waren.so schlimm alles war, die justiz muss wertfrei prüfen, wieso bestehende bauvorschriften für versammlungsstätten des landes NRW nicht eingehalten worden sind, und wer dafür zuständig war. sauerland hat sich nach dem vorfall sicherlich unklug verhalten, aber ihn ohne beweise zum sündenbock zu machen, wäre eine verschiebung verwaltungsrechtlicher verantwortung. verantwortlich kann im recht nur der sein, der gesetze vorsätzlich oder fahrlässig falsch anwendet. das sind in der regel die fachleute in ihrem aufgabengebiet, sofern kein druck auf sie ausgeübt wurde.
09:21
@wattearvolt, ich muss dich leider berichtigen, ndas ist nicht B-Ware, sondern Ausschuß. Aber AS braucht diesen Ausschuß, wie bei der Beseitigung derer, die die Loveparade abgelehnt haben (z.B. Polizeipräsident R. Cebin). Da rannten Vogt und Mahlberg nach Düsseldorf und sorgten dafür, dass Cebin in den Ruhestand versetzt wurde, damit der Weg für AS geebnet wurde
01:54
Legt Euch einen neuen Nick zu und versuchts noch mal. Aber richtig und mit Argumenten und Fakten, nicht mit reiner Agitation. Darauf fällt hier niemand mehr rein.
#70 von turnaround , am 18.10.2011 um 01:47
Da ist nicht mit zu rechnen, wirklich nicht ! Hier sind nur noch Mahlbergs Schreibnomaden der minderen Kategorie (B-Ware) übrig geblieben,
mit keiner Ahnung von gar nichts.
01:47
#Poulver und # Trowel könnten fast goldig in ihrer Einfalt sein, wenn sie ihren mangelnden Informationsstand und ihre überaus naive Weltsicht hier nicht als der Weisheit letzter Schluss verkaufen wollten.
Legt Euch einen neuen Nick zu und versuchts noch mal. Aber richtig und mit Argumenten und Fakten, nicht mit reiner Agitation. Darauf fällt hier niemand mehr rein.