Offener Machtkampf im Duisburger Rathaus
06.08.2010 | 21:04 Uhr 2010-08-06T21:04:00+0200
Duisburg.Zwei Wochen nach der Katastrophe bei der Loveparade ist es im Duisburger Rathaus zum offenen Schlagabtausch gekommen. Nachdem sich die Grünen-Ratsfraktion am Donnerstag noch hinter OB Adolf Sauerland (CDU) gestellt hatte, übt Baudezernent Jürgen Dressler (SPD) scharfe Kritik.
An seine Mitarbeiter schreibt Dressler, dass eine klare Strategie zur Behebung der Krise nach dem Unglück nicht erkennbar sei. „Die sogar vielfach erfahrenen Feindseligkeiten uns gegenüber finden stetig neue Nahrung durch ein untaugliches Krisenmanagement der Verwaltungsführung.” Offenbar herrscht im Rathaus völlige Orientierungslosigkeit. Dressler: „Gleichzeitig sehe ich nicht, dass derzeit von einer geordneten Verwaltungsführung ausgegangen werden kann.” Persönliche Verantwortlichkeiten für eine Rückkehr zum ordnungsgemäßen Handeln seien nicht geregelt. Dressler dringt auf eindeutige Weisungen. „Ein solches Handeln habe ich bereits mehrfach eingefordert.”
OB Sauerland kontert scharf
OB Sauerland kontert scharf: „Die Arbeit des Verwaltungsvorstands funktioniert reibungslos.“ Dressler habe an den letzten Sitzungen nicht regelmäßig teilgenommen, deshalb sei er auch nicht in der Lage, die Arbeit zu beurteilen. Sauerland: „In der nächsten Sitzung werden wir den Vorgang prüfen.“
Dressler hatte im Vorfeld der Loveparade Vorwürfe Richtung Sauerland und Ordnungsdezernent Wolfgang Rabe erhoben. Auf einem Sitzungsprotokoll vom 18. Juni, in dem die Kontroverse um die Sicherheitsbedenken festgehalten ist, notierte Dressler: „Ich lehne aufgrund dieser Problemstellung eine Zuständigkeit und Verantwortung...ab. Dieses entspricht in keinerlei Hinsicht einem ordentlichen Verwaltungshandeln.”
Schaller gerät mit Sportwagen ins Schleudern
Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller hatte am Donnerstag Glück im Unglück. Er war mit seinem Sportwagen auf der A9 unterwegs, als er auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern geriet und gegen die Mittelleitplanke prallte. Offenbar war Schaller zu schnell. Der 41-Jährige blieb unverletzt, an seinem Lamborghini entstand Schaden in Höhe von rund 100 000 Euro.

21:37
duisburg im gleichgewichtsstörung
12:30
sauerland halte durch, noch ein paar tage und deine volle pension ist gesichert, dann kannst du abdanken
21:50
Sieh auf zu den Sternen.
Gib Acht auf die Gasse.
-Wilhelm Raabe-
www.loveparade2010doku.wordpress.com
14:34
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16:28
#91 Gruenkohl7....wie #taosnm es schon sagte....es geht hier nicht um persönliche Schuld,sondern um politische und moralische Verantwortung, die Herr Sauerland aufgrund von nicht vorhandenem Charakter einfach mal eben in die Tonne kloppt!
...und falls es immer noch nicht in Ihrer hohlen Birne angekommen sein sollte : In der freien Wirtschaft trägt nicht nur der Arbeitnehmer die Konsequenzen,sondern, der in ERSTER INSTANZ VERANTWORTLICHE mit dem Prädikat CHEF! (in diesem Fall der OB - nicht o.b.= Tampon....dass sind seine...) -Oder ist Adolf Sauerland lediglich der Hoffnarr von Duisburg mit seinem lustigen Hof(mit)gefolge????????Das man bei Speichelleckern Ihresgleichen Brechreiz bekommt ist wohl kaum zu verhindern. Leute bleibt nicht zu Hause bei den nächsten Wahlen! Sonst verschenkt Ihr Eure Nichtstimme an Deppen, die das gleiche Niveau wie ein Adolf Sauerland haben. So ist der Rathausfilz immer durchgekommen...
13:45
#91 Gruenkohl7
Sie sind aber wirklich niedlich. Es geht doch gar nicht um die persönliche Schuld von Herrn Sauerland, damit ist die Staatsanwaltschaft befasst. Es geht um sein unsägliches Verhalten nach der Katastrophe, und das ist schlichtweg nicht zu überbieten. Ich wüsste nicht, wann eine öffentliche Person jemals eine solche Aneinanderreihung von Peinlichtkeiten präsentiert hätte.
Doch dieses schlichte Gemüt Sauerland kann auf ebenso schlichte Gemüter wie Gruenkohl7 zählen, und das demonstriert er zur Zeit sehr eindrucksvoll. Wäre er nicht so einfach gestrickt, hätte er irgendwann über die Folgen seines Verhaltens reflektiert. Es wäre auch in Ordnung, wenn er nicht der Stadt und dem ganzen Land einen so irreparablen Schaden zufügen würde.
13:26
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13:17
@ 89 Ja. Danke. Fand ich selber auch recht gelungen. ;-)
Nee. Ist schon richtig! Immer weiter machen. Alles auf den Tisch was es in dem Zusammenhang zu berichten gibt. Kommentieren und zu seiner Meinung stehen und standhaft bleiben. Sonst würden sich ja die Medien und wir uns so verhalten wie wir es gerade NICHT wünschen. Anderswo gerät das Thema ja leider schon wieder in Vergessenheit und nix Schlimmeres kann eigentlich passieren als genau das passiert was sich die Verantwortlichen offensichtlich erhoffen.
Das Dilemma an der ganzen Geschichte ist nur, das offensichtlich die Meinung des Volkes (andere nennen das auch Mob) irgendwie keinen so wirklich zu interessieren scheint.
Und leider interpretieren viele auch das derzeitige Verhalten von derwesten.de und vieler Kommentatoren nach wie vor als Hexenjagd. Dabei wollen wir doch nur eine sachliche und neutrale Aufklärung vor allem im Sinne der Betroffenen.
13:04
#87 Joachim-Egal
Das war ein gutes Statement zu den Vorgängen.
Dennoch bin ich der Meinung, es muss weiter und weiter berichtet und kommentiert werden, damit es den Vertuschern nicht zu komfortabel wird. Die werden es hundertprozentig missverstehen, wenn Ruhe einkehrt.
12:08
Irgendwie beschleicht mich mehr und mehr das Gefühl, daß das Ganze gar kein Unglück war, sondern ein Verbrechen unter Umgehung von Gesetzen, kann das sein?
aeksl