Gräben in Duisburger Partei und Verwaltung
27.08.2010 | 18:56 Uhr 2010-08-27T18:56:00+0200
Duisburg.Der grüne Duisburger Stadtdirektor Dr. Peter Greulich vermisst auf Kreisebene der Partei eine integrierende Kraft, die wieder Einigkeit schafft. Innerhalb der Grünen stünden wegen des OB-Abwahlverfahrens zwei Lager gegeneinander.
Stadtdirektor Dr. Peter Greulich vermisst als Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen eine integrierende Kraft im Kreisverband seiner Partei, die wieder Einigkeit schafft. Das sagte er im Gespräch mit der WAZ. „Es gibt derzeit zwei große Lager, die sich in etlichen Themen konfrontativ gegenüber stehen, etwa im Streit um die Unterstützung eines Abwahlverfahrens gegen den OB.“
Den Beschluss der Gesamtfraktion vom vergangenen Mittwoch, der eine Unterstützung dieses Abwahlverfahrens empfiehlt (wir berichteten), sei für die sechs Ratsmitglieder bei der entsprechenden Sitzung des Rates nicht bindend. Die Tatsache, dass Bundes-, Landes- und Kreisverband der Grünen sich ebenfalls gegen OB Sauerland ausgesprochen und dessen Abwahl bzw. Rücktritt gefordert hätten, kommentiert Greulich: „Solche politischen Empfehlungen sind mir egal. Ich weiß auch nicht, warum sich Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke in dieser Sache zu Wort meldet, wo sie vermutlich nicht einmal unsere NRW-Gemeindeordnung kennt.“
Es gebe viele unterschiedliche Meinungen in der Belegschaft
Angesprochen auf die angespannte Stimmung, die laut WAZ-Infos im Kreise der rund 6000 Mitarbeiter umfassenden Stadtverwaltung herrscht, erklärte der Stadtdirektor: „Es gibt bei uns viele unterschiedliche Meinungen und sicher an mancher Stelle auch Frustration.“ Einen trennenden Graben und eine in zwei Gruppen zerfallene Belegschaft will er hingegen nicht erkennen.
Artikel, Fotos, Videos und ausgewählte Beiträge zur Loveparade in Duisburg und den Folgen – etwa zur Abwahl von Adolf Sauerland als OB und dem politischen Neuanfang in Duisburg – finden Sie auf unseren fünf Spezialseiten.
In einem internen Schreiben an alle Mitarbeiter hatte Greulich Anfang August eingefordert, nicht voreilig den Stab über OB Sauerland zu brechen. Dieser habe sich für seine in Zeitungsberichten veröffentlichten Äußerungen, in denen er die Verantwortung für die Loveparade-Katastrophe auf seine Mitarbeiter abzuschieben versuchte, laut Greulich sogar mehrmals intern entschuldigt.
Dem Internet-Blog „xtranews.de“, der Dokumente aus den Genehmigungs-Unterlagen im Netz veröffentlicht hatte und gegen den die Stadt deshalb eine einstweilige Verfügung erwirkt hatte, wurde nun das Angebot eines Vergleichs vorgelegt. Der Blog dürfe, so Greulich, die Anlagen weiterhin auf seiner Seite veröffentlichen – jedoch nur dann, wenn personenbezogene Daten fortan geschwärzt werden.

13:53
#49 Differenzierende
Ich kann Ihnen hundertprozentig zustimmen. So langsam kennen wir alle Befindlichkeiten der Stadtspitze, doch wer hat mal nach den Bürgern gefragt. Ich habe da noch nichts gehört.
Zum Krisenmanagement gehört übrigens unabdinglich die permanente Kommunikation mit allen Beteiligten und Betroffenen. Bisher war das nur ein Monolog mit immer demselben Inhalt: ich bin nicht verantwortlich, ich habe nichts unterschrieben, die Verursacher sind andere.
Und anstatt etwas sensibel mit dem durch fast 10.000 Unterschriften dokumentierten berechtigten Anliegen der Bürger umzugehen, schlägt man ihnen gnadenlos etwas um die Ohren. Ich bin übrigens immer noch nicht davon überzeugt, dass die Ablehnung des Antrages rechtens ist.
Defizite bei schwarz und grün ja, aber leider auch bei allen Anderen. Es ist erschreckend, dass es offenbar nicht zum Selbstverständnis der für die Stadt verantwortlichen Vertreter gehört, anlässlich eines Supergaus den Urlaub sofort abzubrechen und das zu tun, wofür man gewählt wurde, nämlich der Stadt und ihren Bürgern zu helfen. Die politische Garde in Duisburg hat sich leichtfertig selbst disqualifiziert.
11:26
der sauerländische (von dort stammt er her) Schafe-, Hunde- und Gänseversteher Greulich. Dieser interlektuelle Müll ist unerträglich. Wen interessiert die Stimmung der Verwaltungsspitze. Wo sind die Strategien für die Zukunft der Stadt gerade nach dem Unglück? Wo sind die vielfältigen Belange der Bürgerschaft behandelt. Greulich ist mit Sauerland der Beleg dafür, dass Krisenbewältigung andere Kompetenzen fordert. Grinsen, Schönfärben, leere Sprachhülsen vertreten, Eigenverantwortlichkeiten verneinen, dass sind die Krisenmanager dieser Stadt. Ich schäme als Duisburger, dass wir solche Unglaublichkeiten in der Stadtspitze erleben müssen. Und es belegt zudem, dass die CDU und die Grünen die gleichen Defizite aufweisen.
19:47
wenn ich in meinem malkasten alle farben mische, kommt irgendwann braun bei raus....
18:25
Ich bin total begeistert.
Die Blaue Stunde der Duisburger Grünen outet sich.
Hicks :-)
13:01
Noch vergessen: http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/08/27/stadt-duisburg-will-nicht-streiten/
Liebe/r DerWesten daraus läßt sich sicher noch was machen. ;-)
Und Danke für die umfangreiche Berichterstattung - vielleicht bringt ihr ja mal eure Beiträge als Sonderdruck heraus - der Erlös ließe sich sicher einem guten Zweck zuführen.
12:46
† † † † † . † † † † † . † † † † † . † † † † † . †
... und dann dies: http://www.xtranews.de/2010/08/27/update-stadt-duisburg-xtranews-vergleichsangebot/
10:42
Tja .. alles ordentlich geprüft ?? Verantwortung?
ui.. wikileaks vermittelt einen harten Eindruck der Planungen der LP.
Besonders interessant auch der Brief eines Zeugen an die Stadverwaltung. hier:
http://wikileaks.de/wiki/Loveparade_2010_Duisburg_planning_documents,_2007-2010
Interessant, wie viele Fehler bereits im Vorfeld gemacht wurden.. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der OB von dem allen nichts wusste !?
10:39
Die Fähigkeit eines OB zeigt sich nicht auf Partys und im Sonnenschein, sondern bei Sturm und Regen.
Und in der augenblicklichen Krise hat der OB und die gesamte Riege der Dezernenten vollkommen versagt.
Die selbst geschaffene Krise begann mit dem abenteuerlichen Projekt Loveparade nach Duisburg. Diese Projekt konnte nur daneben gehen.
Aber was die Stadt-(Verwaltungs-)spitze danach an Krisenmanagement abgeliefert hat, ist nicht professionell, sondern ....
Erst wochenlang schweigen, dann die Unterlassungsklage gegen xtranews, das vollkommen peinliche Interview im WDR-Fernsehen, und, und, und, ...
Erst wenn die Stadt einen anderen OB hat, wird ein Neuanfang für diese Stadt und seine Menschen möglich sein.
Die 21 Toten von Duisburg werden immer mit dem Namen Sauerland und der Duisburger CDU (Rabe, Mahlberg, Gerste ....) verbunden bleiben.
Vielleicht ist Sauerland ein besserer Lehrer, aber das Krisenmanagement und die Aufklärung der selbst verschuldeten Tragödie im Todestunnel und an der Rampe sollte er wirklich den Profis (Polizei Köln, der Staatsanwaltschaft) überlassen.
07:53
Sauerland ich glaube wenn deine abtründigen,den Mund gestopft bekommen haben,wirst du gehen müssen,Pöstchen schieberei ist dann vorbei.
Gottes Mühlen mahlen,langsam,aber wenn dann richtig,
01:19
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