Loveparade darf die Stadt nichts kosten
18.02.2010 | 19:53 Uhr 2010-02-18T19:53:00+0100
Duisburg. Kosten darf die Loveparade die Stadt Duisburg nichts: Darauf haben sich die Stadt und das Land heute geeinigt. Duisburg hat dazu ein neues Konzept vorgelegt. Ob es was taugt, werde jetzt geprüft.
Wer bezahlt die städtischen Kosten der Loveparade? Zumindest den Teil, den die bankrotte Stadt nicht zahlen darf, nicht zahlen kann? Es geht um einen ungeklärten Finanzierungsbetrag zwischen 840.000 Euro und einer guten Million. Aufzuwenden für Sicherheitsmaßnahmen wie auch für Kosten der VRR-Sonderzüge zur Parade.
Für die Sitzung des Stadtrates zeichnet sich eine Mehrheit für den Antrag ab, wonach kein städtisches Geld in die Loveparade gesteckt wird. Neben SPD und Linke signalisierten FDP und Grüne Zustimmung.
Am Samstag Morgen tritt der Rat der Stadt auf Wunsch der SPD zusammen, die über ihren Loveparade-Antrag abstimmen lassen will: Zur Durchführung der Loveparade, so fordern die Sozialdemokraten, sollen „keine Haushaltsmittel der Stadt eingesetzt werden”, wie auch keine Finanzmittel städtischer Gesellschaften (z.B. der Stadtwerke). „Wir haben dafür eine Mehrheit”, erklärte gestern SPD-Ratsherr Bruno Sagurna. Er sitzt nicht nur im Rat der Stadt, sondern Sagurna ist auch stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Regionalverband Ruhr (RVR), dem Zweckverband der Kreise und Städte des Ruhrgebiets. Und dieser RVR, so war in diesen Tagen aus dem politischen Raum zu erfahren, wolle (oder müsse) Duisburg helfen und werde einen großen Teil der 840.000 Euro übernehmen. Sagurna: „Unsinn! Vom RVR gibt es für die Loveparade keinen Cent.”
Einen weiteren großen Kostenanteil, so hört man, wolle das Land übernehmen. Bliebe für die Stadt „noch ein kleiner fünfstelliger Betrag”. Morgen, so ein Sprecher des OB, werde es dazu aktuelle Auskünfte geben. Dann wird der Rat wohl auch erfahren, dass die Stadt bei der Bezirksregierung ein Loveparade-Konzept vorgestellt hat, ohne dafür eigene Mittel oder solche von städtischen Gesellschaften zu verwenden. Ob dieses Konzept auch tauglich ist, solle in den nächsten Tagen geklärt werden.

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