Loveparade-Absage wäre laut Gorny eine Blamage
23.01.2010 | 13:09 Uhr 2010-01-23T13:09:00+0100
Duisburg. „Anpacken und nicht aufgeben!” Mit dieser Botschaft verknüpft Dieter Gorny, künstlerischer Direktor bei Ruhr.2010, seinen eindringlichen Appell an die Politik, die Loveparade nicht zu kippen. Ein Scheitern wäre peinlich und eine schallende Ohrfeige für das gesamte Ruhrgebiet.
Der im Juli auf dem Gelände des früheren Güterbahnhof-Geländes geplanten Loveparade droht, wie berichtet, das Aus, weil die Stadt Duisburg als Nothaushaltsgemeinde kaum in der Lage ist, einen Eigenanteil von 840 000 Euro zu stemmen. Zudem wurden im Zusammenhang mit der Veranstaltungsfläche Sicherheitsbedenken geäußert.
"Bestürzt und erschrocken"
Auf das drohende Aus reagierte Dieter Gorny, künstlerischer Direktor für die Kreativwirtschaft bei Ruhr.2010, „bestürzt und erschrocken”. Gegenüber der WAZ sagte er: „Es gibt keine bessere Gelegenheit, sich international zu blamieren, als wenn man diese Chance verpasste.”
Man müsse das Techno-Spektakel als positiven Wirtschaftsfaktor mit internationaler Leuchtkraft verstehen. Eine Million Gäste seien für viele Branchen in der gesamten Region ein wirtschaftlicher Segen. „Da wird richtig was umgesetzt.” Insofern sei es ein Trugschluss, nur auf den Eigenanteil der Stadt zu schielen.
"Wesentlicher Bestandteil von Ruhr.2010"
Dieter Gorny verweist darauf, dass mit der Loveparade „absolute Weltstars” nach Duisburg kommen, die für einen positiven PR-Schub „weit über Europa hinaus” sorgen werden.
In dieser Situation erwartet er eine politische Allianz. „Man muss sich an einen Tisch setzten und den Willen bekunden, die Loveparade durchzuführen, statt klein beizugeben.” Die Politik müsse sich dahingehend erklären, dass sie sagt: „Wir wollen die Veranstaltung und alle Kraft einsetzen, sie zu retten!”
Die Loveparade in Duisburg sei innerhalb des Kulturhauptstadtangebotes neben dem Event am autofreien Sonntag auf der A40 (Still-Leben) die Veranstaltung, die massiv Menschen bewege. Sie sei „wesentlicher Bestandteil des Ruhr-2010-Programms”.
Man dürfe, betonte Gorny, die Loveparade nicht separat betrachten. Man müsse die Kulturhauptstadt als Ganzes sehen und die verheerenden Folgen, wenn eine Säule der Kulturhauptstadt wegbreche. Der gute Ruf der Ruhr 2010 stehe auf dem Spiel: „Nach der tollen Eröffnung dürfen wir nicht dafür sorgen, dass andere behaupten, die kriegen nichts hin.” Das wäre peinlich und eine schallende Ohrfeige für das gesamte Ruhrgebiet.
Dieter Gorny ist davon überzeugt, dass die Loveparade in Duisburg tanzen wird. „Eine richtige Metropole kann das stemmen.”

10:56
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08:00
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18:43
Dann müssen solche profitorientierten Subjekte zu ihrem Glück gezwungen werden; Telepolis berichtet bereits über seine dümmlichen Absonderungen in diesem Artikel...
13:23
Diesen merkbefreite Typen wird sein Geschwätz von Gestern nicht interessieren ....
21:33
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17:04
Ich frage mich, wie Herr Gorny sein aufgeblasenes Marketing-Geschwätz nun nach der Katastrophe beurteilt.