Löchriger Kessel könnte Start des Kraftwerks Walsum verzögern
29.08.2011 | 09:23 Uhr 2011-08-29T09:23:00+0200
Duisburg. Die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks Walsum wird sich wohl um zwei Jahre verzögern. Grund dafür sei der Dampfkessel, der nach zweimaligem Probebetrieb viele hundert Leckagen aufwies. Kritiker hoffen jetzt auf ein neues Genehmigungsverfahren.
Die Schäden im Pannen-Block des Walsumer Kraftwerks sind offenbar zum Teil nicht mehr reparabel. Während Hersteller Hitachi im Juli noch einen Komplettaustausch des Heizkessels ausschloss, soll jetzt zumindest aber ein Teilbereich des an 500 Schweißnähten undichten Kessels ausgetauscht werden. Das bestätigte eine Evonik-Sprecherin dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Die Inbetriebnahme des neuen Blocks 10 werde sich dadurch um zwei Jahre verzögern.
Die Frage ist, welcher Stahl in dem neuen Teil des Kessels verbaut wird. Die Probleme hatte laut Hitachi die Beizung des Hightech-Stahls T24 hervorgerufen. Auf diesem Stahl basiert der hohe Wirkungsgrad des Kraftwerkblocks. Die Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk wittert bereits wieder Morgenluft, weil bislang umstritten ist, ob die Genehmigung für die Anlage damit noch Bestand hat. Bereits vor drei Wochen hatte die Initiative deshalb die Bezirksregierung angeschrieben, die Antwort stehe noch aus. Am Montag wollen die beteiligten Unternehmen über das weitere Vorgehen informieren.
„Aus unserer Sicht werden die Karten neu gemischt, weil dafür eine neues Genehmigungsverfahren notwendig ist“, sagte Ralf Welters , Mitglied der Walsumer Grünen und Mitbegründer der Initiative, am Sonntag der NRZ: „Wenn es dazu kommt, werden wir den Widerstand neu organisieren“

13:39
Freue mich schon auf den nächsten, übernächsten überübernächsten usw. Probebetrieb!
Mann wäre das schön, wenn dieses Ungetüm nie ans Netz gehen würde!
21:41
Es hat mal jemand gesagt::
Dumme Gedanken hat jeder nur der Weise spricht sie nicht aus.
16:22
Fakt ist, es waren wohl eine Menge Stümper am Werk sonst wäre das Ding ja schon längst in betrieb.
08:55
@11
Ein frommer Wunsch; aber mir wäre neu, dass sich hier im Forum nur Leute äußern, die auch von der Problematik Plan haben.
21:52
Nicht daran zu denken was los ist,wenn das Ding mal an das Netz geht.Gut das ich weit genug weg im grünen wohne.Da hätte der Pütt auch noch ein paar Kohlen fördern können.
18:45
#2-#3#4#5#6
Wenn man keine Ahnung hat, bitte einfach den Rand halten.
Hersteller ist HPE aus Duisburg, der Stahl kommen von V&M.
Das Problem hat nichts mit der Fertigkeit der Schweisser zu tun.
#8
Was ist da billig. Der T24 ist ein neuer, aber auch teuer Stahl. Weil er bei höheren Temperaturen einsetzbar ist, können höhere Wirkungsgrad erzielt werden. Das war mit den billigeren Werkstoffen nicht erreichbar. Wie man aber sieht, ist der Werkstoff schwieriger zu verarbeiten .
Liest Du:
http://www.vmtubes.com/jsp/epctrl.jsp?con=vmtubes001012&cat=vmtubes000193&mod=vmtubes000061&pri=vmtubes
17:43
astrein, 2 jahre ruhe :-)
16:01
Möchte mal einen neuen Begriff einführen :
Hör dch auf zu duisburgern könnte eine Redewendung sein, wenn man ohne jede Kompetenz etwas versucht durchzuziehen, was von vorne herein schief gehen muss.
Das ganze müßte natürlich mit einer medienstarken Kampagne konzentriert präsentiert werden. Mein Vorschlag : Der Kubus der Küppersmühle wird als Landmarke auf den Kühlturm in Walsum gesetzt, drumherum wird eine Künstlerkolonie aus schallplattenauflegenden Kneipern angesiedelt Die Rhein-Ruhr-Hall wird nicht abgerissen sondern nach Walsum an den Rhein versetzt. Darin sitzt dann auf einem Stapel aus Kopien der jeweils mit Duisburg befaßten Staatsanwaltschaften das Oradolf von Duisburg. Hier können Investoren und Kommunen aus ganz Europa vorstellig werden und den rituellen Satz sprechen Oradolf von Duisburg, wie würdest Du mein Projekt nicht unterschreiben ?. Draussen werden dann Schreibbüros angesiedelt, die die Weisheiten des Oradolf genau ins Gegenteil umschreiben und schon geht von Duisburg eine Welle des Aufschwungs in Europa aus. Die jährliche Generalaudienz des Oradolf findet dann vor 2 Millionen Menschen im Kühlturm statt. Der ist ja über 100 Meter hoch und über 50 Meter breit. Bei einem Durchschnittsvolumen eines Menschen von 0,7 Kubikmetern paßt das dann....
15:37
haupsache billig - der stromkunde muss ja zahlen
15:36
beim neubau in hamm musste das komplette kesselhaus abgerissen werden weil in china vormontierte und hergestellte teile einfach nur schrott waren