Linke wollen Wildblumen für Bienen

Duisburgs Linke sorgen sich um Bienen und Hummeln in der Stadt. Sie schlagen vor, auf Grünstreifen an Straßen nicht nur Gras und Brennnesseln wachsen zu lassen, sondern verlockende Wildblumen.

Nach dem Antrag der Linksfraktion für den Umweltausschuss soll die Stadt in einem Modell-Stadtteil für drei Jahre bis 2017 Wildpflanzen aussäen lassen. Dazu sollen Kosten und Pflegeaufwand ermittelt werden, ebenso wie die „Akzeptanz“ bei Insekten wie bei Bürgern ausfällt.

Linken-Kreissprecher Lukas Hirtz verweist auf das Massensterben der Bienen, die doch zugleich eine Schlüsselrolle im Naturkreislauf spielen. „Bei uns in Duisburg gibt es aber kaum Nahrung für die Bienen“, will Hirtz den Insekten den Tisch decken. Auch seien blühende Streifen auch als wildes Rasengrün.

Zuständig für das Straßenbegleit-Grün sind die Wirtschaftsbetriebe WBD. Den ökologischen Nutzen von Wildblumen sieht auch WBD-Sprecherin Silke Kersken. In Walsum an der B 8 hatte es schon einmal einen Anlauf gegeben. Dort blühten Wildblumen. Doch als im Spätsommer die teils verwelkten Blumen unberührt stehen blieben, damit sich die Samen aussäen konnten, gab es Klagen von Bürgern, die sich über das wenig ansehnlich Grün mokierten, so dass wieder schnödes Rasengrün zum Einsatz kam.