Lehrreiche Stunde zum Barock
21.06.2009 | 16:33 Uhr 2009-06-21T16:33:00+0200Unter dem Motto „Ein Amerikaner in Europa” zeigte am Samstagmittag im City-Palais Roger Zacks, aus den USA stammender Trompeter bei den Duisburger Philharmonikern, wie vielseitig und interessant Barockmusik sein kann.
In einer unterhaltsamen und lehrreichen Stunde führte er nicht nur gekonnt durch das Programm, sondern gab auch kleine Anekdoten der gespielten Komponisten zum Besten.
So erfuhren die Zuhörer, dass Giuseppe Torelli, mit dem das Programm startete, eigentlich aus der Kirchenmusik kam. Träumerisch und sehnsuchtsvoll eröffneten die Geigen das „Konzert und Sinfoniea” für Trompeter und Orchester, bis es zum typischen Trompetensolo mit seinen vielen Verzierungen kam. Hier spielte ein exzellent aufgelegter Roger Zacks.
Anschließend stand die Komposition „Sonate a Quattro” von Arcangelo Corelli auf dem Programm. Hier, so erfuhren die Gäste, wurde bei der Barockmusik viel „entliehen”. Das nannte man nicht „musikalischen Diebstahl”, sondern es war eine Verehrung an den Meister. Auch hier gab es die ganze Bandbreite des Barocks, von melancholisch bis tänzerisch, zu hören.
Nach den leichten und spritzigen Italienern erklärte Zacks den englischen Barock. Henry Purcell stand dafür Pate. In der „Sonata für Trompete und Streichorchester” zeigte der Solist einmal mehr sein Können, in dem er Schwere und Wucht der Komposition musikalisch transportierte. Hiernach folgte die „Suite für Trompete und Streichorchester” von Jeremiah Clarke. Schön wie auch hier der Unterschied zwischen dem italienischen und englischen Barock herausgearbeitet wurde.
Zum Abschluss gab es dann die „Suite in D-Dur” von Georg Friedrich Händel. Der Komponist, der in Deutschland geboren wurde, in Italien studierte und seine größten Erfolge in England feierte, war wohl der Mittler zwischen den unterschiedlichen Barockströmungen. Hervorragend war das Ensemble um Tompeter Roger Zacks, Florian Geldsetzer und Johannes Heidt an der Violine, Melanie Geldsetzer am Cembalo, Catherine Ingenhoff an der Viola, Wolfgang Schindler am Violoncello und Christof Weinig am Contrabass aufeinander eingestellt. Viel Beifall gab es für diesen wunderschönen Nachmittag.

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