Langner entschuldigt sich für schwulenfeindliche Äußerung
28.09.2009 | 13:29 Uhr 2009-09-28T13:29:00+0200Duisburg. Der Duisburger Kämmerer Peter Langner hat sich für seine schwulenfeindlichen Äußerungen am Wahlabend entschuldigt. Wie DerWesten berichtete, hatte Langner auf einer Wahlveranstaltung Guido Westerwelle angegriffen. Es sei eine unüberlegte Reaktion gewesen, so Langner.
Der Duisburger Stadtkämmerer Peter Langner (SPD) hat sich für eine schwulenfeindliche Äußerung über FDP-Chef Guido Westerwelle entschuldigt. Langner hatte am Sonntag bei einer Wahlparty gesagt: «Ich will keinen schwulen Außenminister.» Am Montag erklärte er, er habe diese Aussage unmittelbar nach Bekanntgabe des voraussichtlichen Wahlergebnisses gemacht - entsprechend «spontan und unüberlegt» sei sie gewesen.
«Selbstverständlich habe ich als ein in jeglicher Hinsicht toleranter Mensch keinerlei Vorurteile gegenüber Homosexualität», erklärte Langner. Schon gar nicht sei es seine Absicht gewesen, die gleichgeschlechtliche Liebe in irgendeiner Weise zu diskriminieren. «Wenn ich durch meine Äußerung Gefühle von Menschen verletzt habe, dann tut mir das leid, und ich entschuldige mich in aller Form dafür.» (ap)

13:19
Mittlerweile sind die Schwulen und Lesben genauso bigott, wie es früher die Kirche war. Sofort beleidigt, entsetzt und tief betroffen.
>>Die Medien unterstützen dieses Pharisäertum noch. Gibt es wirklich kein größeres Problem in Duisburg?
Der Lobbydruck ist so stark, dass heir ein angesehener Mann ständigen Kniefall übt. Wollen wir das wirklich, dass Meinungsäußerung zum öffentlichen Tod führt?
Anscheinend nicht, wenn man die Berichterstattung liest!<<
athene, das sehe ich genau so! Warum um alles in der Welt darf man nicht öffentlich seine Ansichten zu Schwulen oder Lesben sagen? Denkverbot gibt es nicht und Redeverbot sollte es in einer aufgeklärten Gesellschaft nicht geben.
Mir persönlich ist ein schwuler Außenminister nicht besonders erstrebenswert. Ein Außenminister einer Exportnation muss mit internationalen Wertvorstellungen so kompatibel sein, dass er überall anerkannt werden kann.
Kennen hier einige Kommentatoren die Rechtslage in vielen moslemischen Staaten nicht?
Wissen sie nicht, dass ihm in einer Vielzahl von Ländern Knast droht? Darf man das nicht mehr sagen?
Am meisten ärgert mich das Pharisäertum der Schwulen, Lesben und deren Medienlobby. Sie tun so, als wenn jeder, wirklich jeder oder jede in Deutschland mit diesen Lebensentwürfen konform geht.
Zur Kenntnis, dem ist nicht so!
20:58
@69
hm, was sind denn größere probleme als hetze gegen minderheiten?
und wer doppelmoral und scheinheiligkeit vorwirft, sollte auch erläutern, wo die gesetzten maßstäbe selbst verfehlt werden.
19:02
Mittlerweile sind die Schwulen und Lesben genauso bigott, wie es früher die Kirche war. Sofort beleidigt, entsetzt und tief betroffen.
Die Medien unterstützen dieses Pharisäertum noch. Gibt es wirklich kein größeres Problem in Duisburg?
Anscheinend nicht, wenn man die Berichterstattung liest!
13:30
diese entschuldigung ist so eindeutig geheuchelt, dass man wirklich nicht weiß, was peinlicher war: die äußerung selbst oder die unaufrichtige entschuldigung.
und um der man darf ja nichts mehr sagen-fraktion zuvorzukommen: doch. man darf. man darf was gegen schwule haben, man darf das so sagen und man darf hinterher entschuldigungen lügen.
man darf nur nicht erwarten, dass man dafür nicht auf den deckel bekommt.
01:03
Ralf Jäger: „… Herr Langner hat sich auch nicht als Sozialdemokrat, sondern als Privatperson geäußert.” (www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/9/28/news-134944485/detail.html)
Immerhin tat Herr Langner das während der Wahlpräsentation (!) im Duisburger Rathaus! Herr Langner scheint also ein handfestes Problem mit der Unterscheidung von privat/öffentlich zu haben, und das, wo er als Kämmerer doch mit öffentlichen Geldern umgeht. :-/ Darüber hinaus entschuldigt er sich (merke: Man kann sich nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, man kann um Entschuldigung nur bitten und sich so in die moralische Abhängigkeit des jeweils Anderen – hier also die Westerwelles – begeben und die persönliche Reaktion abwarten), dennoch: Er entschuldigt sich also dafür, diese private, aber dummerweise veröffentlichte Meinung geäußert zu haben. Oder anders: Wäre diese Meinung nicht öffentlich geworden, wäre alles gar nicht schlimm gewesen?! Wäre ein Nazi-Gruß eines Politikers auch nicht schlimm, wenn dieser im privaten Rahmen stattfindet?
„«Selbstverständlich habe ich als ein in jeglicher Hinsicht toleranter Mensch keinerlei Vorurteile gegenüber Homosexualität», erklärte Langner.“ – So? Dann erkläre mir einer, wie jemandem „so rein privat“ eine solche Äußerung quasi entweichen kann, ganz unbeabsichtigt, wie ein stinkender, aber unbeabsichtigter Pfurz? Erzähle mir niemand, dass sich da keine schlechte Luft befunden hätte!
Hätte Herr Langner also für sein homophobes Denken um Entschuldigung gebeten mit dem Hinweis, sich noch einmal auseinanderzusetzen (und ggf. mit Herrn Westerwelle das persönliche Gespräch zu suchen), hätte ich ihm das als relativ gutgläubiger Mensch wohl abgenommen. So aber zeigt er sich nur als jemand, dem es peinlich ist, dass seine privaten Gedanken öffentlich geworden sind und will diese Peinlichkeit schnellstmöglich vergessen machen. Das ist keine Entschuldigung, das ist nur peinlich! Für ihn persönlich, für seine Partei, für sein Amt. Spontan würde ich sagen: Links und rechts eins auf die Backen und dann aus der Stadt jagen! Vielleicht lernt er unterwegs ja was.
23:50
# 56 Sie haben Recht, deshalb hat Herr Lagner auch einen Vorgesetzten. In diesem Fall Spass - Oberbürgermeister Sauerland. Jeder kleine Angestellte, der nicht mal halb soviel Sch..... baut, wäre geteert und gefedert worden. Das macht die Gesinnung sehr deutlich:
Manche sind halt gleicher als gleich!
21:42
Ich möchte nicht von jemandem politisch vertreten werden, der sich äußert, als würde er der bildungsfernsten Schicht der Gesellschaft angehören.
Ich denke, die sexuelle Orientierung sollte nicht mit der Qualifikation für den Job verwechselt werden.
16:51
Sexuelle Orientierung ist eine vollkommen irrelevante Größe für die Qualität eines Außenministers.
Persönliche Diffamierungen sind schäbigster Stil.
Westerwelle hat sein Privatleben nie in den Vordergrund gedrängt, er hat sich nie als ein Fackelträger oder Vorkämpfer präsentiert, er will auch niemanden missionieren.
Wo soll denn das Problem in der Amtsführung liegen?
16:25
@ Didid: Mit wir meinen Sie vermutlich sich selbst? Eine ausreichende Zahl von Wählern wollte jedenfalls einen schwulen Außenminister. Und die sind glücklicherweise der Souverän - nicht Sie und Ihre Freunde.
16:19
Darf man nicht mehr seine Meinung öffentlich sagen.Das ist das was 1000000 andere denken.
Herr Langner hat ja nichts privat über Westerwelle gesagt,nur das wir keinen schwulen Aussenminister wollen.Und wollen wir einen???