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Lange Session für die Jecken

09.11.2010 | 18:39 Uhr
Lange Session für die Jecken
Bereits am Samstag,den 6.November 2010 erwacht der Hoppeditz am Rathaus in Hamborn.Natürlich mit viel Tamtam und Tschingderassabum. Foto: Friedhelm Geinowski/WAZFotoPool

Duisburg.Eine lange Session haben die Karnevalisten vor der Brust, da kann man den Hoppeditz ruhig noch zwei Tage schlafen lassen: Am Samstag feiert der Hauptausschuss Duisburger Karneval das Hoppeditz-Erwachen.

Am Samstag, 13. November, formieren sich rund 25 der 32 Duisburger Karnevalsvereine auf dem Sonnenwall und marschieren um 10.40 Uhr über die Königstraße zur Bühne vor den Hängenden Gärten. Für 11.11 Uhr verspricht der Hauptausschuss für den Duisburger Karneval einen echten Kracher: Mit einem Feuergeschütz für 500 Gramm schwere Böller wird geknallt, dass es bis Wanheimerort zu hören sein wird. Bei „Beecker Wasser“ und Bratwurst stellen sich dann der noch nicht inthronisierte Prinz Jürgen II. nebst Kinderprinzenpaar Cedric I. und Chiara I. vor. Ex-Prinz Michael Jansen übernimmt die Rolle des Hoppeditz. Tänzerinnen der KG Homberger Narrenzunft und der KG Südstern Serm zeigen ihre Choreographien, die Guggenmusiker Burg Geischda blasen sich schon mal warm.

Dann ist aber auch schon wieder Ruhe im Karton, denn auch für den härtesten Karnevalisten ist „die Adventszeit für Familie und Besinnlichkeit reserviert“, betont HDK-Präsident Bodo Malsch.

Das Motto der Session 2011 lautet: „Auch ohne Moos ziehen wir Narren los“ und will als trotzige Antwort auf das Motte des letzten Jahres verstanden werden. Da hieß es angesichts des Kulturhauptstadtjahres „Kultur in Du, wat sagste nu“. Denn die „hochgelobten Local-Hero-Aktivitäten finden sich jetzt auf den Streichlisten wieder“, begründet Malsch.

Auch die Karnevalisten müssen sparen und verzichten erstmals auf das Närrische Heerlager, „es war zu 75 % defizitär“, bedauert Malsch. Ein anderes Problem ist die Halle, in der die 20 Wagen überwintern. „Wenn es regnet, müssen wir mit der Pumpe hin, in drei Jahren sind uns die Wagen unterm Hintern weggerostet“, beschreibt Zugleiter Thomas Erlacher die Lage. Gesucht wird also eine neue Halle, rund 1000 qm groß, und am besten gleich auch ein edelmütiger Sponsor. Denn die 40.000 Euro, die der HDK bislang von Duisburg Marketing bekam, werden laut Sponsorenvertrag binnen der nächsten drei Jahre halbiert. Das muss irgendwie kompensiert werden. „Aber der Zug hat oberste Priorität“, versichert Malsch, deshalb wolle man auch nicht an der Zahl der verpflichteten Kapellen rütteln.

Das neue Jahr beginnen die Narren mit einem Gala-Abend zur Prinzenkürung am Samstag, 15. Januar, ab 18 Uhr in der Mercator-Halle. Unterhalten wollen Oliver Hoff als Millowitsch-Double, die Westerwaldsterne mit einer Akrobatikshow, Büttenredner „Ne bonte Pitter“ und die Bands „De 5 Fleje“ und das „Soundland Sextett“. Vom neuen Tanzpaar der Prinzengarde will sich gar der Vorstand überraschen lassen. Und dann geht’s richtig lange rund bis zum 7. März: Rosenmontag.

Annette Kalscheur

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Kommentare
10.11.2010
10:57
Lange Session für die Jecken
von saarner | #2

Am besten sollte man sich finanziell komplett auf eigene Füsse stellen, anstatt auf städtische Zuschüsse in Zeiten knapper Kassen zu setzen.
Die Karnevalisten in z.B. Mülheim finanzieren sich schon seit mehr als 15 Jahren ohne jegliche städtische Gelder über Werbung und einen grossen Sponsorenpool von grossen und kleinen Mülheimer Firmen und Privatleuten.
Außerdem haben die Mülheimer Karnevalisten ab dieser Session auch eine eigene Wagenbauhalle, die sie selber gebaut und finanziert haben, um vernünftige Verhätnisse zum Bauen der Prunkwagen zu bekommen.
Das es dann richtig schöne Wagen gibt, wenn man eine vernünftige Wagenbauhalle sein eigen nennt, kann man auch in Wattenscheid sehen, die auch schon seit Jahren über eine selbstgebaute Halle verfügen.
So etwas müsste man doch auch in Duisburg auf die beine stellen können, mit ein bischen Eigeninititative!

10.11.2010
08:37
Blockierter Kommentar.
von Stoffelboy | #1

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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