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Landesarchiv: Baubeginn ist in Sicht

14.01.2010 | 11:00 Uhr

Im Frühjahr soll der Grundstein für den 100 Millionen Euro teuren Neubau des Landesarchiv NRW am Duisburger Innenhafen gelegt werden - mit zweijähriger Verspätung. Etwa zwei Jahre nach Baubeginn, also im Frühsommer bis Herbst 2012, ist das Archiv dann fertig.

Mit einer beachtlichen Verspätung von zwei Jahren soll in diesem Frühjahr 2010 nun endlich der Grundstein für den geplanten Neubau des Landesarchiv NRW am Duisburger Innenhafen gelegt werden. Bis Mitte Februar müsste noch „letzter Feinschliff gemacht” und müssten „Verträge unterschrieben werden”, erklärte dazu Dietmar Zeleny, Sprecher des landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW auf Anfrage der NRZ. Danach könne aber der Bau des Archivgebäudes „kurzfristig gestartet” werden.

„Vermutlich März oder April”, antwortet Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff auf die Frage nach dem konkreten Baubeginn. Die Bedingungen zwischen dem Land NRW als Mieter und dem Bau- und Liegeschaftsbetrieb als Bauherr seien indes längst festgezurrt: Für eine Jahresmiete von sechs Millionen Euro mietet das Land im umgebauten und mit einem hochmodernen Erweiterungsbau versehenen RWSG-Getreidespeicher 30 000 Quadratmeter bzw. 135 Regalkilometer für die Archivbestände des Landes NRW an. Bekanntlich werden die Standorte Brühl und Düsseldorf (120 Beschäftigte) am Duisburger Innenhafen zusammengefasst; die Standorte Münster und Detmold bleiben selbstständig.

Am Baukörper und an der ästhetischen Erscheinung des von Ortner & Ortner entworfenen Archivbaus habe sich, so Große-Brockhoff, trotz zeitlichen Verzuges „nichts Wesentliches verändert”. Geplant sei der Umbau des aus den 1930er Jahren stammenden Backstein-Getreidespeichers, der um einen knapp 80 Meter hohen, aber fensterlosen Turm ergänzt werde; an den denkmalgeschützen Speicher schließe sich dann ein etwa 160 Meter langer, sechsgeschossiger Neubau in architektonisch anspruchsvoller Wellenform.

Fertig im Jahr 2012

Das Thema „Baukosten” ist derzeit aber noch der offene Punkt des notwendigen „Feinschliffes” zwischen dem BLB und dem geplanten Generalunternehmen Hochtief. Waren vor zwei Jahren zunächst 80 Mio. und später 100 Mio. Euro Baukosten in Rede, dürfte diese Position jetzt weiter in die Höhe gestiegen sein. Während BLB-Sprecher Zeleny dazu „gar nichts sagen” wollte, verwies Staatssekretär Grosse-Brockhoff auf den Bauherrn und erklärte: „Wir haben eine fest ausgehandelte Miete.” Etwa zwei Jahre nach Baubeginn, also im Frühsommer bis Herbst 2012, ist das Archiv, das einer breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich sein wird, dann fertiggestellt.

Stefan Endell

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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