Land „spendiert“ 13 Mio Euro

Sehnsüchtig waren sie erwartet worden. Nun sind sie da, die Bescheide für Städtebau-Fördermittel. Insgesamt 13 Millionen Euro stellt das Land für die nächsten Jahre zur Verfügung, um für Duisburg wichtige Projekte zu finanzieren. Ohne diese Fördermittel müssten viele Projekte wie die Stadtteilbüros eingestampft werden und auch bauliche Maßnahmen wären von der Stadt nicht zu finanzieren.

Planungsdezernent Carsten Tum klopft sich und seinem Team auf die Schulter: „Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, qualifizierte Handlungskonzepte zu entwickeln und Förderanträge zu stellen, hat sich gelohnt. Damit können wir endlich lang geplante Maßnahmen mit einem Volumen von mehr als 16 Millionen Euro und damit unsere abgestimmten stadtplanerischen Ziele umsetzen. Die gute und wichtige Arbeit der Stadtteilbüros, die auch die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner organisieren und eine Anlaufstelle bieten, kann jetzt mit gleicher Intensität fortgesetzt werden.“ Die einzelnen Projekte neben den weißen Riesen in Hochheide:

1. Die Bahnhofsplatte in der Innenstadt ist sicherlich eines der prägnantesten Projekte, die nun nach Jahren mit Pleiten, Pech und Pannen, angegangenen werden soll. Ausschreibung und Vergabe sollen jetzt zügig vonstatten gehen. Geplant ist, mit den Bauarbeiten im vierten Quartal 2015 zu beginnen. Foto: Hans Blossey

2. Das Mercatorquartier schreitet weiter voran. Das Land genehmigt Mittel für die weitere Planung, den Abriss des Schulkomplexes und weitere archäologische Untersuchungen. Außerdem bekommt die Altstadt einen Quartiersmanager für die nächsten vier Jahre: Macht zusammen mit der Bahnhofsplatte 5,8 Millionen Euro Förderung

3. Der Deichpark in Laar soll langsam Gestalt annehmen, denn das Land stellt nun Mittel zur Verfügung. Geplant sich barrierefreie Aufgänge. Sie sollen endlich allen einen Blick auf den Rhein ermöglichen. Außerdem soll die Deichstraße verkehrsberuhigt werden, was die Anwohner erfreuen würde. Foto: Lars Fröhlich

4. Schrottimmobilien an der Friedrich-Ebert-Straße in Laar sind vielen Bürgern seit Jahren ein Dorn im Auge, denn sie ziehen auch das Umfeld im Stadtteil herunter. Nun gibt es Mittel für den Erwerb der verwahrlosten Gebäude. Außerdem wird das Stadtteilbüro, das 2014 eingerichtet wurde, weiter finanziert. Foto: rainer raffalski

5. Die Kirche St. Paul in Marxloh ist bereits seit einigen Wochen abgerissen. Nun soll der Platz neu gestaltet werden, um ein Treffpunkt für die Anwohner zu werden. Der Baumbestand bleibt erhalten. Außerdem wird die Arbeit des Stadtteilladens der Entwicklungsgesellschaft Duisburg weiter finanziert.

6. Der Hochbunker auf dem Hochfelder Markt soll bald der Vergangenheit angehören. Das Land stellt Geld für den Abriss zur Verfügung. Auch das Stadtteilmanagement wird weiter finanziert. Für die Maßnahmen 4 bis 6 stehen insgesamt 500 000 Euro vom Land zur Verfügung. Das entspricht 80 Prozent der gesamten geplanten Kosten.

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