Kurt Krieger brach Verhandlungen über Loveparade-Gedenkstätte ab
07.01.2013 | 08:55 Uhr 2013-01-07T08:55:00+0100
Duisburg. Bei dem Gespräch über die Gestaltung der Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade wurde auch an diesem Wochenende kein Konsens erzielt. Das wurde aus Verhandlungskreisen bekannt. Krieger, so war zu erfahren, soll nach einer Dreiviertelstunde verärgert den Raum verlassen haben.
Bei dem Gespräch über die Gestaltung der Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade wurde auch an diesem Wochenende kein Konsens erzielt. Das wurde aus Verhandlungskreisen bekannt. Am Samstag hatten sich noch einmal Vertreter der Angehörigen der Todesopfer, der Loveparade-Selbsthilfe und der Stadt unter der Leitung von Oberbürgermeister Sören Link mit Investor Kurt Krieger getroffen. Krieger, so war zu erfahren, soll nach einer Dreiviertelstunde verärgert den Raum verlassen haben.
Räumliche Enge
Lange waren es zunächst nur zwei wesentliche Argumente, die aus Sicht der Angehörigen und der Loveparade-Selbsthilfe gegen die bislang vorgelegten Planungen der Gedenkstätte sprachen: Die räumliche Enge des Unglücksortes und der Abriss des kleinen Bahnwärterhäuschens. Der Bereich der Gedenkstätte soll nach Kriegers Planungen nur eine Breite von sieben Metern aufweisen. Zu eng und beklemmend für viele, die am Tag des Unglücks im dichten Gedränge verletzt und traumatisiert wurden. Deshalb sollte nach ihren Vorstellungen die Breite auf zehn Meter vergrößert werden. Das Bahnwärterhäuschen ist wohl auch in seiner Substanz nicht zu erhalten. Die Idee: Es soll als Silhouette nachgebildet werden, wäre so auch als sichtbares Zeichen für alle Kunden auf der oberen Ebene der Fläche, auf dem die Geschäftsgebäude errichtet werden sollen, zu sehen.
Überraschende Wende im Streit um die Loveparade-Gedenkstätte: Nach einem Vorschlag der Stadtverwaltung hat der Rat entschieden, größere Abschnitte der Unglücksrampe auf dem Gelände des Möbel-Unternehmers Kurt Krieger zu erhalten und 660 statt 100 Quadratmeter für die Gedenkstätte zu reservieren.
Ein weiteres Argument für eine breitere Fläche der Gedenkstätte sollen Angehörige angeführt haben, nachdem sie erfahren haben, dass ihre Kinder an der Stelle gestorben sind, die nach den derzeitigen Planungen zugeschüttet werden müsste, um das Fundament des künftigen Möbelhauses zu stützen.
Ob sich die unterschiedlichen Vorstellungen noch überbrücken lassen, ist fraglich. Es besteht für die Stadt keine rechtliche Handhabe, Kurt Krieger kann nötigenfalls eine Baugenehmigung vor Gericht erstreiten.
Hoffnungen und Tränen
Wie allerdings ebenfalls zu erfahren war, gehen einige Teilnehmer der Gesprächsrunde davon aus, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Es sehe zwar nicht gut aus, aber man könne sich nicht vorstellen, dass Kurt Krieger eine Gedenkstätte errichtet, die nicht auch das Votum der Betroffenen hat.
Die Stimmung sei sehr bedrückt gewesen, nachdem Krieger den Raum verlassen hatte. Bei einigen seien Tränen geflossen, hieß es.

00:18
zu#30 Ich habe den Kommentar von Rolf Karling gelesen und wenn er denn der Wahrheit entsprach, verstehe ich nicht warum er blockiert worden ist.
Vielleicht kann der Moderator ja dazu mal kurz Stellung nehmen.
Ansonsten habe ich schon viel bedenklicheres hier gelesen!!!
13:55
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
11:30
Ebnet den Scheiss ein,schüttet ihn zu und baut was vernünftiges drüber.....
Aus den Augen aus dem Sinn...
Aus die Maus....
23:17
von Ahmet Peter Siegel
Die Stadt DU wollte mit allen Mitteln die LoPa und hat dazu eingeladen.
Die Planung und die erteilte Genehmigung leiden an Mängel, die zur Folge hatten, dass 21 Menschen zu Tode kamen und mehr als 500 Verletzte aufwies. Die Opfer kommen auch aus vielen anderen Staaten. Es ist die Verpflichtung der Stadt DU eine adäquate Gedenkstädte für die Opfer und Hinterbliebenen zu errichten. Das geht nur im Konsens mit den Opfern und den Hinterbliebenen.
Verantwortung für einen Erfolg wiegt schwer, ein Scheitern stellt eine weitere Katastrophe in der Geschichte von DU da. Die Welt schaut sehr genau auf DU.
23:01
Krieger ist BWL-Mann, erfolgreicher Sanierer, Befürworter einer Solidaritätssteuer für Reiche (http://www.welt.de/wirtschaft/article109610687/Moebel-Millionaer-Krieger-sieht-Reiche-in-der-Pflicht.html ) und außerdem Berliner.
Das nach IKEA ( die ihre Steuern in Luxemburg zahlen ) zweitgrößte Möbelkonsortium in Deutschland will seinen Platz natürlich behalten.
Die Gedenkstätten-Situation auf der Duisburger Freiheit ist von mehrheitlichen Ansprüchen gekennzeichnet, die mit Ausdauer und gutem Willen zum Kompromiss führen werden.
M. E. ist die Größe nicht ausschlaggebend.
Es sollte eine würdige und allparteilich passende Gedenkstätte entwickelt werden, die auch in Generationen erkennen lässt, dass die Duisburger Bürgerschaft ohne jeden Zweifel gewillt war, ein metaphorisches Tor zum Gedenken an einen der tragischsten Umstände in der Nachkriegsstadtgeschichte zu fundamentieren und zu öffnen.
Glückauf
19:13
Sören Link verkauft es nur als Erfolg, weil er gar keine andere Wahl hat.
Ich werde bei den Krieger-Läden wohl nichts kaufen.
Lassen sie sich bei der nächsten Wahl doch als OB aufstellen, das wird bestimmt mächtig lustig in Duisburg. Herr Krieger wird sicherlich damit leben können ,wenn sie dort nichts kaufen!
17:59
Die Betroffenen können viel erzählen wenn der Tag lang ist. Keiner von uns war dabei. Fakt ist aber, dass sie und nicht Herr Krieger seit Jahren absolut maßlos und kompromisslos auftreten. So geht man nicht mit Menschen um, die einem einen Gefallen tun wollen. Diese sog. Betroffenen sind mit ihrer Raff- und Schachermentalität einfach nur noch ärgerlich und peinlich.
Bauen Sie endlich Herr Krieger. Und zwar so, wie sie es für richtig halten: Es ist Ihr Grundstück und Sie stehen bei den Hinterbliebenen - wie übrigens alle Duisburger - in keinerlei moralischer Verpflichtung.
Vor allem aber: Wenn man dieser Truppe noch länger eine Bühne für ihr schamloses Herumgeschachere bietet, dann wird das Gedenken an die Opfer noch tiefer in den Dreck gezogen!
17:29
"...Ein Betroffener schildert die Situation bei dem Treffen wie folgt: "Herr Krieger kam herein, begrüßte uns nicht und überrollte uns mit unverschämten Aussagen". Dabei soll der Investor angeblich sogar gesagt haben, dass es seine Gedenkstätte wäre, nicht die der Angehörigen. Fakt ist, dass Krieger das Grundstück gehört und er dementsprechend auch entscheiden darf, was auf eben diesen gebaut wird..."
Das sagt doch wohl alles über diesen "erfolgreichen Unternehmer" aus.
Mit dem wird Duisburg noch viel Spass bekommen!
Wussten Sie schon, dass die RP das Niveau einer BI**-Zeitung hat?
17:27
Die Stadt sollte aufpassen, dass die Krieger Möbelkette nicht ihren Bau aufgibt. Ich hätte an seiner Stelle keinen Bock mehr auf Duisburg. Man kann auch alles - so schlimm wie das Ereignis war - übertreiben. Vor dem Tunnel ist eine Gedenktafel errichtet worden, auf dem Bahnhofsvorplatz wurden Bäume für jedes Todesopfer gepflanzt.
Solch einen Hype gibt es nur in Deutschland mit den vielen Streitigkeiten.
Duisburgs Politiker habt endlich Eier in der Hose und entscheidet und eiert nicht herum. New York hat es euch vorgemacht. Entschieden , 9/11 Memoriel gebaut und fertig... und da gab es über 3000 Todesopfer.
17:13
Wer nun fast zwei Jahre lang immer einen Tritt nach dem anderen vors Schienbein bekommt hat sicherlich irgendwann die Nase gestrichen voll! Was die angeblich so Betroffenen immer wieder an mehr oder weniger "zumutbaren" Änderungen wünschten entbehrte zuletzt jeglichem Realitätssinn! Da war diese Reaktion von Kurt Krieger die einzig richtige! Wir freuen uns auf das neue Möbelhaus! Danke Herr Krieger!