Kunterbunte Bunkerwände
12.06.2009 | 17:18 Uhr 2009-06-12T17:18:00+0200
Mit kunstvollem „Graffiti gegen Graffiti” versucht die Stadt an den Erzbunkern im Rheinpark profane Schmierereien fernzuhalten.
Sie haben so geheimnisvolle Künstlernamen wie „Loomit”, „MadC” , „Kiam”, „Dome” oder „Kakao”. Wo sie auftauchen, machen sich Farben, Fantasie und Kreativität breit. Ihre Leinwand ist fast immer rauher Industriebeton. Derzeit haben Loomit & Co. – die Creme de la Creme der deutschen Graffitiszene - ihre kunterbunten Sprühdosen gegen mausgrauen Beton von pensionierten Erzbunkern im „Rheinpark” gerichtet.
Eine Frage der Ehre
Die Parole, oder sagen wir, der mit Geld ausgestattete Malauftrag samt strategischem Hintersinn, den die Stadt an 65 Sprühdosen-Künstler ausgegeben hat, lautet: „Sprüht eure Farben, eure Ideen, eure 'Tags' und euren Esprit auf unsere stummen Zeugnisse der Industriekultur. Damit kein Platz bleibt für Graffitis, die wir hier nicht haben wollen.” Raffiniert ausgedacht: Graffitis von Profis gegen Graffitis von Vandalen !
Kann das gut gehen? „Durchaus”, sagt Lorenz Kehl, Landschaftsarchitekt jenes Ateliers Loidl, das den Hochfelder Rheinpark umgestaltet hat, „denn es gibt in der Szene einen Ehrenkodex, der es verbietet, ein neues Bild über ein vorhandenes zu sprühen.” Aha! Und wenn der nächtliche Besoffene mit Billig-Sprühose aus dem Baumarkt diesen Ehrenkodex nicht kennt? „Sowas passiert selten”, sagt der Matthias Köhler (40) aus München, der sich „Loomit” nennt, und der seit 25 jahren (!) mit professionellem Sprühen sein Leben bestreitet. „Und wenn doch, dann macht's nichts!” Nichts ist ewig. Dabei ist das, was Loomit auf die 360 qm große Beton-Kletterwand im Rheinpark sprüht, schlicht sehenswert: Ein Wasserfall, Wolken Sonne, Seen und eine gewaltige Felswand. Der Kletterer, er klettert ins bunte Graffiti-Gebirge. Mitten drin, fett, gewaltig und fast unsichtbar, hat „Loomit” sein „Tag” (engl., sprich: „Täg), sein Namenszeichen gesetzt.
Neun Wandflächen an vier Erzbunkern, 19 Bunkerkammern, 4800 qm Beton gilt es zu bemalen. „Für die Künstler ein Schlaraffenland,” schwärmt Architekt Kehl, „denn selten gibt es noch soviel freie Fläche an einem Ort.” Zuletzt rund um die Berliner Mauer.
Aber es gibt Vorgaben in Duisburg: Farblich und thematisch! Nicht „quietschfarbig” irgendwas drauflosmalen; es soll in die Landschaft passen und muss ein Thema haben: Natur Umwelt, Industrie oder Technik. Ob das klappt? Einfach mal nachschauen! Es lohnt sich.
Am Sonntag, 21. Juni, lädt die Stadt zum großen Abschlussfest der spektakulären Graffiti-Mal-Aktion. Von 16 bis 22 Uhr können Besucher an diesem Sonntagnachmittag und Abend die Künstler bei letzten Malarbeiten beobachten und mit ihnen ins Gespräch kommen.Ein DJ legt derweil gute Platten auf. Es gibt zudem reichlich Essen und Trinken.

02:32
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01:57
Im Prinzip gebe ich Herrn Bettermann, Vorsitzendem der BL, sicher recht, wenn gewisse Fragen gestellt werden. Aber mit seinem letzten Satz unter dem Kommentar #3, Sie sollten sich umbenennen: WeißeDummheit! , hat er sich für mich persönlich als Vertreter einer Partei disqualifiziert. Wahlkampf hin oder her, aber als Politiker sollte man sich gegenüber gewissen Kommentaren anders verhalten, und nicht auf diese Weise trotzig und persönlich werdend reagieren. Negative Kommentare einstecken und mit sachlich fundierter Reaktion beantworten zu können bedeutet Stärke, aber das hier...?
22:58
#2
Ich arbeite für mein Geld, Du auch?!
Kindergärten, Schulen und Straßen marode und dann Geld für Graffiti?
Woher kommt es?!
Solidarität der Stadtspitze mit Karstadt-MitarbeiterInnen aber nicht mit Thyssen-Malochern und deren Mitarbeitern von Subunternehmen?!
Die SchwarzeVeisheit nennt das abwertend nur Wahlkampf?!
In welcher Stadt leben Sie?! Nicht in Duisburg!
Sie sollten sich umbenennen: WeißeDummheit!
22:09
An P.Bettermann
Treib deinen Wahlkampf woanders. Es reicht, dass der Steuerzahler dich bezahlen muß.
20:49
Was kostet der Spaß die Stadt und aus welchen Töpfen wird das bezahlt?