Kunst hilft Kindern

Der Duisburger Kinderschutzbund feiert seine Gründung vor 40 Jahren mit einer besonderen Ausstellung: Von Sonntag an zeigen elf lokale Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten in der Cubus Kunsthalle und setzen damit ihre Kooperation mit der Hilfsorganisation fort, die Anfang des Jahres mit der Veröffentlichung eines Kalenders begann.

„Es ist von allem ein bisschen da“, sagt Claudia A. Grundei beim Gang durch die Ausstellung im Haus am Kant-Park. Fotografen, Bildhauer, Zeichner und andere Künstler hatte sie bereits im vergangenen Jahr angesprochen, um sie für ein Projekt zu versammeln: Ihre Werke sollten anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Duisburger Ortsvereins in einem Kinderschutzbund-Kalender zusammenfinden. So bunt wie die Schar der Kinder, die der Verein unterstützt, sollte auch die Auswahl sein. „Ich habe mich umgehört, wer Interesse hat“, erzählt Grundei, und viele wollten sich beteiligen.

Die Kalender wurden zum Preis von 15 Euro verkauft, der gesamte Erlös daraus floss an die Fachberatungsstelle für Kinder, die von sexueller Gewalt betroffen sind. Damit konnte die Arbeit des Kinderschutzbunds von den Käufer, aber auch von den Künstlern, die ihre Werke zur Verfügung stellten, direkt unterstützt werden.

Begleitend zur Feier des Vereins erklärte sich dann auch Claudia Schaefer, Leiterin der Cubus Kunsthalle, gerne dazu bereit, das Haus für eine Ausstellung zu öffnen. „40 Jahre Kinderschutzbund, das ist doch eine gute und wichtige Sache“, erklärt sie. „Und auch für uns Künstler ist es positiv“, ergänzt Grundei. In einer Ausstellung kämen so viele Künstler aus Duisburg sonst kaum zusammen.

Grundeis Arbeiten sind gleich im Eingangsbereich der Cubus Kunsthalle zu sehen. Sie zeigt zahlreiche Druckformen, mal auf Leinwänden, mal als auf den ersten Blick ungeordnet wirkende Installationen. Im nächsten Raum begrüßt eine Figur von Roger Löcherbach die Besucher. Drei lebensgroße Figuren des Künstlers sind in der Ausstellung vertreten, und obwohl sie nur hölzern herumstehen, wirken sie doch sympathisch anziehend. Zu nahe sollte man den Werken von Sigrid Neuwinger hingegen nicht kommen. Ihre fragilen Konstruktionen aus Draht und Kunststoff wirken zum Teil wie Knochen, die neu zusammengestellt wurden.

Einen Katalog zur Ausstellung gibt es zwar nicht, doch kann man stattdessen noch zum Kalender greifen, mit dem alles begann. Neben den Abbildungen enthält er auch ausführliche Informationen über die beteiligten Künstler. Er ist, nachdem das Jahr nun schon fortgeschritten ist, noch gegen Spende in der Cubus Kunsthalle erhältlich. Und auch diese Einnahmen fließen direkt an den Kinderschutzbund Duisburg.