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Künstler müssen Dreigiebelhaus noch in diesem Monat räumen

27.11.2011 | 17:41 Uhr
Künstler müssen Dreigiebelhaus noch in diesem Monat räumen
Wie es mit dem historischen, unter Denkmal stehenden Gebäude weitergeht, liegt in der Hand des städtischen Immobilienmanagements, das ein ­neues Konzept entwickeln soll.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Für das Dreigiebelhaus, das älteste Gebäude in Duisburg, soll ein neues Konzept her. Seit 1977 wurde es von jungen Künstlern bewohnt. Der Vertrag läuft aus, ab der kommenden Woche werden diese Räume sowie eine weitere Atelierwohnung leer stehen. Die Stadt will mit dem Haus endlich mehr Geld verdienen.

Jahrelang füllte die Kultur das älteste erhaltene Gebäude in Duisburg mit Leben. Doch das ist Geschichte, noch in diesem Monat wird die Kultur aus dem Dreigiebelhaus an der Nonnengasse ausziehen. Was dann kommt, ist ungewiss.

Der Hintergrund: Es geht ums Geld. Denn eigentlich soll das Gebäude der Stadt im Jahr mehr als 77 300 Euro an Mieteinnahmen bringen. Doch das tut es nicht. In der obersten Etage befinden sich Atelierräume. Seit 1977 leben und arbeiten dort junge Künstler, die für jeweils zwei Jahre mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium gefördert werden. Der Vertrag läuft aus, ab der kommenden Woche werden diese Räume sowie eine weitere Atelierwohnung leer stehen.

Darunter befinden sich ein Doppel- und zwei Einzelzimmer, in denen häufig Gäste der Stadt übernachtet haben. Gerade einmal 3500 Euro an Miete hatte das im Vorjahr eingespielt. Aus gutem Grund: Die Räume sind gemessen an ihrer Ausstattung überteuert, die Preise hatte der Rat festgelegt. Ein Doppelzimmer kostet 54 Euro, ein Einzelzimmer die Hälfte. Wer in Duisburg übernachten will, geht lieber ins Hotel.

Weitere kulturelle Nutzung ausgeschlossen

Wie es mit dem historischen, unter Denkmal stehenden Gebäude weitergeht, liegt in der Hand des städtischen Immobilienmanagements, das ein neues Konzept entwickeln soll. Klar ist: Die weitere kulturelle Nutzung durch die öffentliche Hand ist ausgeschlossen.

Die Gastronomie im Erdgeschoss samt Biergarten bleibt von der fraglichen Zukunft unberührt. Das gleichnamige Restaurant wird kommerziell betrieben, die Räume sind verpachtet.

Duisburgs Stadtteile V

Das Dreigiebelhaus ist seit 1961 im Besitz der Stadt. Nach der Restaurierung 1975 wurde es Atelierhaus genutzt. Davor war das Haus, benannt nach der Zahl der Giebel, ein Wohnhaus, eine private Töchterschule und auch schon mal eine Fabrik. Urkundlich erwähnt wurde es erstmals 1525. Von 1582 bis 1806 diente es Nonnen als Kloster. In dieser Zeit wurde das Haus mehrfach bis zu seiner heutigen Form aus- und umgebaut. Auf die letzte, gravierende Bautätigkeit könnte nach Angaben der Stadt die neben dem Eingang eingemauerte Bauinschrift der Äbtissin Margarete von Münch aus dem Jahre 1628 hinweisen.

Ingo Blazejewski

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Kommentare
28.11.2011
10:23
@fraka
von ditku | #4

wahrscheinlich meint der schreiber ältestes "wohngebäude" duisburgs.

28.11.2011
01:35
falsch
von fraka | #3

Das Dreigiebelhaus ist keineswegs Duisburgs ältestes Gebäude.

1 Antwort
Das Dreigiebelhaus ist keineswegs Duisburgs ältestes Gebäude
von juergen0 | #3-1


Machen Sie uns schlau.

Welches Gebäude ist denn älter?

In welchem Stadtteil steht es!
Bitte um genaue Angaben

27.11.2011
21:35
Ein weiteres Beispiel...
von JanundPitt | #2

... für die beispiellose Unfähigkeit des Duisburger Immobilienmanagements. Das Drei-Gieb el-Haus ist ein Schmuckstück der Stadt. Wer das nicht gewinnträchtig vermarkten kann, der schafft es nicht mal, den Petersdom in Rom zu vermarkten. Allmählich glaube ich an Arbeitsverweigerung der Verwaltung und der Tochtergesellschaften, solange Sauerland Chef der Verwaltung dieser Stadt ist. Ohne Abwahl gehen Duisburg und seine Schmuckstücke unaufhaltsam den Bach herunter.

3 Antworten
richtig gelesen?
von wickedweasel | #2-1

....hätte mich auch gewundert, wenn auch dieses Problem nicht wieder dem OB in die Schuhe geschoben würde. In dem Artikel steht mit keinem Wort, dass eine gewinnbringende Vermarktung unmöglich sei. Lediglich eine kulturelle Nutzung scheint ausgeschlossen zu sein. Das ist schade genug. Die Vermarktung durch das IMD beginnt ja erst und wird angesichts des tollen Gebäudes und der Lage sicher gelingen. Nichts geht hier den Bach runter. Woraus "JanundPitt" die Erkenntnis zieht, hier sei Arbeitsverweigerung städtischer Gesellschaften zu beklagen, ist schleierhaft, aber ein gutes Beispiel für Maulerei und - inzwischen wirklich - Verblendung in unserer Stadt.

beispiel
von tom009 | #2-2

wowwwwwwwwwwwww

warum machen sie nicht das gebäudemangement?????

sie wissen es ja offenbar besser wie es gemacht wird.

also los auf was warten sie.

und ob es nach sauerland besser wird ???????

wwer soll es denn ihrer meinung nach besser machen????

etwa die roten????

lach mich schlapp.
die haben doch in ihrer 35 jährigen amtszeit nichts auf die reihe bekommen.

Schon klar, ...
von JanundPitt | #2-3

dass die A.S.- Fans anspringen würden. Aber, Duisburg gehen Mieteinnahmen für dieses historische Gebäude flöten. Möchten Sie, @wickedweasel, oder Sie @tom009 ins Drei-Giebel-Haus einziehen und die nötigen Mieteinnahmen in den städtischen Haushalt zur Konsolidierung einbringen? Und @wickedweasel, ich "maule" nicht, ich bin Realist.

27.11.2011
20:53
es werden
von marianus | #1

sich doch seriöse,finanziell starke mieter finden lassen,welche nicht nur die einzigartigkeit des gebäudes,vielmehr auch die nähe zum innenhafen zu schätzen wissen.hoffentlich zerfällt das gebäude nicht wie sovieles durch die unfähigkeit gewisser leute in duisburg.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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