Künstler bitten aufs Hafensofa

Foto: FUNKE Foto Services

Neuenkamp..  In der Mitte steht eine grüne, etwas in die Jahre gekommene Couch. Sie ist Namensgeber des Projekts „Hafensofa“: Die Künstler des Atelierhaus „Hafenkult“ laden ab sofort einmal im Monat alle Duisburger ein, die sich für Kunst interessieren oder im ehemaligen „Hafenkult“-Geschäft am Sonnenwall auf den Geschmack gekommen sind. 13 Künstler teilen sich derzeit die Räume am Parallelhafen. Es wird musiziert, ab 20 Uhr ein Film gezeigt und es soll Zeit für Gespräch über Kunst, Gott und die Welt geben.

„Über den Laden ist unser E-Mail-Verteiler rasant gewachsen – und es kamen oft Nachfragen, ob man uns nicht auch mal in den Ateliers besuchen kann“, erklärt Britta Pasche alias „Frau P. im Atelier“. Gleichzeitig biete sich in den Ateliers auch die Möglichkeit, den Künstlern über die Schulter zu schauen und Großformatiges zu präsentieren – was so im „Hafenkult“-Geschäft nicht so einfach möglich war.

Katrin Roth zeigt ihre Landschaftsmalereien auf großen Leinwänden. Steht der Betrachter dicht dran, besteht der Wald aus kleinen Farbpunkten. Erst mit Abstand wird daraus ein konkretes Bild. Bildhauerin Elsa Lappat täuscht ihre Besucher. Sie fertigt Skulpturen aus Pappmaché und Gips, pinselt letzteren aber so an, dass das Material wie Holz wirkt. Ein schillernder Stein entpuppt sich plötzlich als leichter Pappmaché. „Mich interessieren die Dinge hinter der Oberfläche.“

Zum ersten Hafensofa am Freitag, 6. Februar, ist ein besonderer Gast geladen: Die 19-jährige Amerikanerin Abigail West lebt derzeit in Duisburg und fängt ihre Eindrücke in Skizzen ein.

Von 17 Uhr bis 20 Uhr kann man durch die Künstlerwerkstätten streifen. Ab 20 Uhr zeigt Puppenspieler Marion einen Marionetten-Film. Das „Hafensofa“ soll künftig immer am ersten Freitag des Monats im „Hafenkult“ stattfinden.