Kritik an Plänen für Hundewelpen-Verkauf bei Zoo Zajac in Duisburg
16.02.2011 | 17:19 Uhr 2011-02-16T17:19:00+0100Duisburg. Das Zoofachgeschäft "Zoo Zajac" in Duisburg will ab Mai auch Hundewelpen verkaufen. Die Vorbereitungen laufen bereits. 500.000 Euro werden in den Neubau investiert. Tierschützer halten die Pläne für verantwortungslos und warnen vor Spontankäufen.
Das nach eigenen Angaben weltgrößte Zoofachgeschäft „Zoo Zajac“ in Neumühl will ab Mai neben vielen exotischen Tieren auch Hundewelpen in das Programm aufnehmen. Die Vorbereitungen für den Handel mit Bello & Co laufen bereits auf Hochtouren.
Auf dem 8000 m² großen Gelände von Zoo Zajac entsteht zur Zeit ein 600 m² großes Areal eigens für die besten Freunde des Menschen. Mit 35 m² pro Wurf liegt Zoo Zajac dabei über den gesetzlichen Bestimmungen, die neun bis 17 m² vorschreiben. 500.000 Euro investiert Zoo Zajac in den Neubau.
Verkaufsanlage überbietet Auflagen
Wenn ab Mai die ersten Gehege für Hunde fertiggestellt sind und der Verkauf startet, sollen sich zehn Mitarbeiter ausschließlich um die Hunde kümmern. „Alle Auflagen, die uns vom Veterinär- und Ordnungsamt gemacht werden, überbieten wir mit unserer Verkaufsanlage“, betont Norbert Zajac .
Die Pläne des geschäftstüchtigen Unternehmers rufen aber auch viel Kritik hervor. Die Tierrechtsorganisation „Peta“ hat diese Woche eine Protestaktion im Internet gegen den Zoohändler gestartet. „Die Pläne sind völlig verantwortungslos“, sagt die Leiterin der Peta-Kampagne Magdalena Scherk. Schon jetzt warteten abertausende Hunde in Tierheimen auf ein neues Zuhause und daher sei aus Sicht der Tierschützer ein zusätzlicher Verkauf von Hundewelpen skandalös.
Tierheim hat Bedenken
Die Tierschutzorganisation kritisiert auch, dass sich Zoo Zajac über das stillschweigende Abkommen des deutschen Zoohandels hinwegsetzt, nicht mit Hunden zu handeln. „Das hat Signalwirkung“, fürchtet Magdalena Scherk.
Das Duisburger Tierheim in Neuenkamp, hat ähnliche Bedenken. Monika Lange, Vorsitzende des Vereins, weiß aus eigener Erfahrung, dass Hunde, die ins Tierheim kommen, oft verstört auf die fremde Umgebung reagieren. „Das wäre in einem Geschäft auch nicht anders, wenn die Tiere dort eine Zwischenstation machen, bevor sie in eine Familie kommen“, befürchtet sie. Für problematisch hält Lange auch die Quellen, aus denen der Tierhändler die Welpen beziehen will. „Wenn Privatpersonen dort ihre Hunde abgeben, dann weiß man nichts über Stammbaum, Verhaltensauffälligkeiten oder Erbkrankheiten“, so die Vereinsvorsitzende. Außerdem lade der Handel von Hunden zu Spontankäufen ein, die später bereut werden: „Dann landen die Hunde bei uns im Tierheim.“
Norbert Zajac sieht das anders; „Wir verhökern keine Tiere zu Schnäppchenpreisen. Und bei 500 Euro für einen Hund ist der Kauf nicht unüberlegt.“

21:49
Sehr geehrte Nutzer,
vielen Dank für Ihre ausführlichen Kommentare zum Thema Welpenkauf im Supermarkt. Dieses Thema ist unserer Ansicht besser in unserem Forum aufgehoben. Dort können sie sich ausführlich das Für und Wider austauschen.
Das Forum zu diesem Thema finden sie unter diesem Link: http://forum.derwesten.de/viewtopic.php?f=96&t=24753
Miriam Lessmann
Community Management
18:38
Oh oh …
… vom VDH-Vorstand wurde sicher nichts gegengelesen. Informierte können durchaus für sich selber sprechen. Wenn man nun nicht zu den VDH-Kritikern gehört, heißt das nicht automatisch, daß man ein Freund von Qualzuchten ist und daß es keine verbesserungswürdigen Dinge dort gibt. Meine persönliche Grenze für eine Qualzucht ziehe ich sogar sehr rasch mit dem Fazit, mir einen Hund einer solchen Rasse mein Leben lang vorzuenthalten. Allerdings begrüße ich es sehr, wenn es strenge Regelungen gibt, um „Schwachpunkte“ in einer Rasse einzudämmen … die hier angesprochen HD-Problematik wird durchaus mehr als Ernst genommen … zwingend ist eine Untersuchung zur Zuchtzulassung … dazu gibt es auch einen HD-Zuchtwert, wobei sämtliche Vererbungseigenschaften der Zuchttiere erfasst werden, obwohl sie selbst „HD-frei“ sind. Das ist aber sicher nur eine Sache, die von einem seriösen Zuchtverband geleistet werden kann … ein Hinterhofzüchter nimmt sich davon nichts an!!! Da sollten Unbedarfte übrigens auch mal googlen, um zu erfahren, wie krank diese Tiere aus Hinterhofzuchten oftmals wirklich sind, psychisch wie physisch - wieviel Ärger man sich einhandeln kann … seelisch wie finanziell. Gerade die Hinterhofzuchten haben in den letzten Jahren ein erschreckendes Bild auf viele Moderassen geworfen.
Gegen Lobbyismus habe ich übrigens persönlich gar nichts, wenn er dem Wohl der Hunde dient!!! Letztendlich kann Lobbyismus auch dazu dienen, Missstände zu beseitigen.
Tja … es gibt Leute und dazu gehören in der Regel Unternehmer, die begründen ihr Tun einfach mit „Geld“ bzw. „Gewinn“. Wenn jemand Hunde züchtet, möchte er Geld verdienen … alles andere ist für solche Leute undenkbar! Daß es jemand aus Spaß an der Freud´ und Interesse an „seiner“ Hunderasse macht, passt dann nicht ins Weltbild, was nicht ins Weltbild passt, kann nicht sein! Daß Hunde und damit auch zur Zucht zugelassene Hunde permanent Geld kosten, passt auch nicht in ein Weltbild des Hundehändlers … er hat damit nichts zu tun, kauft die Welpen ein für ´n Appel und ´n Ei und verkauft sie dann mit einer Riesenmarge. Wer allerdings seine Hunde für ´n Appel und ´n Ei verkauft, investiert auch nichts in sie – weder in die Hundeeltern noch in die Welpen!!!
Einen Zufallswurf wird sich kein Mensch freiwillig antun, der nicht ambitioniert ist. Ein Wurf macht viel Arbeit und kostet Geld! Normalerweise!!! Wie es auch anders geht, sieht man dann in Belgien, Ungarn und anderen Ländern.
Ein Satz gefällt mir aber ausgesprochen gut an dem Kommentar von Scoobidoo, daß er einräumt, Herr Zajac müsse „geradestehen für seinen Hundehandel“ . Hoffentlich wird dem auch so sein! Die „Verbraucher“ werden sicherlich berichten …
Eine „Marktsättigung“ ist eingetreten? Wo? Im Hundelend? Klar … lieber heute als morgen wäre das zu beenden! In der Hundezucht? In meinen Augen verantwortungsvolle Züchter wünschen ihrer Rasse, niemals in Mode zu kommen (damit eben nicht unseriös „produziert“ wird) und sie sind es gewohnt, mit Liebhabern der Rasse, die zig Hundert Kilometer angereist kommen, Kontakt zu pflegen. So kenne ich es zumindest.
Eine Kampagne? Nee … so würde ich das nicht nennen. Es ist eher ein Aufschrei von Leuten, die dem „Lebewesen Hund“ die verdiente Achtung und den nötigen Respekt zukommen lassen. Leider erreicht das nicht jedes Menschenhirn, zunächst leider nicht…
20:00
Erstaunlich, wie sehr dieses Vorhaben eines Zoohändlers doch polarisieren kann...;-)
Mal ein persönliches Fazit, nachdem ich mich jetzt neugierdehalber durch dutzende von Internetseiten und Foren gelesen habe, die mit diesem Thema im Zusammenhang stehen:
Lassen wir es uns doch noch einmal auf der Zuge zergehen: Da kündigt jemand an, er wolle Hunde verkaufen.
Jemand, der die Erlaubnis hat, mit Tieren zu handeln, jemand der die Sachkunde hat, mit Tieren zu handeln und selbige artgerecht zu pflegen und jemand, der dafür dann auch gerade stehen muss. Und natürlich auch jemand, der damit Geld verdienen möchte. Aber auch jemand, dem (und seinen Mitarbeitern) ich es absolut zutraue, gut und liebevoll mit Welpen umzugehen.
Die Welt (der VDH-Hundezüchter und veganen Tierrechtler) schreit auf. Die einen, weil es hier um ein Monopol geht, das schon zu lange durch Händler aus dem Ausland aufgeweicht wurde, und jetzt auch noch ganz offiziell von einem Zoofachhandel ausgehebelt wird, die anderen, weil Tierhaltung an sich schon ein Unding ist und man damit auch wieder einmal wunderbar Public-Relations für die eigene Organisation (PETA) machen kann. Es gibt in diesem Zusammanhang viele aufschlussreiche Diskussionen in diversen Züchterforen über das Thema. Da machen sich ettliche Sorgen um Ihren Umsatz.
Darüber hinaus machen sich ja beide Gruppen schon seit langem gegenseitig Konkurenz: die einen Züchten Hunde für den deutschen Markt, die anderen importieren tausende Hunde jedes Jahr aus dem Ausland in deutsche Tierheime (Hunderettung), welche dann auch versuchen, selbige wieder los zu werden. Da scheint offenbar eine gewisse Marktsättigung eingetreten zu sein, gegen die man etwas unternehmen muss.
Wenn Zajac Hunde von privaten Züchtern kaufen will, erweitert er den Markt ja gar nicht, die Hunde währen sonst an den Mann (oder die Frau) gekommen. Ist also eine Milchmädchenrechnung, dass Zajac die Zahl der Hunde erhöht. Weniger Importe von Straßenhunden aus dem Ausland würden unsere Tierheime schon viel leerer machen.
Also bitte erst einmal an die eigene Nase fassen, bevor man Vorwürfe gegen andere erhebt.
Ich entschuldige mich für meinen Sarkasmus, aber, nachdem ich mich in den letzten Wochen durch dutzende von Internetseiten gelesen habe, komme ich genau zu diesem Schluss: Hier wird medienwirksamer Lobbyismus betrieben.
Wenn ich diesen wunderbaren Beitrag von Hundeherz lese, bin ich mir fast sicher, dass er im Vorstand des VDH vorher gegengelesen wurde. Natürlich, an der Zucht von Hunden verdient niemand Geld, natürlich werden alle Züchter ständig kontrolliert. Dumm ist nur, dass ich diesem Statement nur in dem Rahmen glaube, in dem ich auch einem Zajac glaube.
Nun...wenn ich mir einen Chiwawa ansehe, einen Hund, dem ein Wasserkopf angezüchtet wurde, natürlich nach den strengen Richtlinien des VDH, dann kommen mir zweifel daran, dass VDH und Tierschutz in einen Topf passen. Ähnlich geht es mir, wenn ich daran denke, dass über lange Jahre der stromlinienförmige Deutsche Schäferhund gezüchtet wurde...von diesen wunderbaren Züchtern, die nur das beste für den Hund im Sinn haben....leider mussten fast alle dieser Hunde wegen angezüchteter Hüftgelenksdysplasie eingeschläfert werden. Auff den Seiten des VDH findet man massiv Beispiele für Qualzuchten. Einfach mal die Rasseliste durchschauen oder nach Hüftgelenksdysplasie googlen.
Dass man mit der Zucht von Hunden natürlich kein Geld verdienen kann ist mit schon klar...deshalb gibt es auch tausende von Züchtern alleine in Deutschland. Müssen VDH-Züchter eigentlich ein Gewerbe anmelden (und fallen so unter die Steuerprüfung) , oder wird das nach eigenem Gutdünken über die Steuererklärung angegeben? Mir ist gerade eingefallen, dass unser Staat noch Geld braucht für wichtige Dinge..;-)
Ich hab mich auch mal unter normalen Leuten umgehört, also Hundehaltern, nicht Züchtern.
Die finden Zajacs Idee eigentlich alle gut, ist natürlich nicht representativ, aber wenn man 10 Leute anspricht und fragt, und alle finden es gut, dann läst mich das doch nachdenken.
Ich finde es ja auch in Ordnung, wenn man bald Hunde bei Zajac kaufen kann. Offenbar denken viele andere auch so. Was mich tröstet, denn offenbar wird das gebetsmühlenartige wiederholen von unbelegten Behauptungen im Internet doch noch hinterdacht oder ignoriert. Machen wir uns nichts vor, ist ja doch ziemlich offensichtlich, wer und warum so eine Kampagne angezettelt wurde. Und je mehr ich mich in dieses Thema engelesen habe, desto klarer werden eigentlich die Strukturen dahinter. Vielleicht mal als Anregung der Redakteure in der WAZ, die ja offenbar von den Presseabteilungen der Zuchtverbände und von Peta bombardiert werden...währe doch auch mal eine hübsche Reportage, denen mal etwas auf den Zahn zu fühlen ;-) Mit ein wenig googlen bekommt am schon einiges raus.
Ich für mich finde es gut, meine eigene Entscheidung treffen zu können, wo ich ein TIer kaufe, und es mir nicht von selbsternannten Tierrechtlern vorschreiben zu lassen. Und genau so werden auch viele Leser hier denken.
Und auf die Aufrufe einer Organsation, die mich dazu aufruft WALFLEISCH zu essen, damit nicht so viele Schweine geschlachtet werden (Argument: Wale haben eine glückliche Kindheit im Meer, mit einem toten Wal kann man 2.000 Schweine erhalten), kann ich wirkich nur noch mit einer Gänsehaut reagieren. Haben die den Knall nicht gehört?
Das man hier solchen Geistesgrößen ein Sprachrohr aufbaut, spricht für die Mentalität vieler Schreibender.
Nein, ich lebe nicht vegan, auch nicht vegetarisch, habe es auch niemals vor, ich gehe angeln und mag Fisch, finde Steaks genau so köstlich wie einen guten Salat, und finde es klasse, dass mir niemand vorschreiben kann, was ich esse. Genau so wenig lasse ich mir vorschreiben, woher ich Haustiere beziehe. Ich gehe auch in Zoos (auch wenn Tierrechtler vorn dem Eingang protestieren) und finde Tiere toll.
Stimmt, ich bin dafür. Nicht dagegen. Man muss nicht immer gegen alles sein ;-)
Nun, der Duisburger Tierschutzverein scheint es ja ähnlich zu sehen, vor Zajac steht ein Wagen von denen und macht so eine Art Lotterie für Tiere. Finde ich gut. Ist ein guter Platz für die, viele Tierfreunde. Kommt sicher was rein.
Die tun was. Für Tiere. Nicht für sich.
13:38
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13:38
http://www.peta.de/web/zajac.4173.html
Welpenhandel bei Zoo Zajac stoppen! (10.02.)
Unterstützen Sie PETAs Protest gegen den geplanten Welpenverkauf:
Der nach eigenen Angaben größte Zoofachmarkt der Welt, Zoo Zajac in Duisburg, plant ab Mitte dieses Jahres den Welpenverkauf! Obwohl auch heute schon abertausende Hunde in Tierheimen und Tierauffangstationen auf die Vermittlung in ein gutes Zuhause warten und verantwortungslose Züchter Hunde massenweise produzieren, plant Zoo Zajac in den kommenden Monaten den zusätzlichen Verkauf von Hundewelpen. Bislang hat der Verkauf von Hunden in stillschweigendem Übereinkommen im Zoohandel nicht stattgefunden – nun bricht Zoo Zajac diese Selbstverpflichtung.
13:36
Gegen den Verkauf von Hundewelpen/Junghunden bei Zoo Zajac (am 09-03-2011 von Yvonne Fischer erstellt) -
http://www.meinepetition.ch/unterschreiben.php?idsig=T25wTLrkMHFhmDyylH6C
Petition gegen den Verkauf von Hundewelpen bei Zoo Zajac! (am 17-02-2011 von Melanie Fitze erstellt) -
http://www.meinepetition.ch/unterschreiben.php?idsig=6scudruHqB95zHMUYhJw
10:51
Ach so ja und die Preise, die sich angeblich bei seriösen Züchtern jenseits der 1.000-EUR-Grenze bewegen ... das stimmt so nicht unbedingt ... einfach mal nachfragen. Das ist auch der Grund, warum sich mit Hundezucht in der Regel kein Geld verdienen läßt, schon gar nicht im Hobbybereich, wo alle 1 bis 3 Jahre mal ein Wurf geboren wird. Wenn man die ganzen Kosten abzieht, bleibt für die Entlohung des Züchters nichts übrig ... meistens zahlt der Züchter obendrein auch noch drauf. Aber das ist es ja: für Hobbies erhält man in der Regel kein Geld, man geht ihnen trotzdem nach mit Leidenschaft und Befriedigung ...
... ja und ein Recht erwirbt der Züchter sicher nicht durch Vereinszugehörigkeit, den Welpen ohne Zwischenhändler zu verkaufen. Was ist das denn für eine Weltanschauung? Es ist eine für den Hund sehr sinnvolle Verpflichtung, die sich ein Züchter niemals nehmen lassen würde!!! Ein Züchter mit Verantwortung will wissen, was aus seinen Zöglingen im Leben wird, das ist doch logisch! Und nebenbei werden so auch keine Hunde überproduziert , was den Züchtern ja oftmals vorgeworfen wird.
Die Überproduktion läuft bei der Vermehrung ... ...ob durch fehlende Kastrationsmaßnahmen bzw. unkontrollierte Vermehrung beabsichtigt oder nicht (in Süd- oder Osteuropa) oder in voller Absicht für den HANDEL, egal in welchem Land (ob Spanien, Ungarn, Belgien, Polen, Deutschland oder sonstwo).
Die seriöse Hundezucht abzuschaffen, wie z.B. von PETA gwünscht, damit die Hunde aus der wahllosen Vermehrung gute Plätze im Leben erhalten können, ist ein falscher Ansatz! Die wahllose Vermehrung und der Hundehandel müssen abgeschafft werden, damit es den Hunden in ihrer allgemeinen Situation besser ergehen kann in Zukunft. Die Tierschutzorganisationen sind gefordert, in den Ländern vor Ort zu helfen, insbesondere durch Abwehrmaßnahmen des Leides, damit aus dem Leid der Tiere keine Neverending Story wird. Der Hundehandel hier kann ganz einfach durch Nichtstun gestoppt werden! Jeder Einzelne, der im Handel KEINEN niedlichen Welpen kauft, ist ein aktiver Tierschützer und braucht dafür einfach gar nichts zu tun ... Es ist sicher schade für die Welpen, die es akut betrifft ... aber sehr gut für all die, die nicht geboren werden als Handelsware. Wenn jemand ein Produkt nicht verkauft bekommt, wird er es aus dem Sortiment nehmen und nicht mehr nachkaufen!!! Wenn der Vermehrer denn auch sitzenbleibt auf seinen Hundchen, wird er seinen Geschäftssinn ebenfalls umorientieren müssen.
Man kann soviel tun durch Nichtstun in dieser Angelegenheit!!!
Wäre natürlich trotzdem wünschenswert, wenn das Tierschutzgesetz expliziter im Sinne der Tiere erweitert würde ... um das zu erreichen, reicht das Nichtstun natürlich nicht.
Aber Erste Abhilfe schaffen kann jeder ...
02:05
Scoobidoo hat leider von Rassehundezucht gar keine Ahnung und auch nicht von den Vereinen innerhalb des VDHs und auch nicht von so manchem Dissidenzverein, der z.B. nicht FCI-anerkannte Rassen betreut.
Welche Anforderungen an die Zuchthunde dort und auch an die Züchter und die Haltungs- und Zuchtbedingungen gestellt werden, kann man auf den HPs der einzelnen Vereine nachlesen, wenn es jemanden interessiert. Es wird gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Man sollte sich wirklich die Mühe machen, sich dort zu informieren...
Es reicht definitiv nicht, einen Rassehund mit FCI-Stammbaum zu besitzen und in einem VDH-Verein Mitglied zu werden, um einen registrierten Wurf mit seiner Hündin zu haben ... wie von Scoobidoo behauptet.
Die Hündin muß erstmal zur Zucht zugelassen werden, was ein langer Weg ist (von gesundheitlichen Untersuchungen und Auswertungen von einer übergeordneten Fachstelle über etwaige Wesenstests bis hin zu den erforderlichen Ausstellungen), der Züchter ebenfalls ... die Zuchtstätte wird kontrolliert und abgenommen, wenn sie abgenommen werden kann, die Räumlichkeiten entsprechend sind. Eine Dachgeschosswohnung reicht da sicher nicht!
Der Züchter muß sehr wohl kynologische und zuchttechnische Sachkenntnis vorweisen (Schulungen, Seminare, Gespräche mit dem Zuchtwart ...), in der Regel erfolgt auch eine Prüfung. Er hat Genetikkenntnisse, nutzt Gentests und studiert die ach so verpönten Stammbäume und ist deswegen in der erstrebenswerten Lage, Inzucht zu minimieren (was bei Rassehunden ohne Stammbäume schlicht UNMÖGLICH und GEFÄHRLICH ist!!!!) Alles wird genauestens kontrolliert, die Würfe werden durch den Zuchtwart/Verein betreut. Wenn er die Hundezucht gewerblich (d.h. in der Regel ab einer gewissen Anzahl von zuchtfähigen Hündinnen) betreibt, unterliegt er zusätzlich den Kontrollen des Veterinäramtes und braucht dafür eine Genehmigung genauso wie Herr Zajac auch ... nur mit dem Unterschied, daß er sich nach bestem Wissen und Gewissen von A - Z einbringt (von der Fertigmachung der Zuchthündin über die Wurfplanung über die Geburt über die Aufzucht über das Finden geeigneter Familien), währenddessen Herr Zajac einfach nur niedlich aussehende Hunde von einem Vermehrer (nicht Züchter!!! Wahrscheinlich auch nicht kontrolliert von öffentlicher Stelle!!!) irgendwo einkauft, sie kurzfristig (unter Einhaltung der Tierschutzbedingungen) hält und sie wieder verkauft.
Einen Tierarzt im Haus braucht ein Züchter nicht ... vor der Geburt und auch nach der Geburt hat er oftmals Spezialisten an seiner Seite, die sich auf Gynäkologie spezialisiert haben und die Hündin mit ihrem Wurf betreuen. Aber er hat auch andere Spezialisten (z.B. für die Untersuchung von erblichen Augenkrankheiten) bei den Welpen. Dafür fährt er gerne auch etwas weiter.
Ich könnte das noch stundenlang fortsetzen, gerade auch, was die Prägung der Welpen angeht oder das Vertrauensverhältnis zwischen Züchter und Welpeninteressent, welches sich oftmals schon bei der Wurfplanung Monate vorher entwickelt, über das Rückkaufrecht, was sich viele Züchter einräumen, falls irgendwie Not eintritt, über die Besuche bei seinem Wunschwelpen schon ab der 5. Woche, über gemeinsame kleine Ausflüge mit dem Züchter, der Hundemama und dem ganzen Wurf ...
11:14
Vergessen.. und wenn die lieben Welpen nicht verkauft werden, dann können sie ja als Junghunde schon wieder selbst für billigen Nachwuchs sorgen.
11:06
Lieber einen Züchter, der unter öffentlicher Beobachtung steht, als die vielen Hobbyzüchter; den Hunden geht es bei Herrn Zajac sicher besser als bei manch anderen...
#16 von PCBuda , am 17.02.2011 um 13:57
Selten so einen Unfug gelesen.. *kopfschüttel*
Klar, den Hunden geht es gut, die in Boxen sitzen und auf ihre Herrchen warten. und natürlich kommen sie alle von seriösen Züchtern.. *ironie aus*