Krisen im Blick

„Die Entwicklung jenseits unserer Landesgrenzen beschäftigt die hiesige Unternehmerschaft viel stärker als früher. Die internationale Verflechtung wird immer größer. Krisen, wie jetzt in der Ukraine, betreffen die exportstarken Betriebe unserer Region unmittelbar“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz. Der Verband will daher die internationale Lage stärker in den Blick nehmen. Geplant sind mehrere Veranstaltungen für Unternehmer mit entsprechenden Hintergrundinformationen und Lagebeurteilungen.

„Insbesondere die Ukraine-Krise sorgt für große Unsicherheit bei den Betrieben“, erläutert Schmitz und verweist auf viele mittelständische Unternehmen, die über einen Einbruch ihres Russland-Geschäftes klagen. Doch nicht nur der Handel mit den am Konflikt beteiligten Ländern werde für deutsche Unternehmen schwieriger, auch die große politische Stabilität in Europa werde mehr und mehr hinterfragt. „Frieden und Sicherheit sind Grundlagen für jeden Handel. Wenn innerhalb Europas ein solcher Konflikt wie in der Ukraine wieder möglich ist, was bringt uns dann die Zukunft?“, bringt Wolfgang Schmitz die Sorge vieler Unternehmen auf den Punkt.

Zum nächsten Unternehmertag am Mittwoch, 3. Juni, eingeladen wurde daher der ehemalige deutsche US-Botschafter Wolfgang Ischinger, aktuell Chef der Münchener Sicherheitskonferenz. Und für Donnerstag, 28. Mai, ist ein USA-Tag des Unternehmerverbandes geplant.