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Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg

17.03.2011 | 18:39 Uhr
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
Insgesamt haben die Straftaten in Duisburg 2010 zugenommen. Es gibt jedoch weniger Gewaltdelikte als früher. Das Internet wird zunehmend zum Tatort. Die Polizei warnt vor Betrügern. Fotos und Bildmontage: Martin Möller

Duisburg.   Die Polizei in Duisburg registrierte 2010 über 50.000 Straftaten - 3,28 Prozent mehr als im Vorjahr. In den Bereichen Einbruch, Taschendiebstahl und Internet-Betrug waren die Zunahmen besonders groß. Die Zahl der Gewalt-Delikte nahm dagegen ab.

Mehr Straftaten, aber weniger Gewaltkriminalität: Das sind die Kernaussagen des Kriminalitätsberichtes 2010, den die Duisburger Polizei am Donnerstag vorlegte. Vor allem die Kriminalität im Internet nehme deutlich zu. Die Zahl der Straftaten stieg im Vorjahr um 3,28 % auf 50.531. Doch 2009 gab’s noch einen Rückgang um 2 %. Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels sprach daher von einem konstanten Niveau der letzten Jahre. Die Aufklärungsquote lag bei 51,3 %. Wobei diese Durchschnittszahl die Quote bei Diebstählen aus Autos (6,8 %) ebenso einschließt wie die Top-Quote bei Tötungsdelikten (100 %).

Besondere Sorge bereite der Polizei aber die „explodierende Zunahme“ von Fällen des Internet-Betruges. Bartels: „Statt Ladendiebstahl wird heutzutage Ebay-Betrug begangen.“ Es sei eine „neue Herausforderung“ für die Polizei. 30 „Angriffe“ auf Geldautomaten wurden 2010 registriert, berichtete der Leitende Kriminaldirektor Rolf Jaeger. 400 Personen seien betroffen gewesen.

Die Tatverdächtigen sind diesen Altersstufen zuzuordnen. Grafik: DerWesten

Sechs Menschen kamen 2010 durch Straftaten ums Leben, je drei Mal handelte es sich um Totschlag beziehungsweise fahrlässige Tötung. Die Zahl der Sexualdelikte ging um 50 auf 292 zurück. In 66 Fällen waren Kinder betroffen.

Überregional agierende Tätergruppen in Duisburg tätig

Die Zahlen von Raub und räuberischer Erpressung (etwa das sogenannte „Abzocken“ von Jugendlichen) gingen von 524 auf 494 leicht zurück, die Zahl der Körperverletzungen blieb in etwa gleich, bei gefährlichen Körperverletzungen gab es sogar einen „sehr starken Rückgang“, sagte Bartels. In Zahlen: 1411 waren’s 2009, 1284 im Jahr 2010. Was zunahm, waren Taten in der Öffentlichkeit und Angriffe auf Polizisten (von 208 auf 234), vor allem durch eine Tätergruppe, die Polizeidirektor Rainer Blaudzun so beschrieb: „jung, männlich, alkoholisiert, nicht deutsch“. Die Einschätzung der Polizeipräsidentin: „Das Aggressionspotenzial in der Bevölkerung wird immer größer.“

Um erschreckende 20 % nahmen die Wohnungseinbrüche zu, nach Einschätzung der Polizei machen sich „überregional agierende Tätergruppen“ in Duisburg zu schaffen. Betroffen sind Stadtteile wie Baerl und Rahm, aber auch Bruckhausen und Marxloh. Empfehlung der Fahnder: die Wohnung sichern, Geld und Schmuck im Tresor aufbewahren, die Beratungsangebote der Polizei nutzen (www.polizei-duisburg.de).

Eine Zunahme von sogar 33 % verzeichnet die Polizei bei Taschendiebstählen. Die Täter sind meist in drei- bis vierköpfige Gruppen unterwegs, häufig werden gezielt Senioren als Opfer ausgewählt.

Willi Mohrs

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Kommentare
07.04.2011
18:18
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von technikus | #10

Typische Täterbeschreibung im Artikel:
jung, männlich, alkoholisiert, nicht deutsch

18.03.2011
18:50
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von marianus | #9

sorry für das verschreiben,aber ich bin heute noch
sehr erbost über diese frechheit....es muss lauten; ich betone hier das es KEIN jugendlicher war,.......

18.03.2011
18:48
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von marianus | #8

das aggressionspotential wird immer grösser und das von menschen welche sehr friedliebend sind,weil sie permanent opfer von ignoranten sind und täter geschützt werden.auch bei dem friedlichsten menschen ist einmal die grenze erreicht.
wenn ich z.b. als über 70 jähriger moniere das ein wagen mitten auf dem bürgersteig geparkt wird und zur antwort bekomme;du altes friedhofsgemüse halte die schnauze,dann habe ich die grösste mühe die contenance nicht zu verlieren.ich betone hier das war KEIN jugendlicher war sondern einer der so gen. vorbildlichen erwachsenen.

18.03.2011
17:38
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von fatih | #7

Raub und räuberischer Erpressung etc.

sind auch dieses Jahr wieder rückläufig. Allerdings ist unklar, warum dann „Das Aggressionspotenzial in der Bevölkerung immer größer wird?

18.03.2011
15:03
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von Kravattenmuffel | #6

Klasse. Gerade noch verkündete man in Düsseldorf, die quasi heile Welt in NRW. Und nun…

Wobei ja nie wirklich in solchen Statistiken definiert ist, was denn da für „Straftaten“ zur Zählung kommen. So gehört die Nichtzahlung der Kfz-Steuer auch zu „Straftaten“. Die Aufklärung hier wird vermutlich nahezu 100% sein. Schön für die Statistik.

Und was mag eine gefährliche Körperverletzung sein? Wenn ich nur zusammengetreten werde ohne gleich einen Schädelbruch davontragen zu dürfen ist das dann „nur“ Körperverletzung? Was sind „Taten in der Öffentlichkeit“? Wenn jemand in der Straßenbahn zusammengeschlagen wird? Nee, is ja ein Dach drüber.

Diese Statistik ist wieder nur für Erbsenzähler, die sich selbst was vorlügen wollen. Ein Blick in die täglichen Polizeiberichte sagt mehr als tausend zahlen…

18.03.2011
11:40
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von Pfranz_Pferdinant | #5

Also das überrascht mich jetzt aber völlig.

Das ist eine Zeitungsente, dass die Straftaten gestiegen sind, oder?
Uns wird doch immer erzählt, wie schön und sicher es in Duisburg ist und das es hier gar keine Probleme gibt.

18.03.2011
10:52
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von guelleguelle | #4

Die Politik scheint das nicht zu stören. Immer weiter so heißt es aus Berlin. Was nicht über unsere Steuern verteilt wird holen sie sich direkt beim Bürger ab.

18.03.2011
09:13
Blockierter Kommentar.
von bunt | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.03.2011
09:02
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von Sentinel | #2

So geht man mit Statistik um und dabei heißt es doch, Frauen wären so genau Frau Polizeipräsidentin. Wie konnte es passieren, die 21 Opfer der LP zu vergessen? Dürfen wir aus ihrer Statistik schließen, dass der Personenkreis gegen den wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wir, nichts zu befürchten haben und die Ermittlungen nur politisches Schaulaufen ist? Na ja, die Ermittlungen ihrer Beamten haben ja auch ergeben, dass Sicherheitsfirmen bei der LP Personal abgestellt haben sollen, die nachweislich überheupt keinen Kontakt zu Veranstalter und schon gar nicht aktiv auf der LP im Einsatz waren. Mit solchen Ermittlungsergebnissen wird die Arbeit der Staatsanwaltschaft nur unnötig aufgehalten.

18.03.2011
08:46
Kriminalitätsbericht 2010 zeigt steigende Zahl von Straftaten in Duisburg
von HeinzK1 | #1

Zu: Sechs Menschen kamen 2010 durch Straftaten ums Leben, je drei Mal handelte es um Totschlag beziehungsweise fahrlässige Tötung.

Es kamen nicht sechs, sondern 27 Menschen in Duisburg ums Leben.

Die 21 Toten der Loveparade 2010 in Duisburg sollten wirklich auch in dieser Statistik erscheinen. Schließlich wird zur Zeit gegen 16 Beschuldigte polizeilich/staatsanwaltschaftlich ermittelt, auch wenn die polizeiliche Aufklärung bei der Polizei Köln liegt.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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