Krieger kommt Loveparade-Opfern bei Gedenkstätte entgegen
07.11.2011 | 12:08 Uhr 2011-11-07T12:08:00+0100
Duisburg. Möbelunternehmer Kurt Krieger, dem das Loveparade-Gelände gehört, hat den Opfern der Katastrophe einen Brief geschrieben. Darin kommt der Investor den Hinterbliebenen bei der Gestaltung der Loveparade-Gedenkstätte entgegen. Das Stellwerkhaus über der Rampe sei jedoch nicht erhaltbar.
Ein Brief, den Möbelunternehmer Kurt Krieger am 24. Oktober an die Hinterbliebenen der Loveparade-Katastrophe geschrieben hat, schlägt im Internet mächtig Wellen. Dort wird diskutiert, dass Krieger an keinem weiteren Treffen mehr teilnehmen will, um mit Hinterbliebenen darüber zu sprechen, wie die Gedenkstätte für die Opfer am Ort der Katastrophe aussehen soll. Dem Berliner Möbel-Investor gehört das Gelände, auf dem bei der Loveparade 21 Menschen tödlich und mehr als 500 körperlich verletzt wurden.
Auch die NRZ kennt den Brief und fragte am Sonntag nach, ob sich Krieger nun komplett aus dem Dialog zurückziehen will? „Auf keinen Fall“, betonte Krieger-Sprecherin Edda Metz. „Eigentlich wäre es die Aufgabe der Stadt, sich hierfür zu engagieren“, meint Metz. Doch das Unternehmen werde sich weiter dafür einsetzen, dass die Gedenkstätte auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände gebaut wird.
Jürgen Hagemann vom Verein Massenpanik sieht die Diskussion gelassen. „Wir befinden uns in einem Prozess und dieser ist noch nicht abgeschlossen.“
Im Gegenteil. In dem Brief des Möbelunternehmers sei auch der neue Vorschlag gemacht worden, den Eingangsbereich zur Gedenkstätte um einen Meter zu verbreitern. Ein Punkt, den die Hinterbliebenen gefordert hatten.
Erstmals ist nun auch öffentlich bekannt, wie sich Krieger die Gedenkstätte vorstellt. So soll in dem deckenlosen Raum die Unglückstreppe erhalten bleiben.
Stellwerkhaus soll weichen
Ein bis zu zwölf Meter hoher Lebensbaum soll an die Opfer der Katastrophe erinnern. Innerhalb der Gedenkstätte, in der die bestehende Wand erhalten bleibt, werden Bänke aufgestellt. Eine neue Treppe führt auf die obere Ebene. Das Stellwerkhaus dort, das zum Symbol für die Katastrophe wurde, sei jedoch, so unterstreicht Krieger in seinem Schreiben „unmöglich“ zu erhalten.
Nun müssen sich die Betroffenen mit den neuen Vorschlägen auseinandersetzen und darüber einigen, ob ihnen der aktuelle Krieger-Entwurf gefällt.
Zwischen Juli und Oktober hatte Stadtdirektor Peter Greulich nach einem Auftrag des Duisburger Stadtrates den Austausch zwischen Krieger Bau und Opfer-Vertretern organisiert. Erste Entwürfe für die Gedenkstätte hatten die Angehörigen als „unterirdisch“, „Bunker“ und „Gruft“ abgelehnt. Im Oktober trafen sich Hinterbliebene und Verletzte erstmals ohne Vertreter der Stadt Duisburg mit Kurt Krieger . Kurz vor der Verhandlungsrunde hatte Klaus-Peter Mogendorf, dessen Sohn bei der Loveparade ums Leben gekommen war, mit eigenen Entwürfen gezeigt , wie sich die Angehörigen der Todesopfer die Gedenkstätte auf dem Gelände vorstellen, auf dem zwei Möbelhäuser entstehen sollen.
| Dateiinfo | Link |
|---|---|
| PDF(14,6 MB) | Entwurf_Gedenkstätte_Mogendorf_Spannhoff.pdf |

10:25
Mamamia,
das Thema "Die letzte geile Party in Duisburg" sollte doch bald mal abgefrühstückt sein.
Ja, sie war wirklich sehr gut, aber das man jetzt noch darüber spricht.
Reh-Spekt an die Veranstalter!
19:15
Wenn Sie ein anständiger Duisburger sind, dann will ich ein unanständiger Duisburger sein!
23:02
Ich wusste nicht, dass Menschen wie Sie mit dermaßen wenig Allgemeinwissen hier überhaupt schreiben dürfen.
"Tödliche Verletzung" ist selbstverständlich ein medizinischer und juristischer Fachterminus dafür, dass die Verletzung zum Tode führte, aber *keine* Definition, *wo genau* der Tod danach eintrat. Nur der Umstand, dass diese Verletzung in einer bestimmten Situation an einem definierten Ort erlitten wurde, ist relevant.
Sie sind garantiert Jemand, der auch Kriege oder menschengemachte Katastrophen gern zahlenmäßig verharmlost, weil viele Verwundete, Strahlen- oder Chemiewaffen-Opfer ja erst Jahre später in der Heimat starben.
Und Ihre Lüge mit den "zwei drittel niedriger" ist ebenfalls dermaßen unverschämt, dass sich eine Verleumdungsklage der Hilfs- und Polizeikräfte gegen Sie geradezu aufdrängt.
22:16
Denke, der Vorschlag des Herrn Krieger ist völlig o.k., zumal er die Kosten selbst trägt. Er tut es freiwillig. Weitere Forderungen erscheinen mir unangebracht.
21:34
Wenn Sie sich zu den Anständigen zählen, muss jeder Angst haben, die Unanständigen kennenzulernen. Wann haben Sie Ihr Schamgefühl abgelegt? Muss schon lange her sein.
21:05
Der soll doch endlich sein Möbelhaus bauen. Worauf soll er denn Rücksicht nehmen ?
Die können doch auf``n Friedhof heulen gehn.
Wir anständigen Duisburger wollen das Möbelhaus und keine Gedenkstätte für Drogen-Tode !!!
Egomane
15:57
Ich glaube nicht, dass sich Herr Krieger schon allein aus geschäftlichem Interesse aus der Verantwortung entfernt. Dass er von der Stadt keine Unterstützung bekommen wird, dürfte ihm und allen hier im Forum doch wohl klar sein. Sicher ist es schwierig, es jedem Hinterbliebenen und Geschädigten richtig zu machen. Jeder hat eine andere Vorstellung von Trauer und Trauerbewältigung, was ja schon allein an der Grabgestaltung auf jedem Friedhof zu sehen ist. Man kann nur hoffen, dass eine gute Entscheidung von Leuten getroffen wird, die nicht so emotional gebunden sind. Es braucht eben seine Zeit.
Was mich sehr stört, ist die Bearbeitung des Berichtes. Vor allem fehlt der Satz mit dem Hinweis, dass Krieger in dem Ankaufsvertrag von der Stadt gezwungen wurde, die LP noch auf seinem Gelände abzuhalten, wie #2 HeinzK1 beschrieben und der Link nach xtranews aufzeigt.
Damit ist eindeutig belegt, dass die Stadt auf Teufel komm raus, die LP haben wollte und dies sogar in privatrechtliche Verträge einbaute. Unterschriften wären sehr interessant.
Der Kommentar von #1 ist doch unter aller Würde, wie die nachfolgenden Kommentare zeigen.
@ #5 eagle: Ist "braun" wirklich Ratsherr? Ich stufe ihn zumindest in die Liga der a.s.-Fans ein. Könnte er nicht sogar a.s. sein? Das schließe ich aus seiner unsäglichen Aussage, dass "viele Opfer "erst" im Krankenhaus gestorben" sind. Das ist doch genau der Tenor von a.s., der sich so ähnlich ausgedrückt hat, wie "ja wenn die sich auf den Boden legen".
ist wirklich Ratsherr und unterstützt den OB mit allen Mitteln, verweigert sich jeglicher Realität und beschimpft jeden, der Kritik äussert, auf unmögliche Arte und Weise.
Herr Krieger wird gewiss oft verfluchen, dass er sich darauf eingelassen hat, beim Kauf des Grundstücks damit einverstanden gewesen zu sein, dass die Loveparade dort stattfindet, weil er damit unverschuldet in eine Katastrophe eingebunden wurde. Er scheint den Hinterbliebenen der toten jungen Menschen ein Stück weit entgegenkommen zu wollen, wozu er letzten Endes nicht verpflichtet ist, und ich wünsche und hoffe sehr, dass ein tragbarer Kompromiss gefunden werden wird.
15:42
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14:51
Ich könnte gut verstehen, wenn Herr krieger keinen Bock mehr darauf hat mit den Initiativen und den Angehörigen über eine Gedenkmöglichkeit zu diskutieren. Die Angehörigen sind doch in keinster Weise bereit einen Kompromiss einzugehen und stellen immer nur Maximalforderungen. Dabei wird gerne vergessen wem das Gelände gehört und das Herr Kreiger bestimmt wie und was da gebaut wird.
Ich würde denen ne provisorische kleine Butze geben wo man ein paar Blümkes ablegen kann und gut ist. In spätestens 5 Jahren interessiert sich sowieso keiner mehr dafür. Es sollte mal endlich jemand auf den Tisch hauen und die Angehörigen und selbsternannten ****en, die sich im Nachgang der Loveparade interessant in ihre Schranken weisen!
Wie können Sie sich derart flapsig über den Tod von 21 Menschen hinweg setzen ? Natürlich werden in 5 Jahren und auch in 30 Jahren noch viele Menschen an die unnötigen Loveparade-Opfer denken und gedenken. Die Trauer der Menschen als Geplärre zu verballhornen schlägt jedem Faß den Boden auf.
Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie nie in so eine Situation kommen. Eine Situation, die Ihnen von einer Minute auf die Andere jeden Boden unter den Füßen wegreissen kann.
ich erinnere mich gut daran, dass in vielen Ihrer unsäglichen Beiträge die Rede davon war, dass nach einem Jahr niemand mehr von der LoPa spricht. Ihr Urteilsvermögen hat sich nicht bestätigt, denn dieses Thema ist genau so virulent wie vor mehr als einem Jahr. Nun werden Sie vorsichtig und reden von 5 Jahren. Nach allem, was Ihr OB-Freund sich nach dem 24.7.2010 geleistet hat, werden wahrscheinlich auch 5 Jahre zu kurz gehupft sein. Um das zu verstehen, benötigt man jedoch ein gewisses Mass an Verstand und vor allen Dingen an Empathie, beides bei Ihnen null vorhanden. Glücklicherweise interessiert es kein Schwein, was Sie tun würden, und es ist ein grosses Glück, dass Sie niemanden in die von Ihnen für richtig gehaltenen Schranken verweisen können. Und aus allertiefstem Herzen wünsche ich Ihnen, dass Sie irgendwann das Leid erfahren müssen wie die Eltern, die ihr Kind im Sarg aus Duisburg abholen mussten. Hoffentlich ist Ihnen dann endlich Ihr dummes Mundwerk gestopft.
Den Beitrag hätte ich BLOCKIERT.
Kalt, herzlos, dumm
14:08
Ich danke ausdrücklich dem Einsatz von Lothar Evers, Klaus Peter Mogendorf und Klaus Peter Spannhoff. Wenn wir diese Menschen nicht hätten, dann würden wir nicht über die Dimensionen einer Gedenkstätte diskutieren. Denn es ist den Aktivitäten um Evers und Hagemann geschuldet, dass wir den Kongress zur Love Parade im Februar hatten. Eine Veranstaltung, die seriös war und überregionale Bedeutung in den Medien fand. Und der Appell von Lothar Evers und den Unterzeichnern war die Grundlage. dass der Bürgerkreis Gedenken dem einstimmig zustimmte. Ich bin kein Mitglied von Massenpanik e.V. und habe in der Vergangenheit schon oft kritisch in einigen Punkten mich mit Mitgliedern dort auseinander gesetzt. Aber ich möchte mit großem Nachdruck meine Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit zum Ausdruck bringen. Nicht umsonst berichtet die Presse, wenn aus diesen Kreisen Aktivitäten zu vermerken sind.
Unumstritten sind dabei auch die Verdienste von Konni Hendrix und deren Mitstreitern für die provisorische Gedenkstätte. Wäre diese nicht geschaffen und bis heute erhalten, wäre die Gesprächsgrundlage schwieriger gewesen, die Schaffung einer endgültigen Gedenkstätte zu begründen. Denn gerade das Provisorium zeigte, wie notwendig ein Ort des Gedenkens an der Rampe ist. Es wäre erfreulich, wenn Synergien möglich gewesen wären unter den Gruppen. Dies scheint ein frommer Wunsch zu bleiben.