Das aktuelle Wetter Duisburg 9°C
Geburtshilfe

Kreißsaal mit Hotelambiente

29.10.2012 | 06:00 Uhr
Kreißsaal mit Hotelambiente
Am Sonntag, den 28.10.2012 fand die Kreißsaaleröffnung nach dem Umbau im Ev. Krankenhaus Bethesda, Heerstraße, statt. v.l. Jeannine Hintze, Heiko Koch, Gabi Peil, Jutta Hörter.Foto: Udo Milbret

Duisburg.   Nach sechsmonatiger Bauzeit konnte das Bethesda jetzt seinen neuen Kreißsaal einweihen. 1,5 Mio Euro investierte das Haus in die Abteilung für Geburtshilfe.

Duisburg schrumpft, nicht zuletzt wegen der sinkenden Geburtenrate . Trotzdem hat das Bethesda-Krankenhaus in Hochfeld 1,5 Mio Euro in seinen neuen Kreißsaal investiert - um möglichst viele werdende Mütter mit ansprechendem Ambiente und modernem Design zu locken.

Während der sechsmonatigen Bauzeit lief der Betrieb in einem Übergangs-Kreißsaal weiter. Die erste Geburt im neuen Kreißsaal steht nächste Woche an, sagt Chefarzt Prof. Werner Neuhaus. „Hotel-Leistung“ nennt er das, was Patientinnen heute erwarten - und in Hochfeld jetzt bekommen. Schon der Empfang ähnelt einer Hotel-Lobby mit der halbrund geschwungenen roten Theke und einem gemütlichen Wartebereich.

Mehr Intimität

Abgetrennt davon liegen die Kreißsäle. Wie zuvor sind es vier, sie haben allerdings jetzt den doppelten Platz. Boden und Türen sind in Holzoptik, an den Wänden schlängeln sich punktuell Linien wie Lianen umeinander, mal grünlich an Gräser erinnernd, oder modern mit warmen Rottönen. Alle Säle haben Schwenkarme für die Seilgeburt, zwei sind mit Gebärwannen ausgestattet.

Für das Mehr an Intimität haben die Säle nicht nur Türen, sondern auch noch zusätzlich Vorhänge. Was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass die Architekten die Hebammen haben mitplanen lassen. Und die sind denn auch begeistert: „Früher haben wir mit unserer individuellen Betreuung vieles kompensiert, was die alten Räume nicht hergaben. Jetzt kommt richtig viel Wohnlichkeit und Wärme rüber“, freut sich Hebamme Beate Schaal.

Modern und wohnlich

Sie ist seit 28 Jahren in der Geburtshilfe tätig und weiß, dass es mit der Geburt einfacher geht, „wenn man sich wohlfühlt und einfach fallen lassen kann“. Dazu dürfe die Atmosphäre nicht gekachelt und steril sein, sondern modern und wohnlich. Vorteilhaft findet sie auch die Großzügigkeit: „Hier kann man sich richtig bewegen.“

Das moderne Ambiente hat bei Anne Bordin und ihrem Mann den letzten Ausschlag gegeben. Die Schwangere erwartet Mitte Januar ihr Kind und wird es wohl im Bethesda bekommen. „Früher war es ja sehr altbacken. Aber jetzt entspricht es einfach mehr meinem Geschmack. In der Wohnung meiner Oma würde ich mich ja auch nicht wohlfühlen“, beschreibt sie.

Annette Kalscheur



Kommentare
Aus dem Ressort
Kritik an Stadt Duisburg - Zeltstadt wie in einem Krisenland
Asylbewerber
Das Asyl-Auffanglager auf dem Ascheplatz der Sportfreunde 09 in Duisburg gilt bundesweit als Negativ-Beispiel dafür, wie unzureichend eine Stadt auf die Welle an Flüchtlingen aus Krisengebieten eingestellt ist. In 20 Zelten sollen 150 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Kritik an der Stadt wächst.
Schwerverletzter Junge nach Drachen-Unfall noch in Klinik
Drachen
Der Junge, der Dienstag beim Drachensteigen in den Walsumer Rheinauen verunglückt ist, liegt weiter mit sehr schweren Verletzungen im Krankenhaus. Derzeit sieht die Duisburger Polizei beim Vater kein strafrechtliches Verschulden. Ein Drachen-Experte spricht über das nicht ganz ungefährliche Hobby.
Duisburger „Clownsklasse“ tritt bei der Ruhrtriennale auf
Ruhrtriennale
Duisburg Grundschüler wirken in der Choreographie „Surrogate Cities Ruhr“ mit, die bei der Ruhrtriennale in der Kraftzentrale des Landschaftsparks aufgeführt wird. Sie arbeiten mit internationalen Stars. Neben der Klasse aus Duissern sind auch Schüler aus Dortmund und anderen Städten dabei.
Holi-Festival in Duisburg steht weiter auf der Kippe
Event
Das Farbspektakel Holi-Festival, das am ersten September-Wochenende im Duisburger Rheinpark steigen soll, steht weiterhin auf der Kippe. Bei der Stadt Duisburg sei bislang gar kein Bauantrag eingegangen. Deshalb gebe es derzeit auch gar nichts zu genehmigen, so eine Sprecherin der Stadt.
Duisburger Kantpark soll ab 2015 zum Erholungsraum werden
Planung
Ab 2015 will die Stadt den in die Jahre gekommenen Kantpark mit Bürgerbeteiligung umgestalten. Der Plan ist, einen unkomplizierten Erholungsraum für die gesamte Stadtbevölkerung zu erschaffen. Schon in der Vergangenheit hatte es einige Gestaltungsideen für das Areal gegeben.
Fotos und Videos
Stadtteilspaziergang
Bildgalerie
Oase der Ruhe
Rheinschwimmer auf der Durchreise
Video
Rheinschwimmer
Tanz-Performance in Duisburg
Bildgalerie
Ensemble „The Roof“