Kreis Düren zu Gast in Duisburg

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Wie oft ist Duisburg in den vergangen Jahren in diversen Umfragen und Rankings auf den hinteren Plätzen gelandet! Aber die Stadt kann auch anders: Im Kreis Düren nimmt sie jedenfalls eine Spitzenposition ein. Seit elf Jahren setzen sich Menschen von dort anlässlich der Kreis-Düren-Tage in einen etwa 400 Meter langen Sonderzug, den die Rurtalbahn einsetzt, um eine andere Stadt kennenzulernen. Und nie zuvor gab es mehr Fahrkartenwünsche als für den Tagesausflug am vergangenen Freitag und Samstag nach Duisburg – fast 5000. Das Los musste entscheiden. Am Ende kamen an beiden Tagen immerhin jeweils 1000 Menschen zu Besuch.

Am Samstagvormittag fährt der Sonderzug eine halbe Stunde früher als geplant am Duisburger Hauptbahnhof ein. So ist der Bahnhofsvorplatz bereits bestens gefüllt, als Oberbürgermeister Sören Link die Gäste aus dem Kreis Düren samt Landrat Wolfgang Spelthahn offiziell begrüßt. „Duisburg ist eine Stadt, die überrascht und viel zu bieten hat“, sagt der OB. Er wünscht einen schönen Tag und gibt den Besuchern noch eine kleine, nicht ganz uneigennützige Bitte mit auf den Weg: „Geben Sie ein bisschen Geld in Duisburg aus...“

Wie sehr die Gäste das Portmonee geöffnet haben, ist nicht überliefert. Aber es wird schon Zählbares in der Stadt geblieben sein – trotz des straffen Programms. Einige machen sich gleich nach der Ankunft mit der Straßenbahn in Richtung Zoo auf. Andere setzen sich in die zahlreichen Busse, um eine Stadtrundfahrt mit Zielen wie Hafen, Sportpark, Uni oder Sechs-Seen-Platte, aber auch der Loveparade-Gedenkstätte zu unternehmen. Und auch die Innenstadtführungen werden genutzt, die zum Beispiel Angelika Baasen anbietet.

Mit ihr geht’s zunächst die Königstraße hinunter, rein ins City-Palais, wo den Gästen auch die Historie der Mercatorhalle samt den aktuellen Problemen rund um die skandalösen Brandschutzmängel erläutert wird.

Wieder draußen sagt Besucher Peter Blonden: „Es soll hier in der Stadt ja mehr Grün geben als erwartet.“ Prompt wird er beim Spaziergang vorbei am König-Heinrich-Platz bestätigt. Ihm gefällt Duisburg bereits jetzt schon ausgesprochen gut. Nach einem Abstecher zum Stadttheater endet die Führung am Innenhafen.

Um 17.27 Uhr rollt der Zug wieder in Richtung Kreis Düren. Nur wenige haben an beiden Tagen die Stadt auf eigene Faust erkundet, sagt Uwe Gerste, der Geschäftsführer von Duisburg Marketing. „Unsere Angebote mit Zoo, Stadtrundfahrten und Innenstadtführung sind sehr gut angenommen worden. Duisburg ist attraktiv. Dass dies von Auswärtigen oftmals eher bestätigt wird als von den Duisburgern selbst, hat sich auch diesmal bewahrheitet. Uns würde manchmal ein stärkes Selbstbewusstsein gut tun.“