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Kostbarkeiten für Hand und Hals

06.11.2012 | 10:30 Uhr
Kostbarkeiten für Hand und Hals
Goldschmiedemeisterin Anja Pafferath fertigt Kostbarkeiten.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg. Im Schaufenster von Anja Pafferath blinkt und funkelt es. Der Name des kleinen Geschäfts ist „Aurum“, lateinisch für Gold. Die Duissernerin ist Goldschmiedemeisterin. Seit 20 Jahren fertigt sie Kostbarkeiten für Hand und Hals. Sie selbst trägt einen goldenen Ring mit eingefassten bunten Steinen.

Frauen und Männer mögen ihr Geschäft übrigens gleichermaßen – die Damen, weil sie sich hier selbst beschenken können und die Herren, weil sie garantiert etwas finden. Manchmal gibt’s auch dezente Hinweise, was die Ehefrauen sich vorher angeschaut haben...

Gut Ding will Weile haben

„Die Männer kommen meist auf den letzten Drücker und sind dann enttäuscht, wenn wir nicht das haben, was sie sich vorgestellt haben“, erklärt die Schmuckdesignerin lächelnd. Mindestens einen Monat braucht sie, um Individuelles in ihrer Werkstatt anzufertigen. Die Kunden kommen aus dem ganzen Ruhrgebiet, aber auch aus Düsseldorf.

Hinter dem Verkaufstresen sieht es aus wie in einer Zahnarztpraxis. Feine Bohrer stehen auf der Anrichte, dazu Sonden, mit denen man Feinarbeiten erledigen kann. Daneben eine Walze. Das Gold wird Anja Pafferath sozusagen am Stück geliefert. Mit der Walze kann sie es auf die richtige Stärke bringen. Erst dann wird das Gold um einen Stab gelegt und in Ringform gebracht. „Bevor ich loslege, mache ich verschiedene Zeichnungen, dann kann der Kunde entscheiden, wie er den Ring gerne gearbeitet haben möchte.“ Weihnachten und Geburtstage sind Anlässe, zu denen ihre Handwerkskunst besonders gefragt ist. „Die meisten suchen sich etwas zeitloses aus, das man zu vielen Kleidungsstücken tragen kann.“

Meidericher SPD ist Stammkunde

Die Meidericher SPD gehört ebenfalls zu den Kunden. Seit vielen Jahren lassen die Genossen die Auszeichnung „der goldene Hahn “, eine filigrane Anstecknadel für verdiente Ehrenamtliche im Stadtteil, bei ihr fertigen. Dafür hat sie extra eine Negativform hergestellt, in die das Gold gegossen wird. Auf der Rückseite trägt ein Graveur dann die Jahreszahl ein. Pafferath erledigt nämlich nicht alle Arbeitsschritte allein. „Wenn ein Stein eingefasst werden soll, schick ich den Ring zum Fasser nach Idar Oberstein. Der macht den ganzen Tag nichts anderes.“

Wenn die 50-Jährige nicht gerade im Kundenauftrag arbeitet, fertigt sie Stücke für die Vitrine. „Meine Kunden wissen den schlichten Stil zu schätzen. Wer etwas Protziges sucht, fährt zur Kö nach Düsseldorf.“

Von Fabienne Piepiora



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