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Wochenrückblick

Konsequenter Schritt

27.02.2009 | 16:49 Uhr

Hermann Dierkes wirbelte reichlich Staub auf. Der Oberbürgermeister-Kandidat der Linken hat sich mit seinem unsäglichen Boykott-Aufruf israelischer Waren selber disqualifiziert und ins politische Abseits gestellt.

Was er sich erlaubt hat, war weder Fauxpas noch Lappalie. Hermann Dierkes war sich dessen voll bewusst, was er fataler Weise gesagt hat. Und er konnte sich ausrechnen, was er mit seinem Appell anrichten würde. Dafür ist der 59-Jährige zu lange im Geschäft.

Wenn er sich allerdings nun als Opfer einer Rufmordkampagne sieht, so irrt er. Mit dieser Schutzbehauptung lenkt Dierkes nur ab und sucht den Schuldigen für sein eigenes Fehlverhalten in der medialen Szene. Falsch!

Dierkes war es, der trotz mehrfacher Nachfrage nicht an seiner peinlichen Aussage rüttelte. Damit war Dierkes politisch nicht länger tragbar. Insofern war es nur konsequent, dass er nun seine Kandidatur zurückzog und gleichzeitig den Fraktionsvorsitz quittierte. Ansonsten hätte er seiner Partei im bevorstehenden Wahlkampf einen Bärendienst erwiesen.

Massen bewegt hat in dieser Woche die IG Metall. 10 000 Stahlarbeiter von Thyssen-Krupp machten vor der TKS-Hauptverwaltung ihrem Unmut Luft.

Am späten Abend dann, nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates, entspannte sich ein wenig die Situation, als IG-Metall-Vize Detlef Wetzel mitteilte: „Betriebsbedingte Kündigungen sind kein Thema mehr.”

Die Konjunktur schwächelt und schlägt sich in der Statistik der Arbeitsagentur nieder. Im vierten Monat hintereinander kletterte die Zahl der Erwerbslosen in unserer Stadt.

Mehr als 31 000 Menschen sind damit ohne Job. Und die Arbeitslosigkeit hat stark bei jungen Leuten zugenommen. Das ist besonders bitter.

Wohl nur die kühnsten Optimisten glauben daran, dass die sonst übliche Frühjahrsbelebung den Negativtrend stoppen wird. Immerhin haben 140 Betriebe mit 5 000 betroffenen Arbeitnehmern Kurzarbeit angemeldet.

Positiv bleibt allein festzustellen, dass der Stellenmarkt leicht in Bewegung geraten ist.

Wolfgang Gerrits

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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